Erste Erbsen

Gerstern habe ich die ersten Erbsen der Saison auf dem Markt am Carlsplatz entdeckt, und prompt welche gekauft. Dazu „Neuzwiebeln“ – sie werden in Französisch „oignons nouveaux“ genannt – und schon hatte ich ein leckeres Gericht.


Petits pois frais

Für 2 Pers.
1kg Erbsenschoten
6 Lauchzwiebeln
Stückchen Butter
Salz
Wasser

Die Erbsen von den Schoten befreien, kurz spülen.
In einem Topf die Erbsen geben, die geputzten Zwiebeln von den Lauchzwiebeln, Wasser, bis die Erbsen nicht ganz gedeckt sind, Salz, und ein Stückchen Butter. Erhitzen, und sobald es anfängt zu köcheln, für ca. 10 Minuten kochen lassen. Ich habe ab und zu eine Erbse gegessen, um zu sehen, ob die Größeren gar waren. Die Erbsen und Zwiebeln aus dem restlichen Wasser heraus nehmen, und sofort servieren.


Was mir aufgefallen ist:
Nachdem ich die Woche blogmässig hauptsächlich damit verbracht habe, die 118 gepostete Rezepte zum Thema Spargel und Erdbeere zu lesen, die anlässlich des französischen Blog Events „Blog Appétit“ publiziert wurden, war ich froh ein anderes Saisongemüse verarbeiten zu können. Dennoch kann ich nur empfehlen, die Webseite der Teilnehmern zu besichtigen: Es gibt sehr interessante und auch sehr gewagte Kreationen, wie hier, hier (kein Nachtisch, sondern eine Vorspeise!), hier oder noch hier, um nur einige zu nennen.

Semaine fraîch'attitude

Mon billet écrit pour la semaine Fraîch'Attitude se trouve ici.
Mein Beitrag zu der französischen Fraîch'Attitude Woche, eine Aktionswoche der französischen Agentur für Forschung und Information über Gemüse und Obst, habe ich auch sprachlich und inhaltlich angepasst hier in deutsch gepostet.

Leichte Ratatouille Niçoise

Ratatouille liebe ich. Es ist kein Gericht, das ich seit meiner frühen Kindheit kenne. Außer in der tiefen Provence war es bis in den 80er Jahre nicht sehr verbreitet. Auberginen und Zucchini aßen wir häufig, aber anders zubereitet. Irgendwann fingen an überall Rezepte publiziert zu werden, aber vor allem hat mich die Ratatouille, wie sie von Michel Oliver im Fernsehen gezeigt wurde, beeindruckt, und mit meiner Mutter haben wir sie kurz darauf mit Erfolg nachgemacht Am besten schmeckt sie mir heute noch, wie er sie gemacht hat: Es ist die aufwändige Version davon, und wird vorbereitet vorbereitet, in dem man die einzelnen Zutaten würfelt, separat in Olivenöl brät, bis sie leicht goldfarben werden, und anschließend im Backofen in einer geschlossenen Cocotte schmort. Gut schmeckt mir auch die schnellere Version, in der die Zutaten fast zeitgleich in eine tiefe Pfanne gegeben, und in genügend Olivenöl köcheln gelassen werden. Sehr leicht ist das Gericht nicht, und bisher dachte ich, es sei unmöglich, Auberginen ohne Fett schmackhaft und schmelzend hinzukriegen.

Das hat sich aber jetzt geändert! Ich habe ein Rezept gelesen, in dem die Ratatouille im Schnellkochtopf gedämpft wird. Ich war skeptisch, aber ich bin auch neugierig, und habe es versucht. Und es hat mir sehr gut geschmeckt.


Leichte Ratatouille Niçoise
Für 2 Pers.:
1 schöne Aubergine
1 Zucchini
1 halbe Paprika
2 Tomaten
1 große Zwiebel
Knoblauchzehen, je nach Geschmack
Salz, Pfeffer
Kräuter

Das Gemüse gleichmäßig würfeln, und in den Dampfkorb geben. Salz, Pfeffer, und reichlich Kräuter geben. Rosmarin am besten, aber ich habe Oregano benutzt.
Drei Finger Wasser in den Schnellkochtopf geben. Korb setzen, und Topf schließen. Auf den Herd bei zunächst hohe Stufe das Wasser zum kochen bringen. Sobald Druck entsteht, die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren, und 20 Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen, und sobald kein Druck mehr vorhanden ist, die Ratatouille aus dem Korb nehmen, mischen, abschmecken, und sofort servieren.
Ich habe dazu Humus serviert, und ein Feta-Hacksteack aus Tatar vom Rinde, Feta und Kräuter.


