Crumble aux pêches de vigne et aux mûres

Der beste Crumble, den ich je gegessen habe, wurde in tiefster Auvergne vor meinen Augen vorbereitet, mit kleine Weinbergpfirsiche und frisch gepflückte Brombeere. Die Crumble Masse oben war klassisch, aus Butter, Raffinade-Zucker und weißem Weizenmehl. Und unvergesslich.

Am Wochenende habe auf dem Markt am Carlsplatz viele Brombeere gesehen, alle viel dicker, als ich sie aus der Natur kenne, und viel früher reif, denn ich verbinde das Pflücken für ewig und immer mit den letzten Wochen der französischen Schulsommerferien, Ende August, Anfang September, aber was soll’s, denn Weinbergpfirsiche gab es auch, sehr dick, aber schön reif. Die Erinnerung an diesem Crumble kam prompt zurück, und so habe ich einen ähnlichen gebacken, with a Twist.

Weinbergpfirsich-Brombeer-Crumble

Für 4 Pers. (oder 2, die eben geschwommen sind und dringend Stärkung brauchen)

3 große Weinbergpfirsiche
1 Schale Brombeere
2 EL Rapadura-Zucker

3 EL Butter
3 EL Haferflocken
3 EL Weizenmehl
3 EL Rapadura-Zucker

3 EL Tate & Lyle dark brown soft sugar

Obst waschen, Pfirsiche schälen, in grobe Stücke schneiden, beide Sorten mit dem Zucker mischen und in eine Backform verteilen.

Backofen auf 200°C vorheizen.

Aus den Crumble-Zutaten die Crumble-Masse vorbereiten, in dem mit den Fingern alles so lange gerieben ist, bis die Zutaten kleine Klümpchen bilden. Auf den Obst verteilen und in den Backofen schieben. Nach 10 Minuten auf 150°C runterstellen, und nach weitere 10 Minuten den Ofen ausmachen, und den Crumble noch mindestens 15 Minuten drinnen lassen – wenn es heiß gegessen werden soll – oder länger, wenn es nur lauwarm sein soll. Aus welchem Grund auch, kann ich mir nicht vorstellen, ein Crumble zu im Kühlschrank kühlen zu wollen.

Was man noch wissen sollte:
Crumbles mache ich seit mehrer Jahren mit Haferflocken, manchmal mit Weizenmehl gemischt, manchmal nicht. Ich finde den leichten Biss eine richtige Verbesserung, so wie die Zuckersorten, die ich hier benutzt habe.

Den Rapadura-Zucker habe ich schon mal erwähnt – es ist eine würzige, wenn roh leicht säuerliche Zuckerart, die mir und anderen sehr gut schmeckt - aber heute durch Googlen habe ich erfahren, dass die Firma Rapunzel, die das Produkt hier vertreibt, den Namen in Europa und in den USA registriert hat - das sieht man auf deren Webseite deutlich - obwohl der Name ein gängiger brasilianischer Begriff sein soll. Vielleicht fehlt mir Information, aber von dem, was ich lesen konnte, habe ich keine Lust, nur ein Paket wieder zu kaufen, so lang ein kleines ® neben den Namen steht…
Der Tate & Lyle Zucker, den ich benutzt habe, ist eine sehr dunkle, feuchte und würzige Zuckerart aus Rohrzucker. Sie erinnert mich stark an die Vergeoise aus Nordfrankreich, die allerdings aus Zuckerbeeten gewonnen wird, und die auf warme Crêpes mit ein bisschen Sahne herrlich schmeckt (die gibt es in „blond“ und „braun“, wie Biere). Der britiische Vetter finde ich in Düsseldorf in diesem Geschäft.

Kommentare:

Vladimir hat gesagt…

Augenscheinlich war dieser Crumble auvergant sehr gurt usw, aber was ist "tiefste Auvergne" für WGiD ?

Véronique hat gesagt…

Es ist der Teil der Auvergne, in dem nicht mal Touristen hingehen, Vlad. Bist Du anderer Meinung?