Jegliche Ähnlichkeit mit einem...

französischen Monarch ist rein zufällig.


Essbare Voodoo-Puppe - Poupée vaudou comestible

Für eine Puppe:
1 Weckmann
Mikan Pocky (japanische Mikado mit Mandarinen/weißer Schokolade Überzug) für die Absätze und das Zepter

Namacha Choco Sticks (Grüntee Schoko-Kekse Stäbchen) für das Ding, das das unkontrollierte Schulterzucken hervorruft, und das Baguette unter dem Arm
Chocolate Pocky für die Zigarre


Montieren, ausstellen, und essen.

Was mir jetzt noch eingefallen ist:
Man kann damit auch spielen.

Koreanisches Bibimbap im Reiskocher

In der Nähe meines Büros gibt es drei japanische Buchhandlungen, darunter eine, die auch Lebensmittel anbietet, neben Kochbücher. Unter diesen habe ich vor kurzem zwei Bücher entdeckt, die sich ausschließlich mit Reiskochergerichte beschäftigen (ein sogar nur mit Süßem aus dem Reiskocher, so vielseitig scheint das Gerät zu sein). Da mein japanisch fürs Rezepte bis ins Details lesen nicht ausreicht, obwohl ich an dieser Stelle japanische Kochbücher und Kochzeitschriften dafür loben sollte, dass sie es mit der vielen Illustrationen schon leichter machen, das Prinzip eines Rezept zu verstehen, auch wenn man die Sprache nicht kennt, habe ich beschlossen, im Internet nach Rezepte für Reiskochergerichte zu suchen, die ich ohne viel Mühe verstehen und umsetzen kann. Prompt habe ich genau zu diesem Thema einen Artikel vom 1. Oktober 2008 von der New York Times gefunden, und als Rezeptvorschlag etwas entdeckt, dass ich schon mal im koreanischen Restaurant gegessen habe: Bibimbap, ein Reisgericht in dem Gemüse, ein bisschen Rindfleisch und Ei untermischt werden, das manchmal im heißen Steinschüssel serviert wird. In dem Rezept vom NYT ist die Vorbereitung vereinfacht, und ich habe es außerdem europäisiert und improvisiert, in dem ich ein paar Zutaten weggelassen (Lachs und Spinat) und andere ersetzt habe. Das ist leckeres, einfaches Comfort Food, und wirklich leicht – bestimmt auch ohne Reiskocher – nachzukochen.

Koreanisches Bibimbap im Reiskocher (nach einem Rezept von der New York Times)

Für 3 Portionen (für die „Originalbesetzung“, siehe das Rezept in NYT) :

1,5 Tassen Reis
1 Spitzpaprika
3 gute EL Sauerkraut
Piment d’Espelette
2 Eier
Schnittlauch
Sesam

Erdnussöl
Salz, Pfeffer

Reis nach dem Reiskocheranleitungen kochen. Wenn der Kocher auf warm halten umschaltet, Paprika in Streifen, Sauerkraut, etwas Salz und Pfeffer und Chilipulver hinfügen, und unter den Reis vermengen, ohne zu vergessen, die untere Schicht vom Boden zu heben und mit dem Rest zusammen zu mischen. Die Oberfläche glätten.

Ein bisschen Öl auf die Oberfläche verteilen, und zwei Eier darauf aufschlagen.

Decken, und den Kocher fünf Minuten lang auf kochen statt warm halten stellen: Das Eiweiß sollte durch sein, das Eigelb noch flüssig.


Den Inhalt des Reiskochers kräftig umrühren, und dabei wieder die untere Schicht einbeziehen. Sofort servieren: Jeder kann mit Schnittlauch, Sesam, Öl, und auch Reisessig und Chili bzw. Chilipaste beliebig nachwürzen.

