RIP Maguro Sushi – Long Live the Bluefin!

Meine Meldung könnte wohl voreilig und überoptimistisch sein, aber es kursiert derzeit im Netz das Gerücht, dass Frankreich, die neben Spanien in Europa den Blauflossen Thunfisch fängt, heute Nachmittag im Umweltministerium ankündigen wird, dass sie sich für ein Handelsverbot, also Fangverbot durch französischen Fischereien (ca. 1.000 Personen Schiffe wären direkt betroffen, wenn ich richtig verstehe) entschieden hat.
Das wäre eine der besten politischen Entscheidungen, die ich seit längerem gehört habe.
Nachtrag: Na klar, so mutig wurde der kleine Nicolas wieder nicht, auch wenn es ein Schritt in die richtige Richtung ist. Erst in 18 Monate, nach zwei Fischfangsaisons, sollte der Verbot in Kraft treten. Wenn bis dahin die Lobbies der Fischer nicht etwas anderes erwirkt haben... Die AFP-Mitteilung (deutsch) ist da.

(Ja, ich habe auf diesem Blog ein Rezept mit rotem Thunfisch, das ich nur darauf lasse, damit man es in vielen Jahren, wenn der Fisch gerettet ist, wieder nachkochen kann.)

Kommentare:

kulinaria katastrophalia hat gesagt…

Nur wie wird unterschieden beim Fang zwischen den erlaubten und unerlaubten Fisch"sorten"?

Véronique hat gesagt…

Nur eine Vermutung: Da Thunfische sich in Schwärme bewegen, gesellen sie sich wahrscheinlich nur mit den "gleich-artigen". Ausserdem sollte man einen Schwarm befreien können, den man noch nicht gehievt hat: Die selbe Netze werden für das Schleppen von ganze Schwärme, die aus dem Meer genommen werden, in die "Farms", und dabei stirbt "nur" 10% des Fangs.

Flug hat gesagt…

Und wie will man kontrollieren, ob sich auch wirklich jeder an dieses Fangverbot hält?

Véronique hat gesagt…

Ich weiss nur, wie man bei Haut von geschütze Tiere handelt: Sobald ein Tierart bei dem CITES (http://www.cites.org/eng/disc/what.shtml ) eingetragen ist, kann er nur unter bestimmten Bedingungen gehandelt werden, oder eben gar nicht. Eine Tasche aus Alligator Mississipiensis aus einer genehmigten Quelle hat zum Beispiel eine eingenähte CITES-Fahne; ein neues Lederband aus geschützem Leder muss eine Fahne um die Schlaufe haben, die fest plombiert ist - und es gibt wirklich regelmässig Kontrollen bei den Händlern - wer diese Produkte exportiert oder importiert muss Beweise zeigen, dass diese vom CITES autorisiert sind (die CITES-Fahne; bei Fisch vielleicht ein Begleit-Dokument?). Wenn Roter Thunfisch, der bei der mediterrane Sorte zum 75% nach Japan exportiert wird, ohne entsprechendes Erlaubnis verschifft wird, wird es vom Zoll beschlagnahmt, und die Strafen werden vermutlich nicht milde sein.