Was mir aufgefallen ist:Die Kräuter und Gewürze machen es!
Diese Ratatouille hat mir sehr gut geschmeckt, aber die Version mit Olivenöl ist weiterhin geschmacklich die Beste, keine Frage.
Michel Oliver hat viele Kochbücher geschrieben, und viele Franzosen haben sein Bestseller „La cuisine est un jeu d'enfants“ (Die Küche ist ein Kinderspiel), mit Vorwort von Jean Cocteau!, als erstes Kochbuch gehabt. Das Buch ist immer noch erhältlich, und ich weiß, dass die nächste Generation in meiner Familie sein Jambalaya mit Cocktail-Würstchen, Kalbschnitzelstreifen, Zwiebel, Reis, Currypulver und Tomaten genauso gerne hat, wie wir es hatten. Sein Quatre-Quart, der französische Pfundkuchen, war eine meiner frühen Spezialitäten.

Beignets de fleurs d'acacia

Heute habe ich etwas gegessen, woran ich sehr häufig denke, aber seit 15 Jahre nicht mehr gegessen habe. Als ich noch in Frankreich wohnte, habe ich Akazienblütenkrapfen einmal im Jahr gegessen, während der sehr kurzen Blütezeit, und das war eine Delikatesse - Akazienblüten riechen und schmecken leicht nach Orangenblüten - worauf wir uns alle gefreut haben. Hier in Düsseldorf hat es ein bisschen gedauert, bis ich Akazienbäume entdeckt habe, und noch länger, bis ich mich – heute zum ersten mal – getraut habe, die Beignets in der Stadt aus Stadtblüten zu machen (aber wohl nicht von Bäume, die nah an einer Strasse gelegen sind).

(Die Knospen am letzten Sonntag, noch keine Blüte zu sehen)

Nachdem ich ganz vier kleine Blütentrauben gepflückt habe, habe ich noch meine Mutter angerufen, die zufällig auch dabei war, in Südfrankreich Akazienblütenbeignets zu machen. Als ich fragte, wie sie ihr Beignetteig macht, musste sie lachen: Heutzutage benutzt sie dafür eine Tempuramehlmischung. Die Beignets sind dadurch leichter und knuspriger. Und ich, in Düsseldorf, sehr nah am vielen japanischen Geschäfte, habe dann zu meiner Bibel für einfache französische Grundrezepte gegriffen, La cuisine facile de Francoise Bernard, und habe folgendes gemacht:


Beignets de fleur d’acacia

Für 1 Pers.
4 Akazienblütentrauben

50g Mehl
1 Ei
1 TL Öl
50 ml Bier (Alt habe ich genommen)
Salz
Zucker

Öl zum frittieren

Küchenpapier


Die Akazienblüten sollten möglichst sehr frisch sein, und sauber. Ich habe nur geprüft, dass keine Insekten dabei waren, habe die paar Pollenwölkchen von Fremdblüten entfernt, und musste meine nicht weiter säubern. Dabei muss ich erwähnen, dass heute Abend die meisten Zweige, die ich beobachten konnte, noch Knospen und keine Blüten hatten, so dass ich sicher sein kann, dass meine Blüten erst heute zu blühen gekommen sind.

Mehl, Ei und Öl habe ich vermischt, zusammen mit dem Salz, solange, bis keine Klumpen vorhanden waren. Das Bier habe ich dann hinzugefügt.

Das Öl habe ich auf 170°C erhitzt. Der Teig habe ich in der Zwischenzeit in einem 150ml Glas umgefüllt, weil es so leichter war, die Blütentrauben darin zu tauchen. Dabei werden sie durch die Zweigspitze gehalten. Frittiert wurden sie kurz – 2-3 Minuten, bis sie auf alle Seiten goldbraun sind - dann auf Küchenpapier gelegt, damit etwas von dem Öl weggesaugt wird. Und schließlich mit etwas Zucker bestreut, und am besten noch warm gegessen: Man hält die Traube durch den herausragenden Zweig, und isst die Blüten drum herum.


