Tomaten mit Manouri und Vanille-Fleur de sel

Es ist in diesem Jahr vielleicht zu spät, mich nachzuahmen (obwohl ich ehrlich gesagt eben dieses gegessen habe, mit einer Tomate, die nur akzeptabel war: Rugby WM-Spiele anzuschauen kann richtig hungrig machen), aber bevor ich es vergesse, muss ich mein Snack des Sommers erwähnen:

eine Scheibe Brot, darauf verteilt einige Scheiben Manouri und einige Scheiben reife Tomaten, Olivenöl, optional Basilikum, und der Clou,Vanille-Fleur de Sel. Et voilà.


Was man noch wissen kann:
Meine Vanille Fleur de Sel kommt direkt aus La Réunion und wurde auch dort gekauft. Anscheinend gibt es wenigstens ein ähnliches Produkt von Terre Exotique, das in Deutschland erhältlich sein sollte. Bei BosFood konnte ich auf die Schnelle nichts finden.

Mit weißem Fisch, Foie Gras, manchem Gemüse (Möhren, Pastinaken, Kürbis), und Schokoladennachtich sollte die Vanille Fleur de Sel auch besonders gut harmonieren.

Gelée de pommes des jardins à la rose... ou au thé

Eigentlich esse ich relativ selten Konfitüre und Gelees (und ich blogge auch noch seltener...). Also musste irgendetwas besonderes passieren, damit ich ein Gelee vorbereite und darüber schreibe. Und das Besondere in diesem Fall besteht einfach daraus, dass die Äpfel von dem Garten von Freunden aus einem riesigen Düsseldorfer Hinterhof (der weitere Gärten und unzählige Kaninchen zählt) stammen. Lokaler gibt es für mich kaum. Schneller vom Baum ins Topf auch nicht. Und so was macht mich richtig glücklich, beinahe mehr als wenn ich auf dem Land bin, mit dem Garten meiner Eltern vor der Tür.

Ein Stück Ingwer wurde mir mit den zwei Sorten Äpfel gegeben, und die erste Idee war, Apfelkonfitüre mit Ingwer zu machen, aber beim Durchblättern von Christine Ferbers Buch habe ich eine Apfelgelee mit Ceylan Strong Breakfast entdeckt... und mich dabei erinnert, dass ich noch mehr als Tee alles mit Rosen mag, und so habe ich getrocknete Rosenblüten (8) und ein bisschen Ingwer (zwei 2-3mm Scheiben, geschält und gewürfelt) ziehen lassen, und zu der Gelee in der selben Proportion hinzugefügt wie der Tee von Christine Ferber im folgenden Rezept.

Gartenapfelgelee mit Ceylan Strong Breakfast Tee (Rezept von Christine Ferber, vermutlich in einer offiziellen deutschen Fassung in Die Marmeladen-Bibel: 270 Rezepte von Christine Ferber zu finden)

1,500 kg Gartenäpfel
1 kg Kristallzucker (ich habe ein Teil durch Vollrohrzucker ersetzt, ca. 1/5)
150 cl + 20 cl Wasser
Saft einer Zitrone
25g Ceylan Strong Breakfast Tee (bei mir 8 + 4 Rosenblüten und etwas Ingwer)

Die Äpfel im kalten Wasser waschen, die Stiele entfernen, sowie eventuell schlechte Stellen, und sie vierteln, ohne sie zu entkernen. In einen Topf mit 1,5 Liter Wasser geben. (Ich habe da schon mal Rosenblüten gegeben...)

Zum Kochen bringen, und 30 Minuten köcheln lassen. Die Äpfel müssen weich sein. Den Saft daraus ausziehen, in dem diese gekochten Mischung in einen feinen Sieb gegeben und mit dem Rücken des Schaumlöffels leicht gepresst wird. Einen zweiten Mal durch einen vorerst gewaschenen und gewrungen Mull filtern.

Es ist besser, den Saft eine Nacht kühl gelagert zu halten, bevor man weiter macht.

Am nächsten Tag ein Kilogramm vom Saft wiegen, ohne die Ablagerungen mitzunehmen. Diesen Saft in den Konfitürentopf geben, zusammen mit dem Zucker und dem Zitronensaft. Acht Minuten lang zum kochen bringen. Vorsichtig abschöpfen.

In der Zwischenzeit den Tee drei Minuten lang in 20cl kochendem Wasser ziehen lassen.

Wenn das Gelee schon genug gekocht hat (ich mache den Test auf einem kalten Teller), den gefilterten Tee dazugeben, und noch mal kurz kochen. Die Gelee noch mal prüfen, und wenn fest genug in den zuvor sterilisierten Gläsern.


Was ich gerne wissen würde:

Vermutlich weil einige der Äpfel mal bewohnt worden waren habe ich mehrere Kernegehäuse entfernen müssen, und in Folge davon habe ich mein Gelee ca. 20 Minuten länger kochen lassen müssen.
Ich habe auch aus dem Grund einige Rosenblüten und ein paar Stücke Ingwer mit kochen lassen (20 Minuten), und in einigen der Gläser habe ich eine Blüte gelassen... was ich später bereut habe, denn zu einem ist es nicht so schön, wie ich mir das in dem Moment ausgemalt hatte, und außerdem wundere ich mich, ob es für die Konservierung des Gelees problematisch werden könnte. Gibt es Spezialisten, die sich dazu äußern können?