Johannesbrotsirup-Haselnuss Cake

Wie bei Vielen wurden meine Reisepläne in den letzten Wochen radikal verändert. Anstatt einige lang geplante Tage in Istanbul zu verbringen, die mir im letzten Sommer so gut gefallen hatte, dass ich sie wieder im Frühling sehen wollte, sind daraus Tage im Büro geworden, und viel Zeit, die umfangreichen Notizen wieder zu lesen, die ich diesmal ausnahmsweise gemacht hatte, unter anderem Dank Tipps von Cenk von Café Fernando. Die grünen Pflaumen und Mandeln werde ich ein anderes Mal probieren, aber der nächstgelegene türkische Supermarkt, den ich nur sehr selten besuche, weil ich meistens Bio und lokal einkaufe, hatte auch ein paar Überraschungen für mich parat. Darunter Johannisbrotsirup.

Die Verkäuferin konnte mir nur sagen, dass man es trinkt (Carob-Getränke kenne ich auch von Engländern), und dass es auch als Heilmittel benutzt wird, wogegen wisse sie aber nicht. (Oder wahrscheinlicher, wollte sie mir nicht sagen: Es ist ballaststoffreich, und hat potenziell andere interessante Wirkungen.)

Ein bisschen Googeln brachte nichts viel Einsatzmöglichkeiten aus der türkischen Küche, dafür aber ein Cake von einer französischen Bloggerin, der sich schnell machen lässt und wie von ihr versprochen vom Geschmack her an einer bekannten Haselnuss-Crème erinnert, sehr leicht schokoladig, und auch an Kaffee.



Johannisbrotsirup-Haselnuss Cake (nach Cake au sirop de caroube et noisettes von Cuisine et Couleurs)

200g Weizenmehl
4 Eier
120g Butter
150g Johannisbrotsirup
50g Zucker
150g Haselnusspulver
½ Tüte Backpulver

Backofen auf 180°C vorheizen.
Die Butter im Wasserbad schmelzen lassen.
Mehl und Backpulver zusammen mischen.
Zucker und Eier schlagen, dann die Butter, den Sirup und die Mehlmischung nach und nach dazu geben, anschließend der Haselnusspulver.



In eine Kastenform geben, und auf der mittleren Stufe vom Backofen 40 Minuten lang backen.
Kalt servieren.

Was mir noch eingefallen ist:
Mit Salzbutter (Beurre demi-sel) sollte es auch gut schmecken.
Als Begleitung zu Kaffee und Schokocrème sehr passend. Ich stelle mir auch vor, dass es mit einem Kompott von trockenen Pflaumen gut harmonieren sollte. Hat sonst jemand Erfahrung mit oder Ideen zu dem Produkt?

Kommentare:

mestolo hat gesagt…

Die Idee mit der Salzbutter finde ich am spannensten, es sieht doch wirklich eher aus wie Brot als Kuchen.

Véronique hat gesagt…

Ich habe auch festgestellt, dass Deutsche fast immer zuerst an Brot denken*, wenn sie ein Kuchen im Kastenform sehen (und noch mehr, wenn keine Schlagsahne in der Nähe zu finden ist:-) ). Alle, die diesen Cake gegessen haben können aber bestätigen, dass es wirklich ein Kuchen ist.
*Da man in Frankreich so gut wie kein Kastenbrot isst, kenne ich die Verwechslung nur aus Deutschland.

kekstester hat gesagt…

Also ich mag ja diese Brotkuchen, siehe auch hier http://www.kekstester.de/2010/01/es-muss-nicht-immer-keks-sein/ ! Drum könnte ich mir auch ein paar Schokoladenstücke darin vorstellen, oder aber Gewürze wie Zimt oder Ingwer?