Brathähnchen mit Clementinen und Pastis

Die vielen, die das neue Buch von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi besitzen, ahnen vielleicht schon, dass es sich bei dem Rezept um das Brathähnchen mit Clementinen & Arak handelt. Die Südfranzösin hat aber stets Pastis bei sich zu Hause (und trinkt es sehr selten, weil das Wetter seit ewig nicht passend ist). Gemacht habe ich es mit einer Biopoularde, wobei ich den Brustknochenteil dafür nicht benutzt habe. Als Beilage gab es Reis aus dem Reiskocher. Es ist ein sehr einfaches Rezept. Wenn man das Hähnchen schon beim Metzger schneiden läßt dürfte das Schwierigste die Clementinen und den Fenchel zu schneiden.

Ich poste es noch gerade rechtzeitig für das Garten-Koch-Event des Gaertner-Blogs: Garten-Koch-Event Februar: 

Garten-Koch-Event Februar: Clementine 
[28.02.2013]

Brathähnchen mit Clementinen & Pastis (aus Jerusalem: Das Kochbuch)

Für 4 Pers.
10cl Pastis (oder Arak, Ouzo)
4 EL Olivenöl
3 EL frisch gepresster Orangensaft
3 EL Zitronensaft
2 EL körniger Senf
3 EL brauner Zucker
2 mittelgroße Fenchelknollen (500g)
1 Poularde (im Buch Freilandhähnchen, ca. 1,3kg ), in Stücke (im Buch 8 Stücke) zerteilt
4 Bio Clementinen (400g)
1 EL Thymianblätter
2 1/2 TL Fenchelsamen, leicht zerstoßen
gehackte glatte Petersilie zum Bestreuen
Salz und Schwarzer Pfeffer

Pastis, Olivenöl, Orangen und Zitronensaft, Senf, Zucker, 2 1/2 Teelöffel Salz und 1 1/2 Teelöffel Pfeffer in einer Schüssel mit dem Schneebesen verrühren.
Die Fenchelknollen der Länge nach halbieren, die Hälften jeweils in 4 Spalten schneiden und mit den Hähnchenteilen , den Clementinen, dem Thymian und den Fenchelsamen in die MArinade geben. Die Zutaten vorsichtig vermischen und das Ganze einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. (Wenn es schnell gehen muss, kann man auf das Marinieren verzichten.)
Den Backofen auf 220"C vorheizen. Di eHähnchen mit der Hautseite nach oben mitsamt der Marinade in einer ofenfesten Form verteilen und 35-45 Minuten im Backofen braten, bis sie schön braun und durchgegart sind. Die Form aus dem Ofen nehmen. Die Hähnchen stücke mit Fenchel und Clementinenscheiben auf einer Servierplatte anrichten, abdecken und warm stellen. Die Garflüssigkeit aus der Form in einen kleinen Topf gießen, aufkochen und bei geringer Hitze um ein Drittel reduzieren, Zum Schluss sollten noch etwa 80ml Sauce im Topf sein. Das Hähnchen mit der heißen Sauce überziehen, mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.

Sorry für das Bild! Deutlich Bessere gibt es in dem Buch. ;-)

 


Tarte aux pommes, oder etwas anderer Mürbeteig

Ein frohes Chinesisches Neues Jahr wünsche ich allen noch treu gebliebenen Lesern. ;-) Ich bin nicht ganz verschwunden, und inschallah, wie die Atheistin mit Gott im Blogname sagt, werde ich noch ab und an posten.

Diese Tarte habe ich im Januar gemacht, weil ich unter anderem einen Mürbeteig aus dem Buch "Nature, sain, simple et bon" von Alain Ducasse testen wollte. In diesem Buch sind einfache Rezepte von von dem Michelin Sterne Rekordhalter von einer Ernährungswissenschafterin überarbeitet und kommentiert. Da habe ich ein Mürbeteig gefunde, das mit ganz wenig Butter gemacht wird. Ob es schmeckt? Ja, nicht buttrig, aber besser als vieles, was man fertig kaufen kann. Und es hält sich sehr gut: Ich muss es zwar noch probieren, aber ich gehe davpn aus, dass es für eine Quiche ideal wäre, denn es ist durch die Verwendung von Eier ziemlich wasserdicht.
 

Pâte brisée (aus "Nature, sain, simple et bon" von Alain Ducasse und Paule Neyrat)

Für 600g Teig (2 Tartes bei mir)
35g Butter
400g Weizenmehl Typ 405
100g Kartoffelmehl
5g Salz
5g Zucker
2 Eier
10cl Wasser (oder Weisswein für herzhafte Tartes)

Die Butter mit einem Gabel zerdrücken.
Beide Mehlesorte durch einen Sieb passieren und mit dem Salz und Zucker mischen. Die Butter in die Mitte geben, und mit den Fingern mischen. Die Eier und nach und nach das Wasser dazugeben und einarbeiten. Ich mache das zuerst mit einem Gabel, und dann weiter mit den Fingern. Sobald der Teig die richtige Konsistenz hat, zu einem Kugel formen. 


Kühl stellen. (Ich habe die Hälfte eingefroren.)


Tarte aux pommes

Die gebutterte Form mit dem Teig auslegen. Drei grosse Jonagold Äpfel dünn schneiden und verteilen. Drei EL Zucker und einige Flöckchen Butter verteilen, und für 45 Minuten bei 180°C backen. Zehn Minuten vor dem Ende habe ich ein bisschen Calvados (50ml?) auf die Tarte gegeben, um den Geschmack zu intensivieren.


Ergebnis: Nichts, was man Sünde nennen kann, dennoch eine sehr apfelige Apfeltarte, die sich übrigens auch dank dem Teig sehr gut transportieren lässt.