Was mir aufgefallen ist:
Ich habe das Rezept für den Teig durch drei geteilt, aber im Original nimmt man 1 Ei und zwei Eiweiße für 150g Mehl.
Hätte ich zum Frittieren einen tiefen Topf benutzt, statt einer Pfanne, hätte das ganze besser ausgesehen. Ich denke aber, dass mein Teig die richtige Konsistenz hatte. Er darf nicht zu flüssig sein, da er so an die Blüten nicht haften würde.
Ich hatte am Sonntag die Knospen schon gesehen, und wusste, dass sie in der Woche blühen würde. Da die Blütezeit sehrt kurz ist, muss man regelmäßig prüfen, wann die vorgesehenen Blüten verzehrbereit sind. Sie werden vermutlich in den nächsten Tagen am besten sein, die Blüten schön entfaltet, aber noch nicht zu alt.
In Frankreich kann man, wenn man etwas verzehren will, was man in der Natur gepflückt hat, worüber man sich nicht ganz sicher ist, zu jeder Apotheker gehen: Diese haben im Rahmen ihres Studiums gelernt, giftige von ungiftige Pilze und Pflanzen zu erkennen. Ich weiss aber bis heute nicht, ob es in Deutschland auch so ist. Auf jeden Fall, wer nicht weiss, was eine Akazie ist, sollte nicht versuchen, dieses Rezept nachzukochen!

Für die französischsprachigen Leser folgt einen Ausschnitt aus „Petit traité romanesque de cuisine“ von Marie Rouanet, ein Buch, das nicht zufällig oben im linken Balken dieses Blogs abgebildet ist:

« Les trottoirs de mai s’ornent de blancheur: les communiantes passent, voile au vent, et les fleurs d’acacia, tombées en abondance, leur font tapis d’un blanc un peu verdelet. Toutes les villes ont planté le robinier, si prolifique, que l’on désigne sous le nom d’acacia. Quel enfant n’a pas mangé les pistils des fleurs à la base sucrée ? Nous prenions en réserve dans nos poches, ramassées à poignées sur le ciment, ces fleurs que nous dépiautions dans la classe de mai, si chaude déjà que l’on fermait les volets à la clé.
Une ou deux fois dans le mois, ma mère acceptait de me faire des beignets. C’était toujours pour un goûter, ce repas préféré de l’enfance. Elle n’aurait pas osé présenter cela en dessert. L’acacia, ce n’était pas une nourriture, seulement une fantaisie de gosse et elle me faisait cette concession : sacrifier farine, œuf et huile pour les beignets que je mendiais. C’était donc toujours pour un quatre heures et tant qu’elle y était ma mère faisait les beignets pour toutes mes copines de jeu. Comme les autres mères en faisaient autant, nous passions le mois à en manger. A la fin, on savait que c’était fini pour onze mois, fini par la force des floraisons naturelles. Seul le mois de mai prochain ramènerait les communiantes, les fleurs et les beignets.
Je cueillais, dépassant d’un terrain vague ou d’un jardin, une branche bien pourvue en grappes fleuries de fleurs bien épanouies sans être flétries. Ma mère préparait une pâte à frire fluide – trois cuillères de farine, un œuf, un peu de lait, un peu d’eau, une pincée de sel. Elle prenait la grappe entière et la trempait. On aurait dit que les pétales n’avaient pas du tout retenu de pâte : tout semblait s’écouler, les fleurs mouillées devenaient pitoyables. Mais elle déposait la grappe dans la poêle pleine d’huile bouillante et tout se regonflait et dorait dans la minute. C’était presque magique, comme des papiers pliés chinois qui deviennent des fleurs dans un bol d’eau. »

Den Rest, und viel mehr, gibt es in diesem schönen Buch, das das ganze Jahr und seine saisonalen Täfelfreuden Revue passieren lässt.

Zucchini-Tofu-Penne Auflauf

Vor einigen Wochen hatte ich bereits versucht, einen Beitrag zu dem Fleischlos-Blog-Event zu machen, aber mit wenig Erfolg. Da ich das Datum für die Einsendung schon heute ist, habe ich gestern noch schnell etwas aus den Zutaten gemacht, die ich vorrätig hatte.
Von Anfang an wollte ich etwas mit Tofu machen, da es glaube ich die Idee, die hinter dem Fleischlos-Konzept ist. Außerdem wollte ich etwas Veganes machen, da vegetarisches bei mir sehr häufig vorkommt und weniger interessant wäre. Zucchini hatte ich, Ideen nicht, also habe ich gegoogelt und bin sehr schnell auf ein Rezept gestoßen, das mir gefallen hat, und wofür ich die Zutaten hatte. Einiges habe ich abgeändert.


