Seidentofu-Schokokuchen

Eigentlich backe ich selbst selten Schokoladenkuchen. Wenn ich Lust danach habe, bin ich immer bei diesem Geschäft fündig: Dort finde ich eine flache Schokotorte, die ziemlich intensiv nach Schokoladen schmeckt und nicht sehr süß ist. Mehrschichtige Schokokuchen von traditionelleren Geschäfte wie dieses oder dieses lassen mich eher kalt.

Als ich vor kurzem bei Fleur de Sel ein Schokokuchen entdeckt habe, dass noch stärker nach Schokolade schmecken sollte, kaum süß sei, und, außer dem Kakaobutter der Schokolade ganz ohne Fett gebacken wird, und nur wenig Mehl, habe ich es sofort umgesetzt. Fans von traditionelleren Kuchen werden unbedingt etwas süßes dazu haben – bei Fleur de Sel gab es eine Orangensauce, ein Crème Anglaise würde auch gut dazu passen, eine Kollegin meinte Schlagsahne wäre gut – aber ohne schmeckt es Schokoladenfans sehr gut, und es lässt sich leicht portioniert transportieren und zwischendurch im Büro essen...

Seidentofu-Schokokuchen (nach Fleur de Sel)

3 Eier
150g Bitterschokolade (70%)
25g Kakaopulver (bei mir nur 5g... mehr hatte ich nicht)
250g Seidentofu (nicht abgetropfter Tofu; es wäre zu trocken!)
50g Mandelpulver (hatte ich nicht; wurde durch 2 EL Haferflocken und 2 EL Amaranth-Pops ersetzt)
60g Zucker (Fleur de Sel hat den Kuchen ohne Zucker gemacht; ich habe nur 30g benutzt)
60g halb-Vollkornmehl (ich habe normales Mehl benutzt)
½ Tüte Backpulver (5g)
Nach Geschmack, Rhum, Vanille
Eine Prise Salz

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen.
Backofen auf 180°C vorheizen
Alle andere Zutaten zusammen mischen.
Die Schokolade dazu geben und erneut mischen.

Den Teig in eine mit Papier ausgelegten Kastenform geben und ca. 35 Minuten backen.

Erst nach Abkühlung servieren.


Was man dazu noch wissen kann:
Ich habe genau die selbe Sorte Seidentofu benutzt wie Fleur de Sel: eine aus dem Bio-Supermarkt mit Demeter-Siegel. Schmeckt auch in Würfel mit Soja-Sauce sehr gut (allerdings besser bei warmen Wetter...). In asiatischen Supermärkte steht meistens die englische Beschreibung auf der Verpackung, „Silken Tofu“.
Bei nächsten Mal benutze ich Walnüsse; und ein weiteres Mal zur Hälfte Kastanienmehl.
Wer nach japanischen Nachtisch-Rezepte auf deutsch sucht, wird bei Wagashi Maniac fündig und durch die Erklärungen einiges lernen. (Ich habe den Blog erst jetzt entdeckt und bin sehr begeistert.)