Marmitako

Marmitako, ein baskischer Thunfischeintopf, hatte ich bisher ein einziges Mal bei Bilbao gegessen, wenn ich nicht irre war es genau im Hafen von Portugalete, auf der Terrasse eines kleinen Restaurants direkt am Wasser, und es hatte mir sehr gut geschmeckt.
Schon seit längerem wollte ich es nachkochen, war mir aber nicht sicher, ob ich das Gericht fernab vom Hafen noch so gut finden würde, und das größere Problem war für mich auch, dass ich wie viele anderen komplett auf roten Thunfisch verzichte. Ich habe weißen Thunfisch genommen – den kann man leicht mit der MSC Zertifizierung finden, und habe es nur in größeren Stücke geschnitten, als ich roten Thunfisch schneiden würde, weil ich gefürchtet habe, dass es eine längere Kochzeit nicht so gut überstehen würde. Von einer sehr erfahrenen Fischesserin, und stets ehrlicher Meinungsgeberin, wurde mir auch versichert, dass es so sehr gut geschmeckt hat. 
 
Marmitako (frei nach einem Rezept aus „Connaitre la Cuisine basque“)

Für 3-4 Pers.
400g weißer Thunfisch
1 mittelgroßer Zwiebel
1 grüner Paprika, entkernt
1 roter Paprika, entkernt
½ roter Ramiro Paprika, entkernt
1 rote und eine orange Chilischote, entkernt
3 Tomaten, entkernt
1 Knoblauchzeh
3 Kartoffeln
Oliven-Öl
Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette
½ Flasche Weißwein (ein reiner Xarel-Lo von 2008, auf gut Glück)
Lorbeer

Thunfisch in kleine Stücke schneiden, sowie die Paprikas und Tomaten. Knoblauch und Zwiebel fein schneiden. Alles in Olivenöl dünsten, bis der Zwiebel sehr leicht Farbe annimmt.
 

Da ich davon ausgegangen bin, dass weißer Thunfisch weniger lange Kochzeiten als roter Thunfisch verträgt, habe ich den Fisch erst nach diese Phase dazu gegeben. Beim nächsten Mal werde ich den Fisch schon am Anfang mit andünsten.

Gewürfelte Kartoffeln, Salz, Pfeffer, Chili, Piment d'Espelette und Lorbeer hinzufügen. Mit dem - nach Geschmack vorher flambierten - Wein und ein Glas Wasser begießen. Bedeckt auf kleiner Flamme eine gute halbe Stunde kochen lassen.


Was man noch wissen kann:
Beim Reste-Essen habe ich Wasser hinzugefügt, und es hat noch intensiv genug geschmeckt: Das werde ich beim nächsten Mal von Anfang an tun, denn das Gericht sollte schon genügend Flüssigkeit beinhalten.
Es ist schwierig bis unmöglich, hier die Paprikasorten zu finden, die man Vorort findet: Ich hatte zufällig noch die Hälfte eines süssen Ramiro-Paprika, der mir meiner Meinung nach sehr gut dazu passt.
Mittlerweile habe ich ein anderes Rezept für Marmitako empfohlen bekommen. Bei Erfolg wird also bald ein weiteres Rezept dafür gepostet. Bei dem Wetter ist das Gericht eh sehr passend...

Kommentare:

tobias kocht! hat gesagt…

Sieht verlockend aus. Ich mag Eintopf Gerichte.

Freundin des guten Geschmacks hat gesagt…

Köstlich, erinnert mich auch an Nordportugal.

Maria hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Barbara hat gesagt…

suuper!!auf jeden fall werde ich das rezept mal ausprobieren. LG

kitchen roach/galley roach hat gesagt…

sieht sehr gut aus. Suppe/Eintopf -genau das richtige fuer diese Jahreszeit. Ob das wohl auch mit Heilbutt schmeckt?

Birgit hat gesagt…

Tolles Rezept ich gebe meine Vorrednern recht.Eintopf-Gerichte sind immer wieder Klassse. Ich freue mich werde es gleich morgen einmal ausprobieren

Véronique hat gesagt…

@Birgit: Ein zweites Marmitako-Rezept habe ich Anfang des Jahres gepostet. Da sind andere Tipps. Viel Spaß und Erfolg beim Nachkochen!