Zucchini-Tofu-Penne Auflauf

Für 4 Pers.:
200g Penne
1 Tofublock
2 Zucchinis
½ Paprika
1 Zwiebel
1 Knoblauchzeh
1 EL Ölsaat (Mischung)
Weißer Balsamico
Oregano und/oder Thymian
Olivenöl
Pfeffer, Salz
Tomatensauce

Am Vortag ein Zucchini in Scheiben schneiden, und mit weißem Balsamico und Kräuter im Kühlschrank marinieren lassen.

Ein Block Tofu unter einem Teller pressen, in dem ein schweres Gegenstand draufgelegt wird.
Die Penne in Salzwasser kochen, höchstens bis sie Al Dente werden.
Den Zwiebel klein schneiden, sowie den Knoblauchzeh. Den zweiten Zucchini grob reiben. In eine Pfanne Olivenöl geben. Zwiebel und Knoblauch einige Minuten lang in den Öl dünsten, bis die Zwiebel glasig werden. Den geriebenen Zucchini und den gewürfelten Paprika hinzufügen, und unter Rühren kochen, so dass es an Wasser verliert. Den gepressten Tofu hinzufügen, sowie Salz, reichlich Pfeffer, Kräuter und Ölsaat. Rühren, so dass die der Tofu zerkleinert wird. Probieren und wenn notwendig nachwürzen.
Den Backofen auf 175°C vorheizen. In einem Auflaufform die Zutaten wie folgt schichten: Tomatensauce, Penne, Tofu-Zucchini-Masse, wiederholen und beim letzten Mal mit den Zucchini-Scheiben enden. In dem Backofen 35 Min. backen. Sofort servieren.


Was mir aufgefallen ist:
Das Originalrezept spricht über 1 Paket Penne – was 500g heißen sollte, und nur ein halber Block Tofu. Das wäre mir zu trocken gewesen.
Es ist wichtig, die Tofu-Mischung gut zu würzen. Pasta allein hat wenig Geschmack, sowie Tofu.
Beim Servieren hält kaum alles zusammen, aber ich habe eine breite Form benutzt, und die versciedenen Schichten waren dünn.
Die vegane Küche habe ich einige Jahre lang ausgiebig getestet, da ich mit einem Veganer gelebt habe. Dadurch habe ich viele leckere vegane Gerichte aus aller Welt kennengelernt, aber die künstlichen veganen Nachahmungen von Fleischgerichte haben mich wenig überzeugt. Von dem heutigen Gericht habe ich keine hohe Erwartungen gehabt, aber ich wurde angenehm überrascht: Die unterschiedlichen Konsistenz zwischen bissfeste Kerne und Zucchinischeiben, Penne Al Dente, weicher Tofu und fast geschmolzener Zucchini passen sehr gut zusammen, und sowohl Tofu als auch die Penne haben für Balance gesorgt, in der ansonsten eher scharfen Mischung.

Minimalistische Spargel

Derzeit läuft über den französischen Blog Appétit ein Blog-Event mit Thema Spargel und Erdbeere, deshalb gibt es dieses Rezept zweimal, einmal in Französisch, einmal in Deutsch.

In Frankreich habe ich Spargel immer mit Vinaigrette oder Sauce Hollandaise – hausgemacht – gegessen, als Vorspeise, ohne Begleitung von Kartoffeln und Schinken. Wir haben sie immer am Wochenmarkt gekauft, Sonntags, für die das Mittagessen, aber ich wusste dass wilde Spargel im leichten, sandigen Boden wachsen, da mein Vater schon Mal welche unweit des alten Arms vom Rhône gefunden hatte, in unserer Nähe. Heute freue ich mich Spargel in unterschiedlichen Zubereitungen zu finden und essen zu dürfen – ein Highlight für mich ist die Tempura von grünen Spargel, die eine Freundin macht: In Olivenöl frittiert, mit einer Rettich(Daikon)-Sauce serviert. Aber ab und zu freue ich mich, auf die gute alte Art, sie zu machen, oder auch leicht geändert: Vor kurzem habe ich für meine Hollandaise Limettensaft statt Zitronensaft benutzt, und Kardamom hinzugefügt, und es wurde sehr lecker.

