Kinpiragobo ohne Gobo, mit Schwarzwurzeln

Das neue Gärtnerblog-Event hat dazu eingeladen, Schwarzwurzeln zu kochen. Schwarzwurzeln mag ich sehr, schon seit immer, koche ich und esse ich aber sehr selten. Als Kind habe ich regelmäßig welche gegessen, einfach mit Sahne, und noch einfacher, denn sie kamen immer aus der Dose. Nur, heute mag ich den Doseneigengeschmack nicht mehr, und das Putzen und Schälen von Schwarzwurzeln stelle ich mir immer umständlich vor, obwohl es mit Handschuhen überhaupt nicht so ist, finde ich. Also schön, dass ein Blog-Event mich dazu bewegt hat, wieder Schwarzwurzeln zu kaufen… und prompt ein Gericht zu kochen, in dem eigentlich kein Schwarzwurzel vorkommen sollte, sondern Klettenwurzel (gobo auf japanisch, burdock in englisch, bardane in französisch – ich versuche seit gestern, es mir zu merken). Gobo sieht sehr wie Schwarzwurzel aus, ist aber härter, und wird aus dem Grund nicht im grösseren Stücke serviert. In asiatischen Läden, zumindest in Düsseldorf, ist es leicht zu finden. Aber wir sind hier nicht beim Gobo-Event.

Kinpiragobo kennt wahrscheinlich jeder, der schon einen richtigen japanischen Bento gegessen hat, und es wird auch häufig als Beilage in einem Schälchen serviert. Es ist einen würzigen Wurzelsalat, wobei das Gemüse immer in Stifte geschnitten wird. Da mir gestern ein hübsches japanisches Kochbuch (in deutsch) aufgefallen ist, in dem Kinpiragobo mit Schwarzwurzeln vorbereitet wird, habe ich das als Erlaubnis verstanden, das Rezept nicht Originalgetreu mit Gobo zu kochen.

Kinpiragobo

2 Schwarzwurzeln
1 Möhre
1 EL Sesamöl
2 EL Sake
2 EL japanische Soja-Sauce
1 TL Zucker
Gomasio (Sesam-Salz Mischung, gibt es auch im Bioladen) oder einfaches Sesam

Shichimi Togarashi (auch Nanami Togarashi, „7 Gewürz Chili-Pfeffer “, eine trockene Gewürzmischung; meine beinhaltet Chilipfeffer, Sesam, Algen, Orangenschale und Ingwer)

Handschuhen anziehen.
Das Gemüse putzen, schälen, und in kaltes Wasser stellen, bevor es in dünnen Stifte geschnitten wird. Die Stifte auch in Wasser solange lassen, bis sie, schnell abgetropft in die Pfanne kommen.
Handschuhen ausziehen.


In eine Pfanne das Sesamöl erhitzen, nicht zu hoch. Das Gemüse hinzufügen, und leicht anbraten. Sake, Sojasauce und Zucker hinzufügen, und rühren, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Abschmecken. Abkühlen lassen, und kühl stellen. Beim Anrichten ein bisschen Gomasio und Shichimi Togarashi streuen.

Als kleine Beilage oder Salat servieren.


Was man noch wissen sollte:
Für heute reicht's, finde ich.

Kommentare:

kulinaria katastrophalia hat gesagt…

Auch nicht schlecht. Wie hat es denn gemundet?

bolli hat gesagt…

Sieht klasse aus, und, wenn Du nichts geschrieben hättest, hätte es eh keiner gemerkt......

bolli hat gesagt…

wollte damit meine, der Café wirkt noch nicht..., dass wahrscheinlich bis auf Barbara, die East-Expertin, keiner gewusst hat, dass gar keine Schwarzwurzeln reinkommen, jetzt interessiert mich aber, wie schmecken diese Gobo eigentlich?

Véronique hat gesagt…

Der Geschmack kommt in dem Fall von der Würze. Da Gobo nach wenig schmeckt, ist es vermutlich der Grund, warum es meistens so vorbereitet wird. Ich habe es mit der Sojasauce nicht übertrieben, weil es sonst irgendwann mehr zu Pickles als Salat wird.

lamiacucina hat gesagt…

Ein weiterer schöner Beitrag zum Schwarzwurzelboom. Interessant was man mit Schwarzwurzelstiften alles noch anstiften kann :-)

Astrid, Kashim & Othello hat gesagt…

Sieht sehr sehr lecker aus!


Danke fürs Mitmachen!

Der Round-Up ist bereits online: http://gaertnerblog.de/blog/2008/garten-koch-event-200802-schwarzwurzel-round-up-und-abstimmung/
Zur Abstimmung gehts hier entlang: http://foodblog.paulchens.org/?p=1160

lieben Gruss
Astrid

Astrid, Kashim & Othello hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Emi hat gesagt…

ごぼうがてにはいるのですね。うらやましいです。わたしもたべたくなりました。
Merci beaucoup d'avoir laissé le commentaire dans mon blog.Je ne l'ai remarqué qu'aujourdhui. Désolée!!!