Honigkuchen-Roquefort-Terrine

Dass ich Terrinen mag ist hier vielleicht schon aufgefallen. Zumindest einmal habe ich eine hier präsentiert, die ich in ziemlich regelmäßigen Abständen vorbereite, je nach Saison mit unterschiedlichen Zutaten. Und dass mir das erste Kochbuch, nach meiner Kenntnis, von Stéphane Reynaud, sowohl rein optisch als inhaltlich positiv aufgefallen war, habe ich auch da schon erwähnt. (Es war Schwein & Sohn mit dem leicht wieder erkennbaren Vichy-Umschlag.) Seitdem hat er auch ein Buch über Terrinen und Pasteten veröffentlicht:


Visuell ist es ähnlich wie bei Schwein & Sohn, rustikal, ganz nach meinem Geschmack. Die Auswahl der Rezepte gefällt mir auch sehr: Zuerst kommt eine ganze Reihe von Gemüse Terrinen nach unterschiedlichen Prinzipien (Gelatine, Eier-Sahne, oder "selbständig fest bleibend"), danach Fisch, dann der Hauptteil mit Fleischterrinen, gefolgt von Käse und süße Terrinen. Darunter gibt es viele solide, klassische Rezepte - zumindest für eine Französin - wie auch einige ausgefallene Ideen. Sehr detailliert sind die Rezepte meistens nicht, aber für meinen Geschmack genug: Wer Hummer-Pastete nachkochen oder Foie Gras verarbeiten will, wird sich vermutlich zuerst woanders über die jeweiligen Produkte informieren, bevor er diese Rezepte nachkocht. Mich stört nur, dass meistens den ganzen Text in einem Paragraf gepackt wird, wo ich gerne ein bisschen Luft gesehen hätte. Genau wie dieser Paragraf hier, mit dem Unterschied, dass es durchaus mühsam ist, nach einem Satz wieder zu suchen, wenn man dabei ist, zu kochen. Ansonsten glaube ich, dass das Buch bei mir häufiger im Einsatz kommen wird, wenn ich mal ein Teil eines Essens am Vortag gekocht haben will. Wie zum Beispiel diese Honigkuchen-Roquefort-Terrine, obwohl sie auch nach nur einer Stunde im Kühlschrank gegessen werden kann.



Honigkuchen-Roquefort-Terrine (nach „Terrinen & Pasteten“, Stéphane Reynaud)

Für 6 Pers.

Ein ca. 10cm langem Honigkuchen oder Gewürzkuchen Stück, in drei horizontale Scheiben unterteilt
100g Butter
6 Radieschen
200g Roquefort


Die Honigkuchenscheiben unter dem Grill toasten. Die Butter die Zimmertemperatur annehmen lassen. Die Radieschen in ganz kleinen Stiften schneiden. Den Roquefort mithilfe einer Gabel zerdrücken und mit der Butter vermischen. Die Radieschenstifte darunter rühren. Zwei der Honigkuchenscheiben mit der Roquefort-Butter bestreichen, so dick wie die Scheiben selbst. Beide Scheiben übereinander legen und mit der letzen Scheibe zu einer Terrine zusammensetzen. Mit dem Teigschaber die eventuell hervorquellende Käsemasse entfernen. Mit Frischhaltefolie abdecken und vor dem Servieren eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.


Was mir aufgefallen ist:
Im Rezept steht etwas von drei Scheiben Honigkuchen, aber bei der Käse-Masse muss man wirklich ein größeres Stück Kuchen längs schneiden.
Im Rezept steht Staudensellerie statt Radieschen. Es schmeckt bestimmt auch sehr gut, aber ich hatte leider keins. Es ist aber wichtig, etwas Frisches inmitten dieser ansonsten ziemlich intensiven Terrine zu haben. Fenchelstücke wären bestimmt auch sehr passend.
Beim nächsten Mal versuche ich mit einem weniger süßen Gewürzkuchen. Gut bei dem jetzigen Kuchen war aber, dass es fettarm war.

Kommentare:

Chaosqueen hat gesagt…

Das Buch habe ich auch! Aber aus irgendwelchen Gründen habe ich noch nichts nachgekocht, Zeit dies zu ändern. Danke für's dran erinnern.

virginie hat gesagt…

cette recette m'a l'air bien intéressante avec ses contrastes !

mipi hat gesagt…

Sehr interessanet Terrine. Tolle Kombination. Das habe ich mir zum NAchkochen vorgemerkt.

Schnuppschnuess hat gesagt…

Das ist eine interessante Zusammenstellung. Und weil man den Kuchen nicht selbst backen muss, kann die Terrine schnell zubereitet werden.

bolliskitchen hat gesagt…

Ich find's super!!!

Flo Bretzel hat gesagt…

J'ai un paquet de pain d'épices qui dort dans mon placard. Je sais maintenant comment je vais l'utiliser!