
Almost the same procedure as every year

Jambalaya
2 Hähnchenschenkel
1 große Hähnchenbrust
1 TL Pimentón de la Vera
3 EL Olivenöl
1 große Zwiebel, gewürfelt
1 grüner Paprika, gewürfelt
2 Selleriestangen, klein geschnitten
2 Knoblauchzehe, dünn geschnitten
1 Räuchermettwurst in Scheiben
1 große Dose Tomaten (ganz)
½ Liter Hühnerbrühe
1 Tasse (1/4 L.) Langkornreis (ich habe es mit Rotkornreis aus der Camargue gemischt)
2 TL Thymian
1 ½ TL Salz (habe Räuchersalz benutzt, aber weniger)
¼ TL schwarzer Pfeffer
¼ TL Tabasco
Habe ich schon erwähnt, dass es besonders gut riecht? Und noch besser: Geschmeckt hast es auch. Wer mich nachahmen will und in Düsseldorf einkauft: Dieser Pimentón de la Vera habe ich am Carlsplatz in Düsseldorf gekauft.
Wer so was mag, wird sich bestimmt auch für das heute dokumentierte Gumbo-Rezept bei Küchenlatein interessieren.
Terrine au chocolat et à la crème de marrons
Da derzeit Ein Garten-Blogevent zum Thema Maronen läuft, ist dies mein Beitrag.
Terrine au chocolat et à la crème de marrons (nach Cleas Rezept)
Für 6 Pers.
370g Maronencrème
80g Schokolade
¼ Liter Sojamilch
2g Agar-agar (1 TL)
2 Löffelbiscuits (optional)
Orangenblütenwasser (optional)
Die Schokolade in Stücke brechen, und in einem Topf mit der Milch und den Agar-Agar langsam zum kochen bringen. Nur eine Minute kochen lassen: Es reicht, um den Agar-Agar zu aktivieren.
Die Crème de Marrons in eine Schüssel geben, und mit der Milchschokolade mischen. Dann in die gewünschte Form geben, die vorher, oder auch nicht, mit Folie bezogen würde: Ich habe eine längliche Form gewählt, weil sie näher an die Bûche de Noël ist., und habe in der Mitte der Schokomaronencrème zwei Löffelbiscuits versteckt, die vorher etwas Orangenblütenwasser aufgesaugt hatten. Mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
Serviert habe ich es mit Granatapfelkörner.
Was man noch wissen kann:
Clea benutzt eine ungezuckerte Maronenpuree und serviert die Terrine mit einer Vanille-Sahne (pflanzlich) Sauce. Ich finde aber Obst auch sehr passend.
Goya Chanpuru, oder das Gericht, womit Hundertjährige gemacht werden, vielleicht
Denn: Die Okinawa Diät ist seit Jahren in manchen Ländern ein großes Thema: Frankreich ist da ganz vorne, wenn ich an die Anzahl der Bücher denke, die dazu geschrieben werden, oder auf dem in letzter Minute noch „régime Okinawa“ geklebt wird, in der Hoffnung, irgendein japanisches Kochbuch besser verkaufen zu können. Der Grund? Der Insel produziert sehr viel Hundertjährige (aber noch keine Berühmten), was besonders auf die leichte Kost zurückzuführen ist, die dort gegessen wird, und insbesondere der regelmäßige Konsum vom sehr bitteren Goya. Erst vor kurzem habe ich endlich letzteres entdeckt, und zwar in der Tiefkühltruhe eines chinesischen Supermarkts. Aus dem Chinesischen übersetzt heißt es bittere Melone.
Ein klassisches Gericht, das die Okinawa Einwohner mit Goya kochen, ist Goya Chanpuru. Ich habe das Rezept da gefunden, und kaum etwas geändert.
Goya Chanpuru (nach einem Rezept von about.com, leicht geändert)
Für 4 kleine Portionen, wenn andere Gerichte serviert werden, oder zwei Portionen (mit Reis)
1 Block Tofu, fest
80g dünn geschnittenes Schweinefleisch (Shabu-Shabu Fleisch, wenn Ihr Metzger das kennt)
1-2 EL Soya Sauce
1-2 EL Sake (Reiswein)
½ TL Salz
2 EL neutrales Öl
2 Eier
Der Tofu zwischen zwei flache Teller oder zwei Schneidebretter stellen, um vom Flüssigkeit zu befreien.
Ein Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen. Das Schweinefleisch, in mundgerechte Stücke geschnitten, darin sautieren. Salzen. Tofuwürfel dazu geben, und weiter sautieren, bis es ganz leicht Farbe nimmt. In einem Schüssel zur Seite stellen.
Den zweiten EL Öl in derselben Pfanne erhitzen, und die Gurken darin scharf anbraten. Fleisch und Tofu dazu geben, und kurz weiter kochen. Soy Sauce und Sake dazu geben, dann zwei geschlagene Eier, unter ständigem Rühren. Wenn die Eiermasse gar ist, aber noch nicht trocken, vom Herd nehmen, und servieren, eventuell auf Reis.
Was man noch wissen kann:
Sehr bitter ist die Gurke schon, und man ahnt beim Essen, dass sie gesund ist… aber das Gericht schmeckt gar nicht schlecht, anders als der Kommentator vom Originalrezept meint. Für meinen Geschmack sollen alle Zutaten unbedingt leicht angebraten werden, und Sake und Soya Sauce sollen schon nach Geschmack hinzugefügt werden. Ich würde es nicht als Hauptgericht bei Nichtahnenden servieren, aber als kleines Nebengericht bei Neugierigen schon, und ich werde es bestimmt für mich wieder kochen.
* Manoel de Oliveiras Filme gibt es in Deutschland nicht auf DVD, wie ich später festgestellt habe, und so musste ich mein Hundertjähriges Konzeptabend kurzfristig abändern, aber zum Glück gibt es neulich mehr oder weniger aktive Hundertjährige (und über) wie Sand am Meer, und so wurde das Gericht mit zum Konzept passendem Musik gegessen, ein bisschen schräg, aber durchaus genießbar. Es ist mir nicht bekannt, ob diese Herren - Frauen gibt es anscheinend nicht, leider hat diese den Termin platzen lassen - regelmäßig Goya essen. Ich spüre aber ein neues Forschungsfeld, und demnächst eine Reihe von Büchern zu den "régimes artistico-intellectuels".
Orangenfenchel
Orangenfenchel (nach Sarah Wiener / SZ)
Pro Person 1 reife Bio-Orange, geschält und theoretisch von der weißen Haut befreit, in ca. 1 cm dicke Scheiben
Fenchelknolle, fein gehobelt
Fenchelsamen
Tapenade (oder Crema di Olive)
Salz
Olivenöl

Mit den Fenchelscheiben auftürmen. Auf der letzten Orangenscheibe einen EL Olivenpaste geben, und ein bisschen Fenchelgrün. Kühl servieren, am besten, wenn man zu lang vor dem glühenden Kamin geblieben ist.
Was man noch wissen könnte:
Für 6 Pers.
6 Rosa Grapefruit, geschält, inklusive dünnes weißes Haut, in vier Scheiben geschnitten
250g schwarze, entkernte Oliven
Fenchelsamen
2 TL Kapern
1/2 Knoblauchzeh
6 Sardellenfilets
Olivenöl
Gâteau Moka à la cardamome
24 Thé-Kekse
1 Ei
7 TL Zucker
60g Butter
1 große Tasse Kaffee, sehr stark und gekühlt, oder höchstens nur lauwarm
Kardamom (siehe unten)

Die Kekse kurz in den Kaffee legen. Sie dürfen nicht vollgesaugt sein, aber auch nicht ganz trocken bleiben. Mit ein bisschen Erfahrung weiß man, wie die richtige Dosis aussieht. Auf einem eckigen Teller vier Kaffee-Kekse in einem Viereck legen, mit Buttercrème bestreichen, und weiter schichten, bis alle Kekse verbraucht sind. Ich ende lieber den Kuchen mit einer Schicht Kekse, aber es ist frei überlassen. Die Seiten glätten, und mindestens zwei Stunden, aber viel besser eine Nacht, kühlen lassen. In Scheibe schneiden und am Besten zu Kaffee servieren.

Was man wissen sollte:
"Thé" Kekse beinhalten über 60% Mehl, pflanzliches Fett, Zucker, Milchpulver, Eier und nicht viel mehr. Mit Butterkekse wäre der Moka glaube ich zu reich (und es würde das gewisse etwas fehlen, das die meisten Franzosen seit ihrer Kindheit kennen); über Versuche mit Alternativkekse würde ich gerne lesen.













