Tarte aux pralines roses

Ich bin leicht – ahem - aus dem Rhythmus gekommen, und dabei wollte ich dieses Rezept bereits für das Mandel-Event und dann für das Jubiläum von Kochtopf posten. Nachträglich, also wirklich spät, alles Gute zum 4. Geblogstag und vielen Dank für deinen Einsatz, Zorra, denn ohne Dich wäre die deutschsprachige Kochblogosphäre wirklich um vieles ärmer.

Folgende Tarte ist eine Spezialität aus Lyon, in der ein Hauptzutaten vorkommt, den man so weit ich weiß nur in Frankreich findet, und dort auch nicht überall.Pralines roses sind Mandeln mit rosa-gefärbtem Zucker ummantelt. Sie werden als ganze Pralines verkauft, um sie dann in Brioches de Saint-Genix zu benutzen, oder auch bereits gebrochen, für die sehr beliebte Tarte. In Paris findet man die Pralines bei G.Detou; in Lyon zum Beispiel bei Bahadourian in Les Halles, nicht weit von der Gare de la Part-Dieu, und in der Savoie sollte man sie auch relativ leicht finden. Für diejenigen, die mal Richtung Südfrankreich mit dem TGV fahren, und in Lyon Part-Dieu umsteigen, lohnt es sich, deswegen eine richtige Pause einzulegen: Les Halles ist der Ort, wo Köche wie Bocuse (na ja, in seinem Alter wohl nicht mehr, aber anderen schon) täglich einkaufen. Und ganze Pralines kann man auch in dem Bahnhof selbst kaufen.Das Rezept habe ich aus dem schönen - nicht nur optisch - Blog Epices et Compagnie entnommen.


Tarte aux pralines roses (nach Epices et Compagnie)

Mürbeteig:
200g Mehl
100g Butter
½ TL Salz
5cl kaltes Wasser

Füllung:
300g Pralines roses (am besten Bruch, ansonsten mit einem Hammer oder Mörser zerkleinern)
300g dickflüssige Crème Fraiche

Den Mürbeteig vorbereiten, und zur Seite legen, eventuell eine Stunde im Kühlschrank.
Den Backofen vorheizen, auf 180°C.
Die Crème Fraîche und den Bruch von Pralines roses in einen Topf geben, und langsame erhitzen, bis die Zucker sich aufgelöst hat. Dann 15 Minuten reduzieren lassen, und dabei ab und an umrühren. Die Mischung wird leicht dickflüssiger.


In der Zwischenzeit der Mürbeteig in einer Tarte-Form 10 Minuten blindbacken.
Die rosa-farbene Mischung darin geben, und 15 Minuten backen.
Kalt werden lassen, und anschließend ins Kühlschrank stellen.
30 Minuten vor dem Verzehr herausnehmen.



Was man noch wissen sollte:
Entgegen der Erwartungen ist diese Tarte ein eher leichtes Dessert. Das wurde mehrmals bestätigt, ist also mehr als meine subjektive Meinung, im Ernst.






Außerdem sorgt ihre ungewöhnliche Farbe leicht für Begeisterung, und das bei, sobald man die Pralines hat, wenig Aufwand.

Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

eine interessante Idee. Die Pralines roses gabs hier früher auch auf Herbstmärkten.

ostwestwind hat gesagt…

Aus dem Rhythmus gekommen? Könnte man so sagen, klingt sehr lecker!

Ulrike @Küchenlatein

Bolli's Kitchen hat gesagt…

lecker, lecker....und obwohl es ja für mich eher einfacher ist, an die pralinés zu kommen, denke ich nie dran....verbinde ich immer mit Lyon und esse ich auch nur da, aber Deine Tarte....divine!

Véronique hat gesagt…

@lamiacucina: wahrscheinlich sind sie von der Savoie in die Schweiz order aus der Schweiz in die Savoie gereist...
@Ulrike: aber essen wird noch sehr reglemässig. :-)
@Bolli: weil ich mittlerweile zu selten und zu kurz da bin, musste ich sie hier holen.

kulinaria katastrophalia hat gesagt…

Zu Hochzeiten gibt es manchmal Mandeln mit Zuckerguss, müsste eigentlich das Gleiche sein?

Ursula hat gesagt…

Von den Pralines roses habe ich noch vom letzten Jahr aus Paris. Da muss ich doch gleich mal auf das Verbrauchsdatum schauen. Der Kuchen klingt einfach und sieht lecker aus!
Wird nachgebacken!

Véronique hat gesagt…

@kuka: Dragées (die gibt es in Frankreich bei Taufen, Kummunion und Hochzeiten) sind für mich anders, aber vielleicht hast Du nicht unrecht.

@Ursula: Was hast Du bis dahin damit gebacken?

Flo Bretzel hat gesagt…

J'adore!
Ma version préférée : pâte fine et beaucoup beaucoup de garniture. Très bon été à toi.

Tina hat gesagt…

Sieht auf jeden Fall lecker aus!

Wolf hat gesagt…

Selber gemacht gab es diese Tarte wieder zu Weihnachten.
Lecker dazu schmeckt Vanillesoße, natürlich auch home made