Gegrillte Aubergine mit Kichererbsenpüree und Harissa

Seit meiner Rückkehr aus dem Urlaub versuche ich, so häufig es geht, ein Lunchbox ins Büro zu bringen, anstatt auf das bescheidene Angebot um dem Büro herum zurückzugreifen, oder belegte Brötchen zu kaufen. Obwohl ich auch ein schönes Bento-Box besitze, bin ich bei weitem keine Bentoista wie diese Bloggerin, oder so erfahren wie diese. Ich versuche einfach abends Gerichte zu kochen, die sich auch kalt essen lassen, ab und zu auch, welche, die sich einfrieren lassen, damit ich nicht zwangsläufig mehrmals hintereinander das gleiche essen muss. Salat oder wenigstens Cherry Tomaten oder Radieschen gibt es auch dazu, so wie Dessert zum Beispiel in Form von Obstkompott, mit oder ohne Gebäck.
Ein Rezept, das sowohl warm als auch kalt schmeckt, habe ich zuletzt bei Nigel Slater gefunden, im praktischen, denn nach Hauptzutat sortierten Real Fast Food: 350 Recipes Ready-to-Eat in 30 Minutes. Und wie im Titel versprochen hat es nicht länger als 30 Minuten, gedauert, bis ich eine Portion von diesem leckeren Gericht essen konnte, und es mir kalt am nächsten Tag noch besser geschmeckt.

Gegrillte Aubergine mit Kichererbsenpüree und Harissa (nach Nigel Slater)

Für 2 Pers. als leichtes Mittag oder Abendessen mit Salat

1 400g Dose Kichererbsen, abgetropft
1 Zweig frisches Thymian + EL Blätter
225g Kartoffel, gewürfelt
4 Knoblauchzehe*, halbiert
Salz

1 Aubergine à ca. 275g
150ml Olivenöl
50g Butter

2 EL Naturjoghurt
Harissa
Eine Zitrone
Korianderblätter


Kichererbsen mit Wasser decken und mit dem Thymianzweig zum kochen bringen. Kartoffel, zwei Knoblauchzehe und Salz hinzugeben und 15 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Aubergine in 12 runden Scheiben, ca. 1cm dick, schneiden. Den restlichen Knoblauch fein hacken, und mit dem Thymian zu dem Öl geben, mit dem anschließend die Auberginenscheiben bepinselt werden. Diese dann 7-8 Minuten unter vorgeheiztem Grill grillen, nach Bedarf wieder Öl darauf pinseln, und einmal wenden. Wenn sie zart werden, und leicht goldbraun sind, sind sie gar. Von dem Kichererbsen den Thymianzweig wegnehmen, die abgetropfte Kichererbsen/Kartoffeln/Knoblauchmischung grob pürieren – bei mir hat ein Gabel sogar gereicht, und nach und nach Butter, Joghurt und Salz darunter geben.


Sechs Scheibe Auberginen auf einem warmen Servierteller legen, Kichererbsenpüree großzügig darauf verteilen, und bei mir auch ein paar Korianderblätter. Auf die sechs verbleibenden Scheiben eine dünne Schicht Harissa aufstreichen, und auf die ersten sechs legen, um daraus sechs Sandwiches zu bilden. Mit dem restlichen Püree servieren, sowie Zitronenvierteln, mit der man das Gericht noch beim essen nachwürzen kann.


Was mir aufgefallen ist:
*Gerade ist die Knoblauchsaison: Man findet im Moment gute Knoblauchzehe zum Beispiel aus Spanien, die nur nach Stroh riechen, ein Zeichen, dass sie frisch sind. Das ist mir erst aufgefallen, als ich einmal am Tag des Knoblauchfests in Vitoria gewesen bin. Weit und breit gab es Knoblauch zu sehen, aber vom Knoblauchgeruch gar keine Spur… Wer mir nicht glaubt kann es noch prüfen: Im diesen Jahr findet das Fest scheinbar morgen, am 25. Juli, statt.

Kommentare:

mipi hat gesagt…

Das ist sehr luxuriöse Bürokost. Sieht gut aus.

Bolliskitchen hat gesagt…

je le veux!!!!!!!!!!!!!! Toute de suite!!!!


Pourquoi je ne travaille pas chez toi?....
Bon, je te laisse, je pars en vacances............

virginie hat gesagt…

ça me plaît bien tes petites aubergines !

Véronique hat gesagt…

@mipi: Ich habe in der Regel Schwierigkeiten Gründe zu finden, nicht gut zu essen. Im Büro zu essen ist zum Beispiel kein Grund. :-)

@Bolli: Sers toi!
Ich weiss auch nicht, warum Du nicht bei mir arbeitest, aber wie wär's mit einem temporären Job-Austausch? Wir könnten auch direkt mit dem Urlaub anfangen. :-) Bon, j'ai compris: bonnes vacances!

@Virginie: N'hésite pas non plus à te servir. :-)