Verschiedenes aus (Südost-)Frankreich


Das ist ein Cardon, also Kardy in Deutsch, frisch aus dem Garten. Es wird traditionell in einer Knochenmarksauce zum Weihnachten serviert, aber dieses Jahr haben wir stattdessen Apfelrotkohl gehabt. Es hat den meisten besser geschmeckt, denn Kardy ist bitter.


Es sieht wie ein Weckmann aus, ist aber ein Schweizer, „un Suisse“. Laut diesem Bäcker ist es ein Spezialität aus der Französischen Stadt Valence, am Rhônetal; Ich kannte sie aber bis zum letzten Sonntag nicht. (Ja, die Geschäfte hatten am Sonntag, den 24. Dezember in Frankreich auf, sowie manche Lebensmittelgeschäfte am 25. Vormittag auch. Ein Festtagessen ohne frisches Brot wäre ein Skandal.)


Und das hatte ich seit dem ich in Deutschland lebe nicht mehr gesehen oder gegessen. Es ist ein Brassadeau, eine Art Bagel aus der Provence (gleiche Vorbereitung, leicht andere, gedehnte Form) nach Orangenblütenwasser duftend und schmeckend. Es wird traditionell nur für Palmsonntag vorbereitet… außer neulich bei einem Bäcker in Montélimar. Einerseits war ich froh, nach so vielen Jahren ein Stück Brassadeau zu essen (man „bricht“ es), aber das Warten ist der halbe Spaß!

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