Sushi Gari

Als ich die Ankündigung des Ingwer-Events gelesen habe, habe ich direkt meine Gewürzbücher aufgeschlagen… aber kein Rezept mit Ingwer als Hauptzutaten gefunden. Erst letzte Woche, als ich die kleine Tüte eingelegter Ingwer in meiner Kühlschranktür gesehen habe, ist mir aufgefallen, dass es eventuell nicht so schwierig ist, so was nachzukochen, und dass es für manche Leser, die fernab von asiatischen Läden wohnen, interessant sein könnte.

Diese Art von eingelegtem Ingwer wird traditionell mit Sushi gegessen. Aber eigentlich passt es zu anderen Gerichte, die man mit Pickles isst, wie Fleischfondue, als Beilage zu asiatischem Essen, oder auch in westlichen Rohkost- (besonders Karotten) oder Reissalat.

Sushi-Gari

Für ein ½ Liter großes Glas

1 große, möglichst frische und möglichst junge Ingwerknolle
90g Zucker
125ml Reisweinessig
200ml Wasser, frisch gekocht
Salz
1 Mandoline


Den Ingwer schälen, und quer zu Fasernrichtung in dünnen Scheiben schneiden. Wenn man damit fertig ist, hat man schon das Schwierigste hinter sich.

Ingwer ist sehr scharf: es ist empfohlen, die Scheiben ganz kurz – ca. eine Minute – zu blanchieren, und anschließend im kalten Wasser abzuschrecken und abtropfen lassen. Wer das nicht macht wird einfach deutlich schärfere Ingwerscheiben haben, die in kleineren Mengen in die Gerichte hinzugefügt werden sollten.

In dem sauberen Glas die Zucker mit der Hälfte des gekochten, heißen Wassers mischen und schütteln, bis der Zucker komplett aufgelöst ist. Ein paar Prisen Salz hinzufügen. Ein bisschen kühlen lassen.

Die Ingwerscheiben dazugeben, sowie der Reisweinessig, und mit dem restlichen gekochten Wasser auffüllen. Das Schraubglas schließen, im Kühlschrank stellen, und erst nach 24 Stunden den Ingwer anfangen, zu verbrauchen. Die Präparation hält, wenn man darauf achtet, stets mit sauberen Gegenständen die Ingwerscheiben herauszufischen, mindestens 6 Monate.


Was man noch wissen sollte:
Ich gehe davon aus, dass man mit Weißweinessig auch ein gutes Produkt haben wird. Anscheinend wird die leichte Rosaverfärbung, die man bei Sushi Gari beobachten kann, nur bei dem Einsatz von Reisweinessig und jungem Ingwer beobachtet. Bei mir ist die Flüssigkeit sofort leicht rosa geworden, die Scheiben aber (noch) nicht.

Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Toll!!! :-)

Ich dachte mir schon, dass man das irgendwie selber machen könnte, wusste aber bisher nie, wie. Danke für die Aufklärung, das muss ich mal probieren.

bolli hat gesagt…

Alors, je n'aime pas trop le gingembre, mais, je trouve ta recette quand-même bien!
Et je crois 10 x mieux qu'acheté!