Poires Belle Hélène

Schöne Birne gibt es derzeit, und mehr brauchte ich nicht, um mich an diese französische Kult-Werbung zu erinnern:






Aber der Anblick reichte nicht, echte „Birne Hélène“ sollten auf meinem Tisch. Birnen aus der Dose wollte ich nicht, und nach Überprüfung von vier Rezepte, habe ich mich für das einfachste entschieden, aus dem Larousse des desserts.

Blick durch mein Küchenfenster, zwar mitten in der Stadt aber mit viel Himmelblick :-).

Das Vanille-Eis habe ich gekauft (ja, die Gewinnersorte). Dessert-Schokolade ist in Deutschland nicht wirklich bekannt, dafür gibt es in Frankreich in jedem Supermarkt unterschiedliche Ausführungen (Beispiele hier), und ich kann mit der lokalen Auswahl mittlerweile sehr gut leben. Williams-Birnen kamen dazu, und so konnte ich folgendes Rezept nachkochen:

Poire Hélène (nach dem Larousse des Desserts)

Für 6 Pers.:

1 Liter Vanilleeis (meiner Meinung nach nur ein paar Löffel pro Person)

250g Zucker (bei mir 180 weiss, 70g Tate & Lyle Light Brown Sugar)
50cl Wasser
6 schöne Williams-Birnen

6cl Wasser
125g dunkle Schokolade (ich habe 30g pro Birne benutzt)
60g Crème Double

Optional: Kandierte Veilchen

Wasser und Zucker zum kochen bringen, um den Sirup zu vorbereiten.
Die Birnen schälen, und dabei den Schweif belassen. 20 bis 30 Minuten in dem Sirup kochen.
Wenn die Birnen „zart“ sind, vorsichtig abtropfen lassen und kühl stellen.
Kurz vor dem Servieren 6cl Wasser zum kochen bringen, auf die gebrochene Schokolade geben, am besten über ein Wasserbad, und mit der Crème Double zu eine Sauce mischen.
Das Vanille-Eis in Schälchen verteilen, die gekühlten Birnen darauf hinstellen, und mit der heißen Sauce begießen.
Sofort servieren.



Was man noch wissen kann:
Wer Schokolade mit Birnen mag, kann diese Konfitüre in größeren Mengen vorbereiten.
Im Original Rezept von Escoffier kommen kandierte Veilchen darauf. Und kandierte Veilchen hatte ich auf dem Frankreich-Fest in Düsseldorf gekauft. Neben Cassoulet, eine Saucisse und Claude Nougaro sind kandierte Veilchen tatsächlich eine bekannte Spezialität aus Toulouse, die als Partnerstadt von Düsseldorf, Vertreter auf dem Markt hatte.

Ein bisschen Nougaro als Digestif:



















Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

in was unterscheidet sich denn eine Dessert-Schokolade von einer normalen Schokolade ?

Bolli's Kitchen hat gesagt…

komischerweise mochte ich das noch, zuviel chocolat!

Flo Bretzel hat gesagt…

Oh cette pub, je l'adorais!

Véronique hat gesagt…

@lamiacucina: Ehrlich gesagt, glaube ich, dass Dessert-Schokolade minderwertiger und billiger ist als Standard Schokolade. Deswegen fehlt es mir nicht. :-) Das gibt es aber auch in Englisch-sprachigen Ländern, als "cooking chocolate". Komischerweise scheint aber Chocolat Patissier einer der Lieblingsmitbringseln für im Ausland lebenden Französinen zu sein (siehe da: http://tetellita.blogspot.com/2009/10/dix-choses.html ). Ich melde mich hier, wenn ich etwas neues dazu weiss.

@Bolli: Zuviel chocolat ist es nicht, da es sehr viel Birne ist. :-)

@Flo: On devait être nombreux. :-)

Jean at The Delightful Repast hat gesagt…

You prepared this beautifully! Unfortunately, I don't know more than a few words of German; but at least those are food words!