Spargel mit Vinaigrette habe ich immer gemocht – wie häufiger erwähnt mag ich Essig – und Spargel passen bekanntlich gut zu Erdbeere. Wäre meine Küche sehr groß und würde ich regelmäßig für eine große Familie kochen, hätte ich eventuell unter den Essigsorten, die ich habe (derzeit Rotweinessig, weißer Balsamico, Estragonessig, Himbeeressig, Reisweinessig und Zitronenessig) auch Erdbeeressig. Aber es ist während der Erdbeersaison überhaupt nicht notwendig.


Asperges à la vinaigrette rose

250g weiße Spargel/Person

Vinaigrette für ca. 3 Pers.:
1 reife Erdbeer
1 EL weißer Balsamico
1 großer TL Dijon oder scharfer Düsseldorfer Senf
3-5 EL Keimöl oder Rapsöl
Salz, Pfeffer


Die Spargel schälen und in Salzwasser kochen.

In der Zwischenzeit den Stiel der Erdbeere entfernen, und die Erdbeere in kleine Stücke schneiden. Senf und Essig hinzufügen, und verrühren und zerdrücken zugleich, damit die Erdbeerstücke möglichst püriert werden. Salz und Pfeffer hinzufügen. Öl nach und nach hinzufügen, und dabei schlagen, damit eine dickflüssige Vinaigrette entsteht. Wenn viele Gäste da sind, kann man die Mengen multiplizieren, und eventuell ein Stabmixer benutzen.

Mit einem Messer oder einem Nadel prüfen, ob die Spargel gar sind. Spargel leicht abtropfen lassen, wenn kein Spargelservierteller vorhanden, und sofort servieren.

Asperges minimalistes

J'ai trouvé alléchante l'annonce de la semaine fraîch'attitude - le nom de la semaine un peu moins - et pour la première fois depuis que j'ai commencé mon blog, j'ai décidé de poster en français, et d'en profiter pour y glisser une ou deux informations sur les habitudes culinaires de mon pays d'accueil, l'Allemagne, en espérant qu'elles intéresseront le lecteur, qui de toutes façons va entendre parler de ce pays quotidiennement pendant un mois. Autant commencer en douceur.
En Allemagne, donc, les asperges sont le plus souvent servies avec des pommes de terre bouillies, du jambon blanc et du beurre fondu ou une sauce hollandaise – souvent achetée en petites briques. En saison, on trouve des stands de vente d’asperges locales un peu partout dans ma ville, en particulier dans les gares et les stations de métro. Les asperges locales étaient – comme en France il y a quelques années – des asperges blanches, mais les asperges vertes et les asperges violettes sont maintenant sur tous les étals. On trouve aussi de plus en plus souvent un produit venant d’Asie qui ressemble à de petites asperges vertes, mais qui sont je crois un céréale, et plus récemment, j’ai goûté des pousses de petits pois vendues en barquettes sous le nom de « Erbsenspargel », ou asperges de petits pois, qui ne devraient intéresser à terme que ceux qui dans les asperges aiment surtout les fibres…

Même si j’aime beaucoup la variété des préparations qui contiennent des asperges, avec un faible pour la tempura d’asperges vertes frite à l’huile d’olive et servie avec une sauce au radis blanc (daikon) que prépare une amie, j’aime de temps en temps revenir aux recettes de mon enfance, parfois en les transformant un peu. J’ai par exemple récemment préparé une sauce hollandaise en remplaçant le jus de citron par du jus de citron vert, et en rajoutant des graines de cardamome, parfait avec des asperges vertes. Et plus récemment encore, j’ai refait cette recette délicieuse, de saison, et d'une simplicité très frech, soit gonflée en allemand.


Spargel mit rosigerVinaigrette

250g d’asperges blanches par personnes

Vinaigrette pour 3 pers. environ :
1 fraise bien mûre
1 càs de vinaigre balsamique blanc
1 grosse cuillère à café de moutarde forte de Düsseldorf ou de moutarde de Dijon
3-5 càs d’huile de germes de blé ou de colza
Sel, poivre


Eplucher les asperges et les mettre à cuire dans de l’eau salée.

