Cranberry Ketchup

Die USA waren in letzter Zeit überall, zur Abwechslung in erfreuliche und überraschende Weise (Ich hätte nicht damit gerechnet, dass meine 13 jährige Nichte mal Supporter eines amerikanischen Präsidenten sein würde, via Facebook, und dass ich ihr mal anbieten würde, „Bravo“ zu kaufen – bin gespannt, ob sie Obama zwischen den vielen Pferden an ihrem Wand sieht, oder ob es ihr zu weit geht, oder zu unseriös ost.)
Kulinarisch ist die Omnipräsenz der USA auch bemerkbar: Zum Beispiel im jetzigen, zum richtigen Zeitpunkt von FemNerd organisierten Blog-Event, oder durch eine Seite über Cranberries, die direkt vor dem Wahlen in der französischen Elle unter dem Titel „Votez pour les cranberries!“ erschienen ist, in der ich folgendes Rezept entdeckt habe, das mich sofort angesprochen hat, und bei der ersten Gelegenheit nachgekocht wurde, denn Cranberries liebe ich – auch im Saftform, es ist nach schlichtem Wasser mein beliebtesten „Softdrink“ – und es passt besonders gut zu Thanksgiving und Pute, was wiederum beim Blog-Event erwünscht ist.
Cranberry Ketchup (nach Elle Frankreich vom 3. November 2008)
1 rote Zwiebel, gehackt
1 EL Olivenöl
Salz
20cl Wasser
400g Cranberries
1 Stange Sellerie, fein geschnitten
geriebene Schale einer unbehandelten Orange

200g braune Zucker
10cl Apfelessig
1 TL Fünf-Gewürze-Pulver
Den Zwiebel in dem Öl goldbraun braten, salzen, und mit 20cl Wasser 10 Minuten kochen. Cranberries, Selleriestange, Orangenschale hinzufügen, und bedeckt 20 Minuten kochen.
Zucker, Essig, Salz und Gewürz dazu geben, und unter höheren Flamme 10 Minuten lang einkochen. Mit dem Stabmixer mixen, und in eine Glasflasche umfüllen. Dieses säuerliche Ketchup ist ein Monat im Kühlschrank haltbar.
Was man noch wissen kann:
Laut Elle passt es besonders gut zu Hähnchen, Schwein und Ente. Ich glaube, dass es auch zu Wild (Wildschwein) und Pute sehr gut passen würde. Ich habe es zuerst als Tomatenketchupersatz getestet, mit Hamburger, und habe es so sehr zufrieden stellend gefunden. Der nächste Versuch war rein vegetarisch, mit rotem Reis aus der Camargue und einer Wurzel-Kürbis-Pfanne mit Weißwein, wo es wieder gepunktet hat. Weitere Kombinationen werden mit Sicherheit noch kommen.

Als essbares Weihnachtsgeschenk, solang es gekühlt transportiert wird, ist so ein Ketchup vermutlich keine schlechte Idee.
Statt Fünf-Gewürze-Pulver habe ich nur Sichuan-Pfeffer und Fenchel benutzt; Zimt ist nicht so mein Ding, Gewürznelken auch nicht unbedingt, und Sternanis hatte ich gerade nicht. Daran sollte das Rezept nicht scheitern.

1 Kommentar:

bolliskitchen hat gesagt…

also, neugierig bin ich dann schon, es mal zu probeiren!