Tarte aux champignons

Zuerst ein Frohes Neues Jahr an allen, die hier vorbei schauen. Ich wünsche Euch für 2011 viele schöne kulinarische Erlebnisse.

Ihr wisst schon, in der ganzen Welt gilt es als ausgemachte Wahrheit, dass eine Französin unbedingt wissen muss, wie man eine Quiche oder Tarte bäckt. Diese Annahme hat mich gestern dazu geführt, zwei Quiches auf Bestellung zu machen. Zutaten sollten Spinat und Champignons sein, sowie Tunfisch. Nach Durchblättern einiger Bücher wurden es Champignons einerseits, und Lachs mit Spinat für die zweite.
Folgendes Rezept habe ich ausgesucht, weil sich die Füllung unterhalb der Pilze sehr interessant anhörte, und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist allerdings ursprünglich eine Tarte aux Cèpes, also Steinpilz-Tarte, die ich sobald es wieder frische Steinpilze gibt, unbedingt auch backen werde. Mit einer Änderung – ich habe drei geschlagene Eier zu den Champignons gegeben – hat die gestrige Champignon-Version schon richtig gut geschmeckt.


Tarte aux champignons (abgeändert nach der „Tarte aux cèpes“ von Stéphane Reynaud aus dem richtig schönen Buch „Ripailles“ oder in deutsch „Vive la France! Das Kochbuch: 299 Rezepte aus dem Schlemmerparadies“)

Für 6 Pers.
1 Kreis Blätterteig
600g braune Champignons (oder 8 Steinpilze, auch 600g)
100g geräucherte Entenbrust
100g Walnusskerne
1 Schalotte, kleingehackt
15cl flüssige Sahne (ich habe aber Crème Fraiche genommen, auch wenn man sie in Deutschland nicht in flüssiger Version findet)
3 geschlagene Eier (nicht in der Originalversion mit Steinpilze)
2 Scheiben Toastbrot
50g Butter
2 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz

Die Schalotte in kleine Stücke in Olivenöl anbraten. Mit der Entenbrust, die Walmüsse, die Sahne und den Toastbrot mixen.
Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden.
Die Form mit dem Blätterteig auslegen, mit der Füllung bedecken und die Pilze darauf legen. 15 Minuten kalt stellen.


In der Zwischenzeit, den gehackten Knoblauch in der Butter anbraten, bis es Haselnussfarben ist. Backofen auf 200°C vorheizen. Die gesalzene, geschlagene Eier in die Tarte geben, und mit der Knoblauchbutter bepinseln. Die Tarte in den Backofen schieben, und 20 Minuten (bei mehr ein bisschen mehr) backen.


Was man noch wissen kann:
Beim nächsten Mal werde ich die Champignons in der Knoblauchbutter anbraten. Dadurch werden sie auch ein bisschen von ihrem Wasser verlieren.
Es schmeckt kalt am nächsten Tag auch sehr gut. Die Chancen stehen aber ziemlich hoch, dass es am nächsten Tag kaum oder nichts übrig bleiben wird.

Kommentare:

ostwestwind hat gesagt…

Na, da bin ich ja beruhigt, dass du weißt, wie so etwas zubereitet wird. Frohes Neues Jahr und viele kulinarische Erlebnisse.

Was sagt die Französin an sich denn zu so etwas, die können es nicht lassen, wie

Véronique hat gesagt…

Was ich dazu sage? Es scheint in Deustchland unheimlich schwierig zu sein, Sahne, Eier, Zucker und Vanille zu kaufen. :-)

Norma hat gesagt…

Frohes Neues! Ansprechendes Rezept!