Schaum gewordene Ahornsirup-Crème

Als ich letzte Woche die damals aktuelle Ausgabe von Delicious durchgeblättert habe (jetzt ist schon März raus, sehe ich), ist mir ein Foto einer Crème Caramel im Ramequin aufgefallen. Crème Caramel? Komisch, denn das Karamell war auf der Crème, was aber der Titel erklärte: Es war kein Karamell, sondern Ahornsirup, und nicht mal Kuhmilch in der „Crème“, sondern Sojamilch. Da ich derzeit versuche, die Zutaten, die ich zu Hause habe, aufzubrauchen, anstatt neue zu kaufen, und seit zu langer Zeit eine Flasche Ahornsirup habe, habe ich beschlossen, das Rezept bei der nächsten Gelegenheit nachzukochen. Klar, der Gedanke Sojamilch als Hauptzutaten in einem Nachtisch zu haben versetzt mich nicht in einen Euphoriezustand, aber in dem Rezept waren auch Eidotter, und so habe ich das Rezept getestet, wie sie geschrieben war… oder fast.


Schaum gewordene Ahornsirup-Crème oder Ahornschaum (nach „Soya and Maple creams“, Delicious, 02/2007)

Für 6 Pers.:

600ml Soja-Milch
1 TL Vanilleextrakt
6 mittlere Eidotter
55g Zucker
1 ½ EL Stärke
6 gr. Agar-Agar in Pulver (im Original Gelatine, die nicht gekocht wird, also erst mit dem Sirup hinzugefügt wird).
100ml Ahornsirup, plus extra Menge zum servieren

Die Milch erhitzen.
Während dieser Zeit, die Eidotter, zusammen mit der Zucker, die Stärke und den Agar-Agar mit dem elektrischen Besen ein paar Minuten schlagen. Die heiße Milch unter ständigem schlagen langsam dazu geben. In den Topf 3-4 Minuten kochen, bis es dickflüssiger wird.
Den Ahornsirup und den Vanilleextrakt hinzufügen, und in 6 Ramequins (à 175ml) verteilen.
Kühl stellen. Eine ganze Nacht, sagt das Rezept. Ein paar Stunden reichen aus, sage ich.
Vor dem Servieren ein bisschen Ahornsirup darauf verteilen.



Was mir aufgefallen ist:
Sehr auffällig: Bei mir ist die Crème ein Schaum geworden, und hat fast das doppelte Volumen ergeben... Beim schlagen ist die Masse sehr schaumig geworden, und kein bisschen weniger als ich die Milch hinzugefügt habe. Ich habe zuerst gedacht, dass beim Kochen der Mischung das ganze cremiger würde, wie bei einer „Crème Anglaise“, aber es ist nichts derart passiert. Ich tippe auf einem unerforschten (von mir) Synergieeffekt von Sojamilch und Agar-Agar.
Gesüßte, heiße Sojamilch mit Eidotter schmeckt sehr… bescheiden. Zum Glück aber kam noch Ahornsirup dazu:
Warmer Ahornsirup riecht unheimlich gut und ist lecker. Ich muss irgendwann Ahornsirup Soufflés machen.
Das Rezept soll in 15 Minuten zu machen sein, und es ist wirklich so. Vermutlich ist beim Einsatz von Gelatine eine Nacht im Kühlschrank notwendig, aber mit dem Agar-Agar ist es nicht so: Am Freitag nach der Arbeit vorbereitet, und am gleichen Abend gegessen.

Kommentare:

veronica hat gesagt…

bonne fete chere vero il faut que je reponde a ton questionnaire..promis pour la semaine prochaine...bises

Véronique hat gesagt…

Bonne fête à toi aussi, Véro! Je n'avais même pas pensé que la Saint Véronique était cette semaine quand j'ai fait suivre le meme...
Je suis curieuse de lire tes réponses. :-)