Pendant ce temps, équeuter la fraise, la couper en petits morceaux, y ajouter la moutarde et le vinaigre, mélanger en écrasant la fraise le plus possible. Saler, poivrer, ajouter l’huile en filet tout en battant pour que la vinaigrette ait la consistance d’une mayonnaise peu épaisse. Vérifier l’assaisonnement.

Vérifier le cuisson des asperges avec un couteau ou une aiguille. Les égoutter et les disposer sur un plat de service. Servir aussitôt.

Et pourquoi les avoir appelées minimalistes, me direz-vous? Et bien, en plus d'avoir été achetées chez Minimal, l'équivalent allemand des supermarchés Champion, certaines ont été victimes d'une chute malencontreuse -- avant cuisson et épluchage, je vous rassure - et en sont ressorties légèrement diminuées...


A propos de la moutarde:
La moutarde est une des spécialités de Düsseldorf. Mieux encore, on murmure ici que la moutarde de Dijon a été créée par un ouvrier d’un moulin à moutarde de Düsseldorf qui se serait enfui à Dijon avec la recette, et avec un meilleur sens du marketing…
Si vous passez par Düsseldorf et que vous aimez la moutarde, ne manquez pas deux magasins se situant dans la vieille ville.
Le premier est une boutique minuscule, devant laquelle on fait souvent la queue, et que l’on sent avant de voir : En effet, ce magasin vend aussi des épices et des herbes. Les locaux viennent avec leur pot en terre émaillée en bleu pour faire le plein de moutarde au moût (ABB Mostert, créée en 1726), mais on peut aussi l’acheter directement dans un de ces petits pots.
L’autre est une boutique récente et spacieuse, qui vend de nombreuses déclinaisons de la moutarde Löwensenf, dont la version forte est l’équivalent de la moutarde de Dijon, et fait aussi office de musée.

Gewürzhaus Altstadt
Mertensgasse 25
40213 Düsseldorf

Düsseldorfer Senfladen
Bergerstraße 29
40213 Düsseldorf
Horaires d’ouverture:Lu. - Sa. de 10 heures à 19 heures

Fèves, tomates en brochettes et petites saucisses

Ein Paket tiefgefrorene Dicke Bohnen, schöne Mini Cherry-Tomaten – oder heißen sie vielleicht anders - und die schon mal hier erwähnten geräucherten Puten-Cabanossi von Basic, haben zusammen mit einem einfachen grünem Salat einen perfekten Frühlingsabendessen gebildet.

Fèves, tomates en brochettes et petites saucisses

Für zwei Person :

400g Dicke Bohnen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzeh
Oregano
10 Mini Cherry-Tomaten
Pfeffer
1 Paket Cabanossi-Würstchen – auch wenn es dummerweise 5 Würstchen enthält, und nicht 4 oder 6
Olivenöl
Salz
Zwei Holzstäbchen

Jeweils fünf Tomaten auf jedem Holzspieß aufreihen.
In einem heißen Topf ein bisschen Olivenöl geben, und der in Scheiben geschnittenen Zwiebel hinzugeben. Zwei Minuten lang braten.
In der Zwischenzeit eine Pfanne vorheizen, Olivenöl und die Tomatenspieße hinzufügen.
Im ersten Topf den Knoblauchzeh in kleine Stücke hinzugeben, und nach eine Minute die Dicken Bohnen. Salz und Oregano hinzufügen, sowie ca. ein Zentimeter Wasser. Ab und zu rühren.
Im zweiten Topf die Tomatenspieße ab und an drehen: Wenn die Tomaten deutlich weicher werden, die Würstchen in die Pfanne geben, und für wenigen Minuten scharf braten. Sobald die Tomaten leicht karamellisiert sind, also leicht braun, und die Würstchen gebraten sind – wie viel ist Geschmacksache – die Dicken Bohnen wenn notwendig nachwürzen, auf den Teller anrichten, die Tomatenspieße pfeffern, auf die Bohnen legen, und die Würstchen nebenan anrichten. Sofort servieren.


