Marillenknödel à la Bolli

Bis gestern hatte ich noch nie Marillenknödel gesehen - wahrscheinlich verbringe ich doch nicht genug Zeit auf Kochblogs - und noch weniger welche gegessen. Heute Abend ist es schon ganz anders, denn nachdem ich gestern die Anleitungen bei Bolli's Kitchen entdeckt habe, wie immer klar und einfach, bin ich zum Markt gegangen, habe dort sechs Aprikosen ausgesucht, alle gleich groß und gleich reif, und habe bei der nächsten Gelegenheit das Rezept probiert. Eben. Ich habe für sechs nicht wirklich kleine Aprikosen das Rezept halbiert. Ansonsten, einzige Änderungen: Statt Vanille kam bei mir Macha in den Teig; Ich habe japanische Semmelbrösel ("Panko" = wortwörtlich Brotmehl) aus der Tüte benutzt

und vermutlich mehr karamelisiert, und die Entkernung habe ich auch japanisiert, mit Kochstäbchen.

Das klappte auch wunderbar. Die Zuckerwürfel habe ich im hausgemachten Eau de Vie meines Vaters getunkt, auch eine hervorragende Idee. Die Vorbereitung fand ich wirklich nicht schwierig: Danke an Katia und ihre österreichischen Freunden für die Erklärungen.

Hoffentlich werden sich mehr daran trauen, denn es lohnt sich wirklich.

Kommentare:

Bolli's Kitchen hat gesagt…

der Teig ist doch wirklich klebrig, wenn man den Kniff mit den nassen Händen nicht weiss, oder?

Prima! Gefällt mir gut, die japonisierte Variante!!!!

Véronique hat gesagt…

Ja: Alles ist in deinem Posting. :-) Den Trick mit dem Wasser kenne ich schon aus den Griesknödel, aber ich hätte nicht unbedingt spontan daran gedacht. Ich arbeite schon an eine japanischere Version. Vielleicht demnächst hier...

Chefkoch Andy hat gesagt…

...sehen doch wirklich gelungen aus! Tolle Knödel!

rosa hat gesagt…

Schaut köööstlich aus! Genau so einen hätte ich jetzt gerne als zweites Frühstück :)
Hast Du eigentlich (wollt ich schon länger mal fragen) irgendeine besondere Japan-Verbindung? Du benutzt immer so viele japanische Zutaten, das find ich sehr inspirierend :)

Véronique hat gesagt…

@Rosa: Düsseldorf ist Schuld: In der Stadt leben sehr viele Japaner und ich kann sehr leicht zu den Zutaten kommen. Ich habe sehr gute japanische Freunden, inklusiv eine Spitzen-
Amateurköchin, spreche und lese ein bisschen die Sprache, und habe fast immer in japanischen Firmen gearbeitet. In Japan habe ich auch Urlaub gemacht, und es wäre langsam Zeit, das ich wieder hingehe. :-)
Auf französich findet man Kochideen mit japanischen Zutaten auf http://www.cleacuisine.fr/

Véronique hat gesagt…

Fusion-Kuchen aus der Stadt für noch mehr Inspiration ;-): http://www.brickny.com/caked.html

Johannes hat gesagt…

Wirklich ganz SUPER gemacht, Kompliment!

jultchik hat gesagt…

Die Knödel sind sehr gut gelungen!
Und die Idee mit "japanisieren" finde ich klasse!

Kirsten hat gesagt…

Ja, jetzt kommen sie wieder auf den Tisch: die Marillen-, Aprikosen- und Zwetschgenknödel, die ich so liebe. Super lecker!