Drei Tage später habe ich in einem koreanischen Supermarkt auf der Immermannstrasse eine Convenience Paket zu Vorbereitung von Bibimbap gefunden, und das musste ich testen. Gekocht habe ich wie oben. Statt Sauerkraut habe ich den mittlerweile Kimchi (scharf eingelegter Kohl) hinzugefügt, sowie das Gemüse mit dem Rindfleisch. Zwei Eier habe ich auch darauf gekocht, und die nicht mal so scharfe Chilipaste benutzt, um zu würzen, sowie Sesam und Schnittlauch (und ein bisschen Piment d’Espelette für Extra Schärfe). Aus einer Gemüsemischung, 2 Tassen Reis und zwei Eier habe ich 4 Portionen gemacht.


Was mir aufgefallen ist:
Das einzig nicht so leicht ist das Ei zu kochen. Bei mir wird das Eigelb beinah gleich schnell wie das Eiweiß gar. Ich muss weiter üben, oder mich damit abfinden.
Diese Art von Kochen ist ziemlich unterhaltsam: Ich werde nach anderen Reiskochtopfrezepte suchen. Vielleicht sogar mein Japanisch dafür auffrischen.

Tarte Chèvre-Choucroute

Der Termin für das Tarte, Quiches & Co. Blog-Event nähert sich bedrohlich an, und ich hatte bis vor wenigen Stunden nichts parat, obwohl ich gerne Tartes und Quiches mache und esse. Aber was soll’s, es geht auch blitzschnell: Ein Blick im Kühlschrank, in den Regalen, oder vielleicht im Supermarkt reicht für die Inspiration, und kurz danach wird man mit einem leckeren Abendessen oder Snack belohnt.
Für so eine schnelle Tarte habe ich bei den Hauptzutaten zu einen fertigen Blätterteig gegriffen, aus dem Kühl- aber nicht Tiefkühlregal des Supermarkt, zu vakuumverpackten Sauerkraut und einen frischen Ziegenkäse. (Ihr wisst bestimmt, welchen ich meine, wenn ich sage, dass seine Verpackung die Form einer Pyramide hat.) Und nicht viel mehr habe ich gebraucht um diese Ziegenkäse-Sauerkraut Tarte zu backen.

Tarte Chèvre-Choucroute

Für 6-8 Portionen
1 Blätterteig (ca. 300g)
1 Ziegenfrischkäse
300g Sauerkraut
1 Spitzpaprika, rot
½ Fenchelknolle
2 Schalotten oder eine kleine Zwiebel
Thymian
Piment d’Espelette
Salz, Pfeffer

Olivenöl

Backofen auf 200°C vorheizen.

In einer Pfanne das Öl erhitzen, und die gehackten Schalotten zusammen mit dem Fenchel und dem Paprika, beide in Streifen geschnitten, anbraten. Wenn das Gemüse weicher ist, das Sauerkraut dazu geben, je nach Geschmack leicht abgetropft oder nicht, und so lange erhitzen und ab und rühren, bis kein Wasser auf dem Boden der Pfanne ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Blätterteig auf einem Backblech ausbreiten, und mit dem Ziegenfrischkäse bestreichen. Thymian und Piment d’Espelette darauf verteilen, dann die Gemüsemasse. In den Backofen schieben, und ca. 25 Minuten backen. Warm oder kalt essen.

Was mir aufgefallen ist:

Wer es nicht so sauer mag, ersetzt ein Teil des Sauerkrauts durch dünn geschnittene Zwiebeln, oder mehr Paprika.