Was mir aufgefallen ist:
Von der Menge und Zutaten her war dieses Essen für mich perfekt. Dicke Bohnen sind sättigend aber auch leicht und frisch, die Tomaten mag ich so gebraten sehr, und die Würstchen geben ein bisschen mehr Konsistenz und Geschmack, ohne das ganze unnötig in einen Gericht für kalte Tage zu mutieren.
Anscheinend haben Dicke Bohnen die Gabe, ohne eine starken Eigengeschmack zu haben, andere Würzen zu absorbieren. Obwohl mein Oregano sehr gut war, und obwohl ich zweimal noch davon hinzugefügt habe, war es nicht wirklich zu schmecken. Ist es bei anderen schon aufgefallen?
Der wirklich sehr aufmerksame Leser wird sich vielleicht erinnern, dass das Wort „Fèves“ in diesem Blog schon mal erwähnt wurde. Eine Dicke Bohne wurde ursprünglich in die Galette des Rois versteckt. Da diese auf Französisch „Fève“ genannt wird, hat man den Begriff übernommen, um die kleinen Figuren zu benennen, die jetzt in die Galettes kommen.

Persisches Eis mit Safran und Rosenwasser

In den letzten Wochen habe ich, wie vermutlich jeder von uns auch, vieles über die fragwürdigen und merkwürdigen Aussagen des iranischen Präsidenten gehört und gelesen. Dazu kamen einige Artikeln von iranischen Dissidenten, die in Deutschland leben, und dadurch habe ich Lust bekommen, ein bisschen mehr über das Land zu lesen. Nun, wie konnte es auch anders sein, nachdem ich einiges über die Entstehung des Staats gelesen habe, bin ich schnell auf einen interessanteren Link gestoßen, durch dem ich unter anderem erfahren habe, dass es ein persisches Eis gibt. Nach ein bisschen Recherche habe ich erfahren, dass Eis zuerst von einem persischen Monarch in Paris gekostet wurde, der es sehr mochte, aber dass es noch lange dauerte, bis es durch Straßenverkäufer für jeden in Iran zugänglich wurde, nämlich erst ab dem zweiten Weltkrieg. (Mehr Infos gibt es hier.)
Es wäre wenig interessant, wenn das persische Eis das selbe wäre, wie was wir hier im Westen kennen, aber zum Glück wurde es nachdem lokalen Geschmack geändert: Das Eis ist sahniger, und wird mit Rosenwasser und Safran parfümiert. Da mir vor kurzem iranisches Safran gegeben worden war – ja, richtig gelesen, GEGEBEN, ich habe manchmal so ein Glück - , und da ich Rosenwasser und Vanille sehr mag und fast immer vorrätig habe, habe ich mich auf die Suche nach einem passenden Rezept gemacht. Das wiederum war trotz Internet nicht sehr erfolgreich: Alles was ich fand ging von fertigen Vanilleeis aus, zu dem man Sahne, Safran und Rosenwasser hinfügt. Also beschloss ich, ein Rezept für Vanilleeis abzuändern, in dem ich Safran und Rosenwasser addieren würde… was nicht mal notwendig wurde, da auf der Seite des Rezepts der Glace à la vanille im Larousse des Desserts ein Rezept für Safran-Eis zu finden ist. Und so habe ich es gemacht:


Safran und Rosenwasser Eis

Für 1 Liter Eis:
60cl Vollmilch
20cl Crème fraîche
1 TL Vanilleextrakt
4 Eidotter
100 Zucker
1 TL Safranpulver
2cl Rosenwasser


1 – In einem Topf, Milch und Crème Fraîche zum Kochen bringen. Vanilleextrakt hinzufügen.
2 – In einem anderen Topf die Eidotter mit der Zucker schlagen, Die Milch-Crème Fraîche-Mischung hinzufügen, und bei Maximal 83°C unter ständigem Rühren kochen. Aus dem Kochfeld nehmen.
3 – Den Safran in ein wenig warmes Wasser auflösen, und zusammen mit dem Rosenwasser zu der Crème geben und gut rühren.
4 – Den Topf in einem weiteren, mit Eiswürfel gefüllten Topf legen, zum Kühlen. Anschließend in der Eismaschine oder im Eisfach legen.


