Beignets de fleurs d'acacia

Als ich in der Nacht zu Montag nach einem Konzert in Köln in Düsseldorf angekommen bin, habe ich direkt bemerkt – Vorteil des Fahrradfahren - dass die Luft ein bisschen nach Blüten roch. Ein gutes Zeichen, denn ich hatte eine Woche zuvor geprüft, wie weit die Akazienblüten waren, und wusste, dass sie jetzt endlich jeden Tage aufgehen könnten.

Am Montag Nachmittag war es soweit. Ich entdeckte auf dem Weg zum Volksgarten – wo es keine Akazienbäume gibt, dafür große Wiesen – ein Baum am Straßenrand, der großzügig einige Blüten auf Menschenhöhe produziert hatte, eine richtige Seltenheit. Mit jedem Jahr werde ich frecher, und so habe ich trotz vorbeigehenden Fußgänger und Autos einige Blütenstangen gepflückt, bei den alle Blüten auf waren. Ein anderes Rezept als die vor einige Jahren hier gepostet habe ich diesmal benutzt.

Beignets de fleurs d'acacia

Frische Akazienblüten

Teig für 6 Personen:

3 Eier
3 EL Zucker
1 EL Öl
4 EL Crème Fraîche
½ Würfel frischer Hefe
Rhum
1 Prise Salz
Mehl

Alle Zutaten bis auf dem Mehl zusammen mischen. Mehl dazu geben, bis zu gewünschte Konsistenz.

Akazienblüten nach Bedarf vorsichtig waschen und vorsichtig trocknen. In den Teig tauchen und im heißen Öl frittieren. Mit ein bisschen Zucker zuckern und sofort essen.

Was man noch wissen kann:
Mit dem restlichen Teig habe ich Beerenbeignets gemacht: Beerenmischung aus der Tiefkühltruhe genommen, in den Teig gegeben und nach und nach frittiert.

Marmitako

Marmitako, ein baskischer Thunfischeintopf, hatte ich bisher ein einziges Mal bei Bilbao gegessen, wenn ich nicht irre war es genau im Hafen von Portugalete, auf der Terrasse eines kleinen Restaurants direkt am Wasser, und es hatte mir sehr gut geschmeckt.
Schon seit längerem wollte ich es nachkochen, war mir aber nicht sicher, ob ich das Gericht fernab vom Hafen noch so gut finden würde, und das größere Problem war für mich auch, dass ich wie viele anderen komplett auf roten Thunfisch verzichte. Ich habe weißen Thunfisch genommen – den kann man leicht mit der MSC Zertifizierung finden, und habe es nur in größeren Stücke geschnitten, als ich roten Thunfisch schneiden würde, weil ich gefürchtet habe, dass es eine längere Kochzeit nicht so gut überstehen würde. Von einer sehr erfahrenen Fischesserin, und stets ehrlicher Meinungsgeberin, wurde mir auch versichert, dass es so sehr gut geschmeckt hat. 
 
Marmitako (frei nach einem Rezept aus „Connaitre la Cuisine basque“)

Für 3-4 Pers.
400g weißer Thunfisch
1 mittelgroßer Zwiebel
1 grüner Paprika, entkernt
1 roter Paprika, entkernt
½ roter Ramiro Paprika, entkernt
1 rote und eine orange Chilischote, entkernt
3 Tomaten, entkernt
1 Knoblauchzeh
3 Kartoffeln
Oliven-Öl
Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette
½ Flasche Weißwein (ein reiner Xarel-Lo von 2008, auf gut Glück)
Lorbeer

Thunfisch in kleine Stücke schneiden, sowie die Paprikas und Tomaten. Knoblauch und Zwiebel fein schneiden. Alles in Olivenöl dünsten, bis der Zwiebel sehr leicht Farbe annimmt.
 

Da ich davon ausgegangen bin, dass weißer Thunfisch weniger lange Kochzeiten als roter Thunfisch verträgt, habe ich den Fisch erst nach diese Phase dazu gegeben. Beim nächsten Mal werde ich den Fisch schon am Anfang mit andünsten.

Gewürfelte Kartoffeln, Salz, Pfeffer, Chili, Piment d'Espelette und Lorbeer hinzufügen. Mit dem - nach Geschmack vorher flambierten - Wein und ein Glas Wasser begießen. Bedeckt auf kleiner Flamme eine gute halbe Stunde kochen lassen.


Was man noch wissen kann:
Beim Reste-Essen habe ich Wasser hinzugefügt, und es hat noch intensiv genug geschmeckt: Das werde ich beim nächsten Mal von Anfang an tun, denn das Gericht sollte schon genügend Flüssigkeit beinhalten.
Es ist schwierig bis unmöglich, hier die Paprikasorten zu finden, die man Vorort findet: Ich hatte zufällig noch die Hälfte eines süssen Ramiro-Paprika, der mir meiner Meinung nach sehr gut dazu passt.
Mittlerweile habe ich ein anderes Rezept für Marmitako empfohlen bekommen. Bei Erfolg wird also bald ein weiteres Rezept dafür gepostet. Bei dem Wetter ist das Gericht eh sehr passend...

Tarte à la rhubarbe

Nichts weltbewegendes bei dieser Tarte, zumindest für mich, denn sie ist eine der erste, die ich gelernt habe zu machen, aber die eckige Form, gekauft, weil sie in meinem Fahrradkorb passt, und deswegen Picknick-tauglich ist, hat mich inspiriert, mein Rhabarber ein bisschen anders zu arrangieren. Und ich finde es hübsch, und zeige es auch mal.

Tarte à la rhurbabe - Rhabarber-Tarte


Für 6 Pers.

Teig:
200g Mehl
2EL Zucker
100g Butter
1 Prise Salz
Wasser

Füllung:
ca. 400g Rhabarber
150g Crème Fraîche
2 Eier
1 EL Stärke
½ Vanilleschote oder Vanillezucker
Zucker nach Geschmack + 1 Löffel + zum bestäuben


Rhabarber schälen und mit einem Löffel Zucker bestäuben. In einer Schale kühl stellen: Flüssigkeit wird sich unten sammeln.

Mürbeteig aus den Zutaten machen und bei 200°C blind backen (ca. 10 bis 15 Minuten).

Crème Fraîche, Eier, Stärke und Zucker und Vanille zusammen mischen.

Abgetrocknete Rhabarber zurecht schneiden, auf dem Teig legen, und die Sahne-Mischung darauf verteilen. 30-35 Minuten backen. Mit Zucker bestäuben.

Kalt servieren, eventuell mit Erdbeeren und Zucker.


Was man noch wissen kann:

Klassich schneidet man kleine Rhabarberstücke statt die Stange so zu belassen: Der einzige Unterschied ist dass dadurch mehr Flüssigkeit verloren geht, aber geschmacklich habe ich kein Unterschied bemerkt. Für mich bleibt es die beste Form der Rhabarber-Tarte

Altbiereis in – wo sonst – Düsseldorf

Eben auf dem Markt am Carlsplatz entdeckt, direkt neben Törtchen Törtchen, also an der Hohen Straße, Ecke Benrather Straße. Getestet wird es von mir erst bei schönem Wetter. Ich muss gestehen, dass es nicht unbedingt die Geschmacksrichtung, auf die ich sehnsüchtig gewartet habe – Roseneis wäre mir viel lieber – aber ich bin mir sicher, dass es den Einen oder Anderen interessieren wird.