Salade au quinoa rouge en taboulé

Weißer Quinoa habe ich schon vor einigen Jahren probiert, aber sehr begeistert war ich nicht gewesen: Ich hatte es schlicht eher ohne Geschmack gefunden.

Seitdem ist mir roter Quinoa geschenkt worden, und ich habe Beiträge von begeisterten Bloggerinnen gelesen, die ich in der Regel traue, Clotilde von C&Z mit diesem Salatrezept und Clea, die ich in letzter Zeit häufig zitiere, und die jetzt ein Buch über Quinoa geschrieben hat.

Ich hatte frische Petersilie, Tomaten und Zitronensaft, und habe eine Mischung aus dem Taboulé gemacht, den man in Frankreich findet, mit (zu)viel Couscous und frische Minze, meistens übernacht mit viel Zitronensaft befeuchtet, und die Version, die ich hier bei Libanesen zu schätzen gelernt habe, mit viel Petersilie und Zitronensaft, und wenig Weizen. Schon nach dem ersten Versuch ist es auf dem Weg, eine meiner Lieblingsrezepte zu werden.

Roter Quinoa-Salat nach Taboulé-Art

Für 4 Pers.

150 ml roter Quinoa
50g Petersilie
4 Tomaten (kleine, aber mit viel Fleisch und wenig Wasser und Kerne), gewürfelt
6 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl
Salz

Den Quinoa in ein Liter Wasser 10 bis 15 Minuten kochen, ohne Salz. Abtropfen und leicht kühlen lassen.

Die Petersilie hacken, Tomaten klein würfeln, und in einen Schüssel mit dem Zitronensaft, Olivenöl und Salz geben. Den nicht mehr heißen Quinoa hinzufügen, rühren, und kalt stellen, bis es angerichtet und serviert wird.

Was man noch wissen sollte:

Nicht uninteressant bei Quinoa ist auch, dass er Aminosäuren beinhaltet, die man ansonsten nur in Fleisch findet.

Übrigens, Petersilie hacke ich so:


Soupe froide au chocolat et à la gelée de menthe


Das XXVII Blog-Event lädt zu Sommer-Suppen kochen ein. Suppen mag ich sehr. Warme im Winter, kalte oder warme im Sommer… aber was soll ich denn im kalten Sommer machen? Meine Wahl ist auf eine kalte Schokoladensuppe gefallen, die man bestimmt das ganze Jahr über essen kann, aber besonders in den kalten Sommertage.

Das Rezept kommt aus meinem geliebten Larousse du chocolat, aber ich habe es vereinfacht. Anstatt Ganache-Kugeln zu vorbereiten, die in die Suppe kommen, nachdem sie gefroren wurden, habe ich Schokoladen-Eis benutzt (Werbung: Choc choc chip von wem ihr wisst)


Kalte Schokoladensuppe mit Minzegelee (nach dem Larousse du Chocolat, geändert)

Für 4 Pers.

4,5 g Gelatine (in Frankreich 1,5 Blätter, in Deutschland 3 Blätter)
40g frische Minze
15cl Mineralwasser

40g Zucker

55g schwarze Schokolade à 67% Kakao
15 feine Zucker
11cl Mineralwasser
5g Kakaopulver
1 Prise Salz

15 Blätter Minze zum dekorieren

Schokoladen-Eis


Die Gelatine im kalten Wasser einweichen. Minzeblätter spülen, trocken tupfen, und anschließend grob schneiden. Wasser und Zucker zum kochen bringen, die gehackte Minzeblätter hinzufügen, und vom Herd nehmen. Bis maximal 3 Minuten ziehen lassen. Den Sirup filtern, und die abgetropfte Gelatineblätter hinzufügen. Die Sirupmischung in vier Schalen verteilen, und im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Schokolade hacken. Zucker in einem Topf karamellisieren. Sobald sie braun wird, das Wasser hinzufügen: Vorsicht, es kann Spritzer geben. Die flüssige Karamell zum kochen bringen. Die gehackte Schokolade, sowie das Kakao und den Salz hinzufügen, und wieder zum kochen bringen. Vom Herd nehmen. Mit einem Stabmixer fünf Minuten lang schaumig mixen. Kühl stellen.

Vor dem Servieren die ganzen Minzeblätter vorbereiten. Schalen mit Minzegelee, Suppe und Eis, aus dem Kühlschrank und der Tiefkühltruhe herausnehmen. Auf jede Schale einen Löffel Eis geben, Suppe drum herum verteilen, mit Minze dekorieren und sofort servieren.

Fazit:
Es ist ganz nach meiner Geschmack, und sehr einfach zu machen… aber die Suppe war eher dickflüssig wie eine Sauce. Beim nächsten Mal mache ich doppelt so viel Karamellsauce, gebe die Schokolade in der Hälfte, und streckte die Suppe mit einem Teil der restlichen Karamellsauce bis zur gewünschten Konsistenz, während das ganze schaumig gerührt wird. Das Rezept war für die doppelte Menge im Buch, und ich vermute, dass das Wasser bei der Hälfte der Menge mehr verdampft als bei der doppelten Menge…

Geheimnis:
Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich einen Tropfen Lebensmittelfarbe benutzt, grün in der Gelee, denn sie war mir zu gelb...

Traube ohne Name

Hallo,

ich bin eine Tafeltraube, hell, kernlos, aus Italien, und ich habe in Deutschland keinen Namen.


Mein Identitätsproblem wird für mich bald gelöst, denn ich erlebe meine letzten Stunden, und wie ich höre, erfülle ich dabei alle Erwartungen, die meine Käuferin bei meiner Ansicht hatte:
Anscheinend bin ich süß, erfrischend aber nicht zu säuerlich, habe eine angenehme dünne Haut und bin aromatisch. Dennoch, sagt sie, ich hätte in Ihrem Geburtsland im Geschäft einen Namen gehabt, wie Chasselas (Gutedel in Deutsch), Muscat, Danlas, Cardinal, Alphonse Lavallée, und ihr fehlt es, mich nicht namentlich zu kennen. Damit ich besser in ihrer Erinnerung bleiben kann, würde ich es begrüßen, wenn jemand mich wieder erkennen würde, und ihr meinen Namen mitteilen würde.

Vielen herzlichen Dank im Voraus, denn sehr bald werde ich mich nicht mehr persönlich bedanken können.

Die Traube ohne Name

Confit de canard

Viellecht sollte ich mich schämen, denn ein Rezept*** habe ich heute nicht. Dafür aber zwei Tipps:

- Es ist eine gute Idee, immer eine Konserve mit Confit de Canard, Spezialität aus dem französischen Südwesten, zu Hause zu haben, denn man kann damit in letzter Minute ein leckeres Essen vorbereiten. Dose erwärmen bis das Fett geschmolzen ist, Entenschenkel herausnehmen und im Backofen knusprig fertigbacken, gleichzeitig mit ein paar Löffel fett Kartoffeln braten. Unschlagbar;


- Es ist auch eine gute Idee, ab heute Abend die Rugby WM auf DSF und TV5 oder in den Irish Pubs in Eurer Nähe zu sehen. Das Spiel ist schön bis beeindruckend, die Regeln nicht sehr kompliziert, die Spielzeit ist kürzer als beim Fussball, nur weil es anstrengender ist, und viele Spieler wurden mit Confit de Canard ernährt, denn traditionell wird in Frankreich besonders im Südwesten Rugby gespielt. Da die Spieler* mittlerweile nicht mehr Amateure sind, vermute ich, dass der Confit frühestens wieder nach der WM gegessen wird.** Aber uns sollte es nicht davon abhalten, welches jetzt zu essen.


* Vorsicht: Diese Link besagt nichts über mein Geschmack, sondern dient nur der Information. Dieses Kalender ist seit Jahren ein der meistverkauften in Frankreich...

** Vielleicht wollen die Franzosen schneller wieder lecker essen, denn sie haben mittlerweile das erste Spiel, verdient, verloren.

*** Mittlerweile habe ich Rezepte mit Confit gepostet.