Erdbeer-Rosen Becher

Der Frühling ist anscheinend wirklich da. Und schon am letzten Sonntag habe ich die Gelegenheit eines kleinen Nachmittags Pick-Nick am Rhein ausgenutzt, um etwas Neues zu probieren, was zum Saison gut passt. Aus meiner letzten Reise in Paris habe ich auch einen sehr guten Rosensirup zurückgebracht. Rosenwasser habe ich schon, vom persischen Kiosk, und setzte gerne ein. Rosensirup habe ich in der Vergangenheit gehabt, von Monin, die Marke, die in Deutschland in Cafés stark verbreitet ist, die aromatisierten Kaffee anbieten. Die Version von Monin fand ich damals sehr gut, aber ich glaube, mit der kleinen Flasche, die ich im Lafayette Gourmet gekauft habe, etwas Besseres gefunden zu haben.


Erdbeer-Rosen Becher

Für 4 Pers.
200g Erdbeere
300ml Vanille-Sojamilch
3 TL Rosensirup
1,5g Agar-Agar in Pulver


Erdbeere putzen, halbieren oder vierteln, und in vier 125 ml Becher verteilen.
Milch mit Agar-Agar zum kochen bringen, und fünf Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, und den Rosensirup hinzufügen. Ein bisschen abkühlen lassen, und in den vier Bechern verteilen. Im Kühlschrank kaltstellen, für mindestens 1,5 Stunden.
Kalt servieren.

Was mir aufgefallen ist:
Je nach Rezept ist die Menge von Agar-Agar ganz anders angegeben. Diese Menge habe ich benutzt, nachdem ich ein Blick auf dem Blog von Clea geworfen habe, die das Produkt so häufig einsetzt, dass sie jetzt ein Buch darüber geschrieben hat. In der französischen Elle von dieser Woche gibt es aber Rezepte, die z.B. 12g für 300ml Flüssigkeit + 200g Schokolade vorsehen. Ich bin ein bisschen verwirrt, aber wie oben angegeben hat es in diesem Rezept perfekt funktioniert.


Diejenigen, die seit dem letzten Sommer nicht mehr an der Rheinpromenade in Düsseldorf waren, wissen es vielleicht noch nicht: Es gibt nah an der Kniebrücke eine neue, unterirdische Galerie (KIT für Kunst im Tunnel), die die gute Idee hat, mit einem Café im Erdgeschoss ausgestattet zu sein, mit Terrasse.
Bei der Gelegenheit mache ich Kunstinteressierten auf diesem neuen Blog aufmerksam, das ich eben Fotografie in Düsseldorf, und netterweise für diejenigen, die mit der deutschen Sprache Schwierigkeiten haben, mit einer Einführung in Englisch zu jedem Eintrag. Trotz diesem Artikel einen Eindruck über die Terrasse von KIT, mit der Hoffnung, dass weder das Fahrrad noch die Fussgänger Probleme damit haben, dass sie jetzt auf diese Seite erscheinen.

Zwei Variationen von Blätterteig und Äpfel

Vor wenigen Tagen habe ich in meiner Tiefkühltruhe noch ein paar Blätterteigecken aus der Zeit meiner Durststrecke, also welche, die kein Butter beinhalten. Nichtsdestotrotz habe ich sie kurzerhand eingesetzt, für ein einfaches, dennoch sehr leckeres Essen, was sich auch sehen lässt.


Von Rezepte kann ich hier kaum sprechen, denn auf eine Ecke kam in dieser Reihenfolge:

Chicoreeschnitte

½ Apfel, (ungeschält), in sehr dünnen Scheiben geschnitten
5-6 Blätter Chicoree in Streifen
Dünne Scheiben Extra Mature Cheddar in der Mitte
Cumin, Kurkuma und Salz


und auf die andere Ecke:

Apfelschnitte

½ Apfel in 8 Scheiben geschnitten
Bruch von Rosapralinen (Mandeln in Rosa-Zucker, eine Spezialität aus Lyon und seiner Region)
Kleine Butterflöckchen


Beide Scheiben kamen für knapp 30 Minuten in den vorgeheizten Ofen (175°C), und wurden umgehend gegessen. Für ein ungeplantes Essen unbedingt zu empfehlen, denn die Vorbereitungszeit ist minimal, und sowohl Geschmack als auch Aussehen sind bei dem Aufwand kaum zu übertreffen.

Das Bruch von Rosapralinen habe ich in Paris bei G. Detou gekauft, auf der rue Tiquetonne (in der Nähe von Les Halles). Es wird traditionell in der Brioche de Saint-Genix und in der Tarte aux pralines roses eingesetzt.

Pralinen sind in Frankreich, zumindest in der südlichen Hälfte, immer Mandeln, die entweder mit Karamell oder mit Zucker überzogen sind. Was die Deutschen – und Belgier – Pralinen nennen, sind für uns "Chocolats". Grob erklärt: „un chocolat“ = „eine Praline“; „du chocolat“ = „Schokolade“.

Nahrungsmetik - Pretty in pink

Ein „Alicament“ steht in Frankreich für ein Nahrungsmittel (Aliment), der auch wie ein Medikament (Médicament) medizinische Wirkungen haben soll. Ein bekanntes Beispiel ist die Cholesterinsinkende Margarine. Gibt es einen solchen Begriff in Deutsch?

Warum diese Einführung? Weil mir letzte Woche in Paris diese Rosa-Plakaten aufgefallen sind:


Ich habe zuerst gar nicht verstanden, wofür sie da sind – was? kein Auris-Werbung? Hilfe! – bis ich doch den klein dargestellten Yoghurt gesehen habe, und die Versprechung, dass er den Esser eine strahlend schöne Haut verleihen wird. (Oder besser gesagt, die Esserin, denn es ist bekannt, dass Männer natürlich schöne Haut haben, und solchen Abhilfen gar nicht benötigen, und Metrosexuellen sind sowieso out.) Die Idee ist nicht ganz neu, denn ich hatte bereits vor einigen Monaten gelesen, dass ähnliche Produkte in Japan damals Furore machten. Ich vermute aber, dass man in Europa gerade bei der Einführung ist.


Ich esse eigentlich am liebsten Naturjoghurts, und schon gar kein aromatisierten, aber ich habe die schwer zu übersehenden Verpackung nicht widerstehen können, und habe vier Himbeer-Granatapfel Essensis gekauft. Und natürlich zuerst beobachtet. Mmmm. 110 Gramm pro Verpackung statt der üblichen 125 Gramm in Frankreich. Der Preis: knapp über zwei Euro. Muss auch sein, wenn man nicht nur Joghurt ist, sondern gleichzeitig Kosmetik.


Die Zutaten: na ja, zu den üblichen – darunter Zucker - kommen Antioxydanten aus grünem Tee, Omega 6 aus dem Borretsch, Vitamin E, und exklusive probiotische Kulturen, die – unüblich in Französisch - alle groß geschrieben sind. Das imponiert.

Und es wird in einer anderen Ecke noch eins dazu gesetzt:



Es ist klinisch bewiesen! Aber was genau? Die einzige Versprechung, die ich auf der Verpackung finde, ist dass es die Haut von innen ernährt… Ist es wirklich neu? Auf dem Deckel ist man bescheidener, denn es sind nur noch Obst, Zucker und Vitamin E zu sehen:



Bleibt noch der Geschmacktest… aber beim ersten Löffel erkenne ich weder Himbeere noch Granatapfel, sondern nur den unverkennbaren, von mir gehassten aromatisierten Joghurtgeschmack. Ich esse trotzdem an diesem Tag zwei Becher. Meine Haut? Sie wurde von innen ernährt, ich schwöre es, und es ist eh klinisch bewiesen.

Soupe de fânes de radis

Ein günstigeres, umweltfreundlicheres und grüneres Gericht kenne ich nicht. Google sagt mir, es sei in Deutschland bekannt, jedoch finde ich nur relativ aufwendige Rezepte. Bei mir zu Hause war es eine Vorspeise für den Abend, wenn man zum Beispiel am gleichen Mittag Radieschen als Vorspeise gehabt hatte. Es ist die leichte Variante: Die Vorspeise sollte nicht mit Kalorien füllen, aber schon leicht satt machen.


Soupe de fânes de radis

Für 4 Pers.

Frische, grüne Radieschenblätter von einem Bund
Salz
1 Liter Wasser
4 EL Crème Fraîche



Die Blätter waschen. Das Salzwasser zum kochen bringen. Die Blätter hinzufügen. Einige Minuten lang kochen lassen. Mit dem Stabmixer zerkleinern. Nachschmecken. In vier Suppenteller servieren. In letzter Minute 1 Löffel Crème Fraîche in die Mitte geben. Sofort servieren.


Tipps:
Wer will, kann Kartoffeln oder weitere Gemüse mit kochen, oder gegen Ende Vermicelli hinzufügen. Persönlich mag ich es einfach, aber ich würde meine Version nicht für Gäste vorbereiten, sondern nur eine kompliziertere.