Salat mit wachsweichem Ei und Butter-Balsamico Dressing

Irgendwie hat die letzte Woche einige frühlingshafte Momente gehabt. Es sieht zwar heute anders aus, aber ich habe in einem von diesen Augenblicke Lust auf einen sehr grünen und frischen Salat gehabt. In Ihrer ersten Version, am Sonntag, habe ich die Mischung von jungen Blätter mit einem „oeuf mollet“, oder, laut meinem Langenscheidt Praxiswörterbuch Gastronomie Französisch wachsweiches Ei, serviert, mit Roquefort-Sahne Dressing. Am nächsten Tag habe ich aber bei Esterkitchen dieses Rezept entdeckt, das ich probieren müsste.

Salat mit wachsweichem Ei und Butter-Balsamico Dressing (nach Esterkitchen)

Pro Pers.:

junger Spinat oder Mischung von jungen Blättern
1 Ei
5cl roter Balsamico Essig, einfacher Qualität
15g gesalzene Butter
frisch zerstossener Pfeffer

Den Salat waschen, gut abtropfen und entweder trocken tupfen oder ein paar Runden im Salatschleuder drehen lassen.
Die Eier 5 ½ Minuten im kochenden Salzwasser kochen lassen.
In der Zwischenzeit den Essig auf die Hälfte des Volumens reduzieren lassen, außerhalb des Herd die Salzbutter in kleinen Würfel hinzugeben und mit einem kleinen Besen zu eine Sauce binden.
Die gekochten Eier sofort aus dem heißem Wasser holen und unter kaltem Wasser einige Sekunden abkühlen lassen. Pellen.
Tellern mit Salat, Ei,Butter-Balsamico Dressing und Pfeffer anrichten, und sofort servieren.

Was mir jetzt noch einfällt:

Beim nächsten Mal werde ich es mit ein bisschen weniger Essig im Vergleich zu Butter versuchen. Es ist aber bestimmt Geschmacksache.
Beim abkühlen nimmt der Buttergeschmack zu, der eh perfekt zu Eiern passt, und in dieser überraschenden Kombination auch.
Eier, die im Salzwasser gekocht werden, lassen sich leichter pellen.
Zu der gesalzenen Butter: Ich habe vor kurzem mit ziemlicher Begeisterung festgestellt, dass Kaufhof mittlerweile drei oder vier unterschiedliche Salzbuttersorten führt.
Irgendwie finde ich den Begriff „wachsweiches“ im Zusammenhang mit Ei nicht besonders prickelnd. Mir ist Weichei, näher an den französischen, merkwürdigerweise lieber.
Sollte es noch nicht klar sein, empfehle ich jedem hier, der französisch lesen kann, den Blog von Estérelle zu besuchen. Nicht nur sind die Rezepte, die sie in unregelmäßigen Abständen präsentiert, immer sehr interessant, aber sie kann auch besonders gut schreiben, und nur bei ihr kann man Marguerite Yourcenar und Marguerite Duras beim pochierten Birnen treffen, oder eine Erklärung für eine Abneigung gegenüber Litschis, die durch den andalusischen Hund verständlich wird, finden. (Vorsicht: Letzeres kann aber auch zu eine Abneigung gegen Litschis führen, wenn sie nicht schon vorhanden war. Ja, ich weiß, jetzt ist es zu spät. ‚tut mir Leid.) Estérelle Payany schreibt auch kleine unterhaltsame Kochbücher fûr die tägliche Küche.

Kommentare:

bolli hat gesagt…

Butter und Balsamico, liest sich erst komisch, aber, wieso eigentlich nicht?!
Ja ja, mit einem Mesclun.....

Véronique hat gesagt…

Mit jugen Blätter meine ich eher nicht Mesclun, sondern Blätter vom jungen Gemüse, die man sonst nicht unbedingt isst, wenn sie grösser sind. Gibts hier im Bio-Supermarkt neben Baby-Spinat. Feldsalat passt bestimmt auch gut.

bolli hat gesagt…

jeunes pousses alors!
Compris!

Ich habe übrigens eine Tour zu dieser Coopérative Cisterna gemacht, der frische Ricotta ist göttlich, der Stracchino, die Käsesorten auch...und die Nudeln.....Ich war auch ganz überrascht von den Preisen! Ganz das Gegenteil von der der Grde Epicerie!

Transplante de Cabelo hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.