Was mir aufgefallen ist:
Das Basis für die meisten Eiskremen ist ein Pudding, oder Crème Anglaise, oder Custard. Wie bereits einmal in Englisch erklärt, ist es überhaupt nicht schwierig vorzubereiten, wenn man entweder die Geduld hat, die Crème ständig zu rühren, bis sie die richtige Konsistenz erreicht hat, oder wenn man einen Thermometer besitzt, der das Rühren nicht ersetzt, der es aber erlaubt, das ganze Prozess ein bisschen zu beschleunigen: Sollte die Temperatur des Apparats zu hoch werden, dann klumpt die Crème, was aber mit Hilfe eines Stabmixers gerettet werden kann.
Ich besitze keine Eismaschine, also habe ich das Eis ca. alle 15 Minuten mit einem Gabel gerührt, bis es fast fest wurde: Es sind kaum Wasserkristalle entstanden: Keine Eismaschine ist also kein Grund, Eis nicht zu machen.
Das Eis schmeckt wirklich ausgezeichnet, weil der Safran sehr gut war. Das Rosenwasser konnte man aber meiner Meinung nach nicht schmecken. Vielleicht muss mehr hinzugefügt werden.

Ich konnte leider kein iranisches Food-Blog entdecken, dafür aber einige interessanten Blogs von Iraner, aus Iran oder aus dem Ausland, in Englisch geschrieben, und durch Satellit in die Welt geschickt, da die lokalen ISP mit Hilfe von Software aus westlichen Ländern den Informationsaustausch stark filtert. Das Lesen lohnt sich allemal, vielleicht mit ein bisschen Eis, um das ganze zu versüßen.

Pick-Nick Zeit !

Es ist wieder Pick-Nick Zeit, und ich liebe es, neue Sandwichs zu kreieren. Wie diese, mit Tapenade, Tomate, Kopfsalat, Ziegenfrischkäse und Harissa-Gewürz aus der Mühle,



und dieser, mit Schokoladenspread und Erdbeere…

Paupiettes de veau à l’ail des ours

Es ist endlich geschehen. Ich bin an diesem Wochenende Bärlauch verfallen, und es hat mir sehr gefallen.
Ich hatte natürlich schon Bärlauch gegessen: Wer in Deutschland lebt, kann kaum die Blätter übersehen haben. Aber es hatte mich nicht so umgehauen, dass ich Lust darauf bekommen hatte, selber etwas damit zu machen. Spontan habe ich aber am Freitagabend ein Handvoll gekauft, und zuerst überlegen müssen, was daraus werden könnte. Am selben Wochenende habe ich plötzlich Lust auf Kalbsschnitzelrouladen bekommen, und habe gedacht, dass ich sie mal anders machen könnte. Ich hatte auch Chavroux gekauft, diesen milden Ziegenfrischkäse, und so ist folgendes Rezept entstanden:


Paupiettes de veau à l’ail des ours

Pro Person :
1 Kalbschnitzel
1 EL Ziegenfrischkäse
6-8 Blätter Bärlauch
Salz, Pfeffer
Holzzahnstocher oder Küchenfäden

Für die Sauce (bis 4 Person) :
Saft einer halbe Zitrone
1 Zwiebel, geviertelt
1 Glas Wasser
Butter oder Öl
Optional: Stärke

Ziegenkäse, Salz und Pfeffer verrühren, und auf die Schnitzel streichen.
Bärlauchblätter darüber verteilen.
Schnitzel in Roulade drehen, und mit Zahnstocher oder Küchenfäden „befestigen“.

Im den Schnellkochtopf Butter oder Öl geben. Sobald sie/es heiß wird, Zwiebeln und Rouladen hinzugeben, und die Rouladen auf allen Seiten braun werden lassen. Zitronensaft hinzugeben, die ersten karamellisierten Fleisch- und Zwiebelsäfte in dem Zitronensaft auflösen. Wasser, in dem man auf Wunsch Stärke eingerührt hat, um eine sämige Sauce zu bekommen, addieren. Schnellkochtopf zumachen, und sobald das Ventil anfängt, laut zu werden – für die Modellabhängigen Erklärungen bitte unbedingt diesen Arte Beitrag lesen – fünfzehn Minuten kochen lassen.
Ventil entnehmen, und Topf erst aufmachen, wenn der restliche Dampf nicht mehr herauskommt.

Anrichten und servieren. Dazu habe ich kleine, in Salzbutter geröstete Kartoffeln gemacht.



Was mir aufgefallen ist:
Ich benutze das ursprüngliche, unverwüstliche Modell der Cocotte-Minute. Es ist nicht nur praktisch, aber auch richtig schön, finde ich.
Statt Zitronensaft kann Weißwein benutzt werden (einen halben Glas).
Ehrlich gesagt hat mich den relativ starken Geschmack des Bärlauchs angenehm überrascht: Er darf wieder in meine Küche.