Houmous de céleri-rave, pesto blanc de gingembre et cacahouètes pilées

Neulich habe ich in der französischen Zeitschrift Psychologies (zwar eine Zeitschrift, die sich psychologischen Themen widmet, aber auch eine klassische Frauenzeitschrift) Rezepte von Alain Passard entdeckt, die mir sowohl durch den Hauptzutaten (Gemüse, Gemüse, und noch mal Gemüse) als auch durch den interessanten Kombinationen gefallen haben. Alain Passard ist in Deutschland vermutlich nicht sehr bekannt, dafür ist er in Frankreich berühmt, Dank seinem 3 Sterne Restaurant, in dem vor allem Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten südlich von Paris vorbereitet werden. Ich habe es leider versäumt – Ihr habt wahrscheinlich bemerkt, dass ich in letzter Zeit nicht viel zu bloggen gekommen bin – rechtzeitig das Rezept mit frischen Blaubeeren und Rotkohl nachzukochen, das ich vor ein oder zwei Monate gelesen hatte, aber jetzt bin ich dazu gekommen, aus der neuesten Ausgabe einen „Knollensellerie-Hummus mit weißem Ingwer-Pesto und zerstoßenen Erdnüsse“ zu vorbereiten, der sehr gut angekommen ist.

Houmous de céleri-rave, pesto blanc de gingembre et cacahouètes pilées (nach Psychologies Nr. 278)

Für 4 Pers.

1 großer Knollensellerie
1 Ingwerwurzel
½ Liter Vollmilch
40g Salzbutter
4 „La Ratte“ Kartoffeln
1 EL geriebene Parmesan
Erdnussöl, Sesamöl
Fleur de sel, Pfeffer
Zerstoßene Erdnüsse


Sellerieknolle waschen, schälen und in großen Stücken schneiden.
Die Selleriestücke in einem Topf mit der Milch 30 bis 40 Minuten auf niedriger Flamme kochen.
Die Selleriestücke abtropfen, und zusammen mit der Salzbutter mit dem Stabmixer pürieren. Zur Seite stellen.
Für den Pesto: die Kartoffeln kochen, kalt werden lassen, schälen, und mit dem Parmesan mixen.

Den Ingwer schälen und reiben. Nach und nach zu der Kartoffelmischung geben, je nach Geschmack. Mit dem Erdnussöl zu einer Art Mayonnaise mixen. Salzen und pfeffern.
In jedem Teller den Sellerie Houmous verteilen, in der Mitte den Pesto geben, um den Pesto herum die Erdnüsse und ein dünner Strahlen Sesamöl geben.
Servieren.

Was mir aufgefallen ist:
Verdienen dieser "Hummus" den Namen "Hummus" und der Pesto den Namen Pesto? Ich bin mir nicht sicher, aber ich kann aus anderen Entdeckungen in der französischen Presse schon sagen, dass "Hummusse" aus allem möglichen außer Kichererbsen derzeit ziemlich angesagt sind. Dagegen habe ich nichts einzuwenden.
Die „La Ratte“ Kartoffeln sind klein, also sollten nicht zuviel Kartoffeln gekocht werden, da der Pesto eher leicht weich und würzig sein sollte, als zu Kartoffelpüree-artig (wie auf dem Bild...).
Mir ist wieder aufgefallen, dass Erdnussöl in Deutschland relativ teuer ist, was mich immer wieder wundert, denn es ist für viele in Frankreich ein banales, allttägliches Öl. Internet gibt mir ein Mindestpreis von ca. 2 € / Liter in Frankreich, während 2 € eher der Mindestpreis für ein Viertelliter in Deutschland ist.

(Wieder)vereinigung

Um den heutigen Tag zu zelebrieren, haben die Knödels ausgemacht, etwas zum Thema (Wieder)vereinigung zu machen, wobei es eher um deutsch-französische kulinarische Vereinigung angeht. Zumindest die, die es im Moment schaffen - manchmal trotz frisch gebackenen Säugling zu Hause, Hut ab! - regelmässig zu bloggen. Die Liste der Knödel-Blogs findet Ihr links auf meinem Blog, und ich sehe, dass auf dem ersten davon, Bretzel et Café Crème, schon etwas interessantes gepostet wurde, sowie auch schon bei Bolli's Kitchen.
Da ich bis Sonntag in Paris bin, wird mein Beitrag die Form eines Besuchs dieser Fotoaustellung aus Düsseldorf nehmen. Welche Überraschung als ich gestern in der Pariser Metro den Namen "meiner" Stadt gleich auf mehrere Plakate entdeckt habe...