Gelée de cassis aux groseilles à maquereau


Vor einigen Wochen habe ich mich während ihrer Abwesenheit um den Schrebergarten von Freunden gekümmert. Da es in der Zeit besonders heiß wurde, bin ich besonders viel dort gewesen, denn Wasser war notwendig. Belohnt wurde ich reichlich, durch extrem leckere Erdbeeren, die jeden Morgen auf meine Haferflockenbrei/Schafsjoghurt Gemisch gelandet sind, und gleichzeitig mit schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren. Nur: Cassis habe ich im rohen Zustand nie sonderlich gemocht, und als Gelee auch nicht viel mehr. Stachelbeeren haben es bei dem Namen auch schwer: Sie heißen nämlich aus dem französischen wortwörtlich übersetzt Makrelenbeeren. Armes Obst! Wie bei Menschen mit unglücklichen Vornamen muss ich mich bei den immer ein bisschen überwinden, auch wenn ich weiß, dass sie dafür nichts können. Stachelbeere mag übrigens auch nicht viel besser klingeln, aber wenigstens hält der Name in der deutschen Version, was er verspricht. Autsch!
 
Etwas Besseres sollten sie also werden, und ich meine, es hat mit folgendem Rezept über meine Erwartungen hinaus funktioniert. Auf dem Blog Cuisine Campagne habe ich dieses Rezept aus dem Larousse des confitures gefunden, das ganze, in schwarze Johannisbeerengelee suspendierten Stachelbeeren verspricht. Von der Konsistenz perfekt, und geschmacklich säuerlich genug, obwohl ich anders als im Rezept kein Zitronensaft benutzt habe. (Nicht aus Geschmack, nur weil ich keins hatte.) Und so wird es gemacht:

Schwarze Johannisbeeren mit ganzen Stachelbeeren

Für 5/6 sterilisierten Gläser à 375gr.
1kg Stachelbeeren, entstielt und entbartet, auf einem Tuch getrocknet
500gr schwarze Johannisbeeren, entstielt und gewaschen, mit einem Tuch gewaschen
1 kg Kristallzucker
Saft einer kleiner Zitrone


Die schwarze Johannisbeeren mit 10cl Wasser auf hoher Hitze kochen, zehn Minuten lang, um die Beeren zum platzen zu bringen. Durch einen feinen Sieb passieren, um den Saft zu sammeln.
Den Saft in den Marmeladenkochtopf zusammen mit dem Zucker geben. Sobald der Zucker geschmolzen ist, die Stachelbeern und den Zitronensaft hinzufügen. Langsam zum kochen bringen, und abschöpfen.
Weiterkochen, bis die Stachelbeeren durchsichtig werden (105°C mit der Zuckerwaage; also bis die Konfitüre „fest“ wird). Herd ausschalten.
Die sauberen Gläsern füllen, mit den Deckeln schliessen und erstmal mit dem Deckel runter abkühlen lassen.
Mir schmeckt diese Gelee-Konfitüre besonders gut auf Crêpes


Da ich vorhin über Barbaras Spielwiese entdeckt habe, dass das Garten-Koch-Event vom Gaertner Blog in diesem Monat, habe ich nach ein paar Wochen Prokrastination gebloggt und verlinke gerne zum Blog:
 
Garten-Koch-Event Juli: Stachelbeeren [31.07.2015]

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