Zwei Bücher

Diese Woche habe ich mit so viel Freude zwei Bücher entdeckt, dass ich denke, dass die beiden eine kleine Rezension verdienen.

Das erste habe ich zufällig in meiner Lieblingsbuchhandlung gesehen:

Da ich das Buch zuletzt vor kurzem erwähnt habe, als ich die kalte Schokoladensuppe vorbereitet habe, liegt die Entdeckung nicht daran, dass das Buch neu ist, sondern, dass es jetzt in Deutsch übersetzt ist. Beim durchblättern der deutschen Version habe ich den Eindruck gehabt, dass die Hauptunterschiede zum französischen Buch der Cover und die Schriftart im ganzen Buch sind. Ansonsten glaube ich, dass alles eins zu eins übernommen wurde. Es ist also eine Art moderne Enzyklopädie über das Kochen mit Schokolade. Es beinhaltet sowohl eine Einführung über die Geschichte, als auch als klare technische Anweisungen über die Basisvorbereitungen, und Information über die Wahl der Zutaten. Es gibt sowohl Rezepte für Anfänger, als auch welche, die für den (sehr) geübten Koch sind, die meisten süße, aber auch Vor- und Hauptspeisen. Außer die klassischen Rezepte, gibt es auch originelle, ausgefallene Kreationen, viele davon von bekannten Gäste geschrieben, (wie Christine Ferber mit Ihrer Confiture Belle-Hélène). Ein solches Buch lässt bei mir wirklich nichts zum wünschen übrig. Mich würde aber interessieren zu wissen, ob es den deutschen Leser auch so geht, oder ob ihm einiges fehlt: Ist dies schon ein globales Kochbuch, oder ein Fransösisches?


Das zweite Buch ist gestern über den Postweg bei mir gelandet, ein unerwartetes Geschenk eines lieben Freunden, der mich sehr gut kennt. Es ist das neueste Buch von Nigel Slater:

Kein Kochbuch, sondern eine Ansammlung von Erinnerungen und Kommentare über die Art und Weise, wie die Engländer essen und mit Essen umgehen. Ich habe erst 40 Seiten gelesen, und der erste Eindruck ist sehr positiv. Zuerst muss man erwähnen, dass das Buch auch sehr unterhaltsam ist, wenn man nie in England gelebt hat. Einzige Voraussetzung ist, dass man sich für Essen interessiert. Da manche der Erinnerungen um einige Jahre zurückliegen, gibt es manchmal Erklärungen für die jüngere Generation, für die ich auch dankbar bin. Was das Buch sehr unterhaltsam macht, ist dass, Dank des bis vor kurzem bescheidenen kulinarischen Rufs des Landes, Nigel Slater keine Hemmungen hat, sehr (welt-)offen und humorvoll mit den Gewohnheiten seiner Landsleute umzugehen. Da hilft auch die englische Tugend von „Self deprecation“. Aber in den Beobachtungen gibt es auch vieles, was universell ist. Wer sich einen ersten Eindruck machen will, kann derzeit noch hier Auschnitte aus dem Buch lesen.
Übrigens, ein solches Buch über Frankreich von einem Franzosen wird es meiner französischen Meinung nach bestimmt noch lange nicht geben, schon alleine deshalb, weil es sich kaum ein Franzose findet, der das Essen in seinem Land kritisch und humorvoll betrachten kann.

Kommentare:

Bolli hat gesagt…

Véronique, c'est toi qui doit écrire ce livre sur la France!!!!!

Schokoladenbuch ist wirklich gut, habe ich schon einges draus gemacht.

Hande hat gesagt…

Das PH Schokobuch hab ich schon gesehen, reingeschaut und erstmal für gut befunden. Hab schon auf meiner List, werde unbedingt kaufen!