Gâteau au chocolat ガト オ ショコラ

Wieder ein Rezept, das ich schon seit ewig ins Blog posten will.
Den Kuchen habe ich in einem untypischen japanischen Imbiß in Düsseldorf-Flingern entdeckt. Dieser serviert Okonomiyaki (die japanische Pizza, wie sie selbst auch sagen), aber in Pfannen im Pizza Ofen gebacken. Ich fand meine sehr gut, manche Japaner finden die für Okonomiyaki unübliche Backart etwas irritierend. Neben Okonomiyaki hat der Imbiß manchmal Curry im Angebot: Um zu wissen wann, muss man den Blog/Kalender folgen. Dort sieht man auch, wenn "Extra-Ruhetage" vorgesehen sind. Untypisch, sagte ich.
Aber stets haben sie auch leckere Desserts, so weit ich weiß immer ein Matcha-Kuchen, ein Schokoladenkuchen und eine Kaffee-Gelee. So was kann mir nur gut gefallen.
Und der Schokoladenkuchen gefiel mir auf Anhieb so sehr – für mich hat er die perfekte Balance von Schokolade, bitter, aber nicht zu sehr, und Süße, auch nicht zu viel - dass ich so frech war und direkt fragte, wie es gemacht wird. Ergebnis: Prompt wurden mir von den freundlichen Besitzern die Zutaten zweisprachig auf einem Zettel geschrieben, und wenige Tage später konnte ich daraus einen ähnlichen Kuchen backen. Die Backanleitungen habe ich mir selber ausgedacht.

Gâteau au chocolat - ガト オ ショコラ
200ml Crème fraiche
140g Butter
120g + 120g Zucker
150g Bitterschokolade
150g Milchschokolade
8 Eier
80g Kakao
20g Weizenmehl

Backofen auf 180°C vorheizen.
Butter schmelzen und mit der Crème fraiche mischen. 120G Zucker dazu geben.
Schokolade im Wasserbad schmelzen.
In der Zwischenzeit Mehl, Kakao und 120g Zucker mischen. Die Eier nach und nach dazu geben und wieder gründlich mischen.
Geschmolzene Schokolade zu der Sahne geben, und Schokoladen-Sahne Mischung anschließend unter Eier-Mehl Mischung rühren.
In einer gebutterten oder mit Backpapier ausgelegten Backform ca. 30-40 Minuten backen (mit einem Messer oder Nadel prüfen).


Kalt servieren.


Was man noch wissen kann:
So ein Kuchen nenne ich leicht. Ja, das mag bei den Zutaten sehr merkwürdig klingeln, aber die Quasi-Abwesenheit von Mehl macht es zu einem guten Dessert, und nicht nur zu etwas, dass man bei einem Kaffee am Nachmittag essen kann.
Die Fotos wurden in September genommen; nein, ich esse keine Trauben im Februar!

Kommentare:

Sabine hat gesagt…

ein wunderbares Dessert für alle Schokolade-Fans. Sieht so ähnlich aus wie eine Fondant au Chocolat, kommt das hin?

Véronique hat gesagt…

Unter Fondant wird häufig (aber nicht immer!) ein untergebackene Kuchen verstanden, mit schmelzendem Kern. Das ist nicht der Fall. Moelleux au chocolat passt vielleicht hier besser. Der Imbiß nennt es wirklich phonetisch "Gâteau au chocolat". Wunderbar finde ich es auch. :-)

Anonym hat gesagt…

Nicht nur optisch eine gute Idee, diesen Schokoladentraum mit erfrischenden Trauben zu servieren.

Little Cat hat gesagt…

Il a l'air délicieux ce gateau!!!! Je vais essayer un jour :D