Rôti de porc aux pruneaux

For kurzem habe ich das Buch „Schwein und Sohn“ in einem sehr guten Buchladen in meiner Nähe entdeckt. Beim Durchblättern kam mir schnell einiges bekannt vor: Der Autor kommt aus derselben Region wie meine Familie, und wie er habe ich auch das jährliche „Zu-Hause-Schwein-Schlachten“ erlebt, bei uns bis vor ca. 15-20 Jahren. Man muss dazu sagen, dass schon lange vorher das Töten von Tiere auf Bauernhöfe verboten worden war, aber bis man es in den kleineren Dörfern „gemerkt“ hat, hat es gedauert. Jetzt wird der Schwein beim Schlächter gekauft und geholt, und (fast) wie früher zu Hause weiterverarbeitet.
Das Buch besteht zu einem aus Anekdoten und Fotos von den Leuten, die der Autor schon immer beim Schlachten zugeschaut hat, und aus sehr interessanten Rezepten, sowohl traditionell als auch modern und international, und richtig schön und „anders“ fotografiert. Einzigartig ist auch, dass kein Food- oder Kochfoto auf dem Cover gibt, ein sehr clevere Trick, um das Buch in den immer größer werdenden Kochbuchregale hervorzuheben.

Ich halte es für möglich, dass ich bei der Ansicht dieses Buches Lust auf ein klassisches Schweinrezept bekommen habe, ein Schweinebraten mit Backpflaumen gefüllt. Ich kenne allerdings mehr die Variante, wo die Pflaumen in der Sauce gekocht werden, aber ich wollte unbedingt testen, wie leicht sich ein Schweinestück mit einem Holzlöffel bohren lässt. Die Antