Früh übt sich

Eben habe ich eine Anzeige für tiefgekühlte Babymenüs in einer französischen Zeitschrift entdeckt, und weiss nicht recht, was ich davon halten soll. Ab vier Monate gibt es Pürées wie Blumenkohl mit Thymian oder Kürbis mit Kümmel, ab 6 Monate Menüs wie "Mon déjeuner en Normandie" (Fischparmentier mit Äpfeln und Tomaten) oder "Mon déjeuner chez Mamie" (Mittagessen bei Oma, nicht wie bei Oma, auch wenn keine Oma in der Nähe ist, praktisch!) und ab 9 Monate sind Dinner in Marroko, Toskana, Mailand oder Provence angesagt.

Und passend zu Jahreszeit gibt es auch ein Weihnachtsmenü, mit Truthahn, Maronen, Äpfeln mit Weihnachtsgewürze, und Süsskartoffelpüree.
Für mich bleibt offen, ob Kinder damit an fertige Menüs gewöhnt werden, oder an - laut Hersteller - Gourmet-Essen.

Kommentare:

ostwestwind hat gesagt…

Gourmet-Mütter kochen doch auch wntsprechend. Meine Kinder bekamen selbstgekochtes und nur in Ausnahmefällen Fertigpaps, aber die Industrie legt schon die Fallen aus für die Kunden von morgen

Iris hat gesagt…

Das kommt mir eher vor wie die Reklamen für Luxus-Hundefutter - also reines Marketing für die "Besitzer" der Tiere (bzw. Kinder) - mich stimmt es eher traurig, dass man sicher vorher Studien gemacht hat, die zeigten, dass die Masche funktioniert.

Véronique hat gesagt…

@Ulrike: Tendenziell glaube ich auch, dass man, auch wenn man Vollzeit arbeitet, es schaffen kann, für Kleinkinder zu kochen. Zumindest habe ich das häufiger gesehen.

@Iris: Das erste, woran ich gedacht habe, sind die paar Male, wo wir für unsere Katze ein besonderes Essen zum Weihnachten gekauft hatten. (Es war aber im Vergleich zu was es jetzt gibt sehr Bescheiden).