Flans aux framboises et à la violette

In letzter Zeit backe ich häufiger Crème Caramel, vor allem, weil ich endlich ein einfachere Backweise entdeckt habe (um ganz zu schweigen, dass es immer sehr gut ankommt, und das bei wenig Aufwand). Anstatt ein Wasserbad zu machen, wie seit Generationen, stelle ich mein Backofen auf 105°C ein und backe ich die kleine Crèmes ca. 45 Minuten. So sind sie gestockt und noch cremig (das hat auch mit dem Eieranteil zu tun: bei vier Eier wird es mir zu fest), und um einiges leichter zu handhaben. Ich nehme an, dass die Wasserbad-Version viel damit zu tun hat, dass man früher* die Ofentemperatur nicht richtig einstellen können. (*Und heute manchmal noch: Eine meiner Tanten hat nach wie vor ein Holzofen/Backofen neben ihr E-Ofen, und dieser ist den ganzen Winter durch "an". Sie kann damit auch sehr gut kochen. Aber sonst niemand mehr...)

Die Idee zu den Veilchensirup ist dadurch entstanden, dass ich vor kurzem gelesen habe, dass Christine Ferber der Meinung ist, dass manche reife Himbeeren nach Veilchen schmecken, und sie hat einige Rezepte mit der Kombination. Da ich eine kleine Veilchensirupflasche wiederentdeckt hatte, habe ich es einfach versucht, und es passt tatsächlich sehr gut. Mit Veilchenessenz geht es natürlich auch. Und wer kandierte Veilchen hat kann das auch benutzen, auf die Crèmes beim servieren.

Flans aux framboises et à la violette

Für 8-9 Flans (ca. 100ml)
0,5 Liter Milch
3 Eier
Zucker
200g Himbeere
2-3cl Veilchensirup

Milch und Zucker erhitzen. Himbeere waschen und abtrocknen lassen. In jeden Gläschen ca. 6 Himbeere geben, sowie ein bisschen Veilchensirup. Backofen auf 105°C vorheizen. Die Eier schlagen, und die heiße Milch unter ständigem Rühren dazu geben. Mit Veilchensirup nach Geschmack abschmecken. Die Masse in den Gläsern verteilen. 45°C backen, bis die Masse fest ist. Kühlen lassen und kalt stellen, bevor es gegessen wird.


Was man noch wissen kann:
Die Gläschen kommen von den R*W*-Crèmes (Vanille, Schoko und Karamell), die ich manchmal wenn auch selten mittags als Nachtisch im Büro esse. Sie können leider nicht gestapelt werden, aber ansonsten finde ich sie ganz praktisch und von der Größe her perfekt.
Ich messe den Zucker in meine Crèmes/Flans/Obstgratins nie. Es ist nach Lust und Laune. Ich bin allgemein dafür bekannt, dass meine Nachtisch sind sehr süß sind, was meine japanische Freunden sehr entgegenkommt. Hier hing die Menge davon ab, wie süß oder sauer die Himbeere waren.
Die Stadt Toulouse ist Partnerstadt von Düsseldorf und stellt normalerweise am Wochenende beim Frankreichsfest aus (hoffentlich draussen, ohne dass man Eintritt bezahlen muss). Es könnte sein, dass sie auch Veilchenprodukte haben, da es ein Spezialität der Stadt ist. Ansonsten, wer gerade in Wien ist, kauft kandierte Veilchen bei Demel. Sooooo lecker!

Auberginensauce

Vor ein paar Tage musste mein Drehspieß für ein Brathuhn wieder eingesetzt werden, aber ein Beilage brauchte ich noch. So aufwendig wie die meisten Gerichte von Ottolenghi sind sollte es nicht sein, aber ich bin trotzdem in seinem Buch fündig geworden. Gegen Ende hat er ein Rezept für selbstgemachte Polenta mit Auberginensauce. Statt Polenta habe ich Quinoa gekocht, aber die Sauce habe ich nachgekocht, und sie war sehr gut.

Hier folgt das Rezept:

Auberginensauce (aus dem Sweetcorn Polenta Rezept in Plenty)

Für 4 Pers.
150ml Öl (bei mir Oliven- und Erdnussöl)
1 mittelgroße Aubergine in 2cm Würfel
2 TL Tomatenmark
60ml Weißwein
200g enthäute und gehackte Tomaten, frisch oder aus der Dose
100ml Wasser
¼ TL Salz
¼ TL Zucker
1 EL gehackte Oregano (ich habe Thymian benutzt)

Das Öl in einer breiten Pfanne erhitzen und auf mittlere Stufe die Auberginen ca. 15 Minuten anbraten, oder bis es schön braun ist.

Soviel Öl wie es geht abtropfen lassen und wegwerfen. Der Tomatenmark in die Pfanne geben und mit der Aubergine mischen. Zwei Minuten kochen, dann den Wein dazu geben und eine Minute lang kochen lassen. Tomate, Wasser, Salz, Zucker und Oregano hinzu geben und fünf Minuten kochen. Zur Seite legen, und wieder erhitzen, bevor es serviert wird.


Und noch:
Am gleichen Tag habe ich die Suppe aus ofengeröstete Tomaten von Fool for Food nachgekocht: Bei sehr guten, reifen Tomaten unbedingt nachzuahmen. Ich habe vier Portionen serviert und konnte noch zwei Portionen à 200ml einkochen.


Zum Nachtisch gab es ein Tarte aux myrtilles nach diesem Rezept. Für eine rechteckige Form ca. 20 x 30 cm habe ich ein Mürbeteig mit 250g Mehl und 125g Butter gemacht und zwei Gläser (merci Maman!) à 350ml wilde Blaubeeren aus der Ardèche benutzt.