Seit einige Jahren kursieren viele
Rezepte mit „Kale“ in den amerikanischen Blogs, aber ich hatte
noch nicht wirklich verstanden, was für ein Gemüse es ist. Letzte
Woche habe ich dann bei der Basic-Filiale in meiner Nähe Schwarzkohl
entdeckt, ohne erstmal zu wissen, was das genau sei, und was ich
damit machen könnte.
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| Im Geschäft |
Ein Tweet von David Lebovitz am Wochenende, der
sich beklagte, dass es in Frankreich immer noch kein „Kale“ gibt,
hat mich an den Schwarzkohl erinnert, und nach kurzer Überprüfung
habe ich verstanden, dass ich eine Form von diesem heiß begehrten Kale
in meiner Nähe hatte. Es ist also eine Kohlsorte mit länglichen
Blätter, die nicht zusammen hängen. Es gibt mehrere Versionen
davon, und der Grünkohl scheint auch damit verwandt zu sein.
Schwarzkohl soll auf deutsch auch Palmkohl heißen. (Vermutlich wegen
der Form der Blätter, die mich an eine Chistera erinnern.)
Bei der nächsten Gelegenheit habe ich
ein Bund gekauft, und Tipps von Foodfreak
und Hande von Vinoroma erhalten: Letztere kennt den Cavolo Nero – so heißt der
Schwarzkohl auf italienisch – der in Rom vor allem in Winter zu
finden ist. Ihr Vorschlag war Chips daraus zu machen. Da es
unglaublich einfach und schnell geht, habe ich es bald probiert, und
wenige Stunden später wieder, und ich werde es noch häufig tun: Wer
wie ich grünblättriges Gemüse mag sollte es auch umgehend
versuchen. Ich bin schon leicht süchtig... Als Alternativ-Snack in
Zeiten der EM eignet es sich auch hervorragend.
Chips von Schwarzkohl
Für ein Blech:
5-6 Schwarzkohlblätter, gewaschen, vom
harten Stamm befreit, und in ca. 4 x 4 cm Stücke geschnitten
Olivenöl (sehr wenig)
Salz, Pimenton de la Vera oder
Chili-Flocken
Den Backofen auf 150°C vorheizen, die
Blätterstücke mit ganz wenig Öl einreiben (ich habe es auch einmal ohne
gemacht, und es geht auch), und auf einen Blech verteilen.
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| Geölt |
10-15
Minuten lang backen lassen. Nach ca. 8 Minuten habe ich die Stücke
neu gemischt, damit alle wirklich trocken werden.
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| Gebacken |
Leicht würzen – die Blätter sind
sehr dünn! - und in ein Schüssel geben. Sofort servieren.
Sollten die Chips nicht sofort gegessen
werden und weich werden, habe ich gelesen, dass man sie problemlos
wieder im Ofen trocknen kann.
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| Servierfertig |
Was man noch wissen kann:
Ein Blick auf den englischen Wikipedia
Artikel über Kale lohnt sich: Es
soll ganz viel gutes Zeug darin stecken.
Und dort habe ich auch entdeckt, dass
ein Projekt versucht, das Gemüse in Paris
einzuführen. David Lebovitz wird bald aufatmen können.




Kommentare:
dann werde ich danach mal Ausschau halten müssen ;-)
Das klingt nach einem Snack, den ich auch jederzeit verputzen könnte. Nur blöd, dass ich Schwarzkohl noch nirgendwo entdecken konnte. Vielleicht sollte ich mal bei meiner Abokiste nachfragen....
Das Rezept steht auch schon länger auf meiner Liste. Bisher konnte ich kale allerdings auch noch nicht auftreiben, muss es aber endlich mal mit Grünkohl versuchen, wenn der auf den Markt kommt.
@Susanne und @Daniela: Basic gibt es in München, offensichtlich in Düsseldorf und in mehreren anderen Städte. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass es nur beim dem um meine Ecke Schwarzkohl gibt.
In meiner Biobox war Schwarzkohl, und ich war etwas ratlos, was ich damit machen soll - bis ich dieses Rezept gefunden habe. Unglaublich lecker! Und so gesund dazu! Ich werde fuer nächste Woche gleich einen ganzen Haufen Schwarzkohl bestellen...
Ich hätte nie gedacht, das man aus Schwarzkohl Chips machen kann und ich koche schon viele Jahre alles aus aller Welt. Aber man lernt nie aus. Vielen Dank für den interessanten Rezept Tipp, werde ihn demnächst ausprobieren.
Hallo Véronique,
Kristen vom Kale Project hat mir den Link zu Deinem Blog-Post geschickt, da wir gerade für die neue Ausgabe des sisterMAGs mit ihr gemeinsam einen Artikel über Kale schreiben. Dein Artikel war klasse, weil ich mir mit der Übersetzung des Wortes Kale an sich sehr schwer getan habe. Außerdem finde ich es toll, dass es anscheinend Kale doch schon in Deutschland gibt. Die Schwarzkohl-Chips sehen klasse aus.
VG, Toni
Hallo Toni,
schön, dass mein Post geholfen hat, und dass ich bei der Gelegenheit deine Zeitschrift kennenlerne. :-) Ich bin gespannt auf den Artikel.
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