Folgende Tarte ist eine Spezialität aus Lyon, in der ein Hauptzutaten vorkommt, den man so weit ich weiß nur in Frankreich findet, und dort auch nicht überall.Pralines roses sind Mandeln mit rosa-gefärbtem Zucker ummantelt. Sie werden als ganze Pralines verkauft, um sie dann in Brioches de Saint-Genix zu benutzen, oder auch bereits gebrochen, für die sehr beliebte Tarte. In Paris findet man die Pralines bei G.Detou; in Lyon zum Beispiel bei Bahadourian in Les Halles, nicht weit von der Gare de la Part-Dieu, und in der Savoie sollte man sie auch relativ leicht finden. Für diejenigen, die mal Richtung Südfrankreich mit dem TGV fahren, und in Lyon Part-Dieu umsteigen, lohnt es sich, deswegen eine richtige Pause einzulegen: Les Halles ist der Ort, wo Köche wie Bocuse (na ja, in seinem Alter wohl nicht mehr, aber anderen schon) täglich einkaufen. Und ganze Pralines kann man auch in dem Bahnhof selbst kaufen.Das Rezept habe ich aus dem schönen - nicht nur optisch - Blog Epices et Compagnie entnommen.
Tarte aux pralines roses (nach Epices et Compagnie)
Mürbeteig:
200g Mehl
100g Butter
½ TL Salz
5cl kaltes Wasser
Füllung:
300g Pralines roses (am besten Bruch, ansonsten mit einem Hammer oder Mörser zerkleinern)
300g dickflüssige Crème Fraiche
Den Mürbeteig vorbereiten, und zur Seite legen, eventuell eine Stunde im Kühlschrank.
Den Backofen vorheizen, auf 180°C.
Die Crème Fraîche und den Bruch von Pralines roses in einen Topf geben, und langsame erhitzen, bis die Zucker sich aufgelöst hat. Dann 15 Minuten reduzieren lassen, und dabei ab und an umrühren. Die Mischung wird leicht dickflüssiger.
In der Zwischenzeit der Mürbeteig in einer Tarte-Form 10 Minuten blindbacken.
Die rosa-farbene Mischung darin geben, und 15 Minuten backen.
Kalt werden lassen, und anschließend ins Kühlschrank stellen.
30 Minuten vor dem Verzehr herausnehmen.
Was man noch wissen sollte:
Entgegen der Erwartungen ist diese Tarte ein eher leichtes Dessert. Das wurde mehrmals bestätigt, ist also mehr als meine subjektive Meinung, im Ernst.
Außerdem sorgt ihre ungewöhnliche Farbe leicht für Begeisterung, und das bei, sobald man die Pralines hat, wenig Aufwand.
9 commentaires:
eine interessante Idee. Die Pralines roses gabs hier früher auch auf Herbstmärkten.
Aus dem Rhythmus gekommen? Könnte man so sagen, klingt sehr lecker!
Ulrike @Küchenlatein
lecker, lecker....und obwohl es ja für mich eher einfacher ist, an die pralinés zu kommen, denke ich nie dran....verbinde ich immer mit Lyon und esse ich auch nur da, aber Deine Tarte....divine!
@lamiacucina: wahrscheinlich sind sie von der Savoie in die Schweiz order aus der Schweiz in die Savoie gereist...
@Ulrike: aber essen wird noch sehr reglemässig. :-)
@Bolli: weil ich mittlerweile zu selten und zu kurz da bin, musste ich sie hier holen.
Zu Hochzeiten gibt es manchmal Mandeln mit Zuckerguss, müsste eigentlich das Gleiche sein?
Von den Pralines roses habe ich noch vom letzten Jahr aus Paris. Da muss ich doch gleich mal auf das Verbrauchsdatum schauen. Der Kuchen klingt einfach und sieht lecker aus!
Wird nachgebacken!
@kuka: Dragées (die gibt es in Frankreich bei Taufen, Kummunion und Hochzeiten) sind für mich anders, aber vielleicht hast Du nicht unrecht.
@Ursula: Was hast Du bis dahin damit gebacken?
J'adore!
Ma version préférée : pâte fine et beaucoup beaucoup de garniture. Très bon été à toi.
Sieht auf jeden Fall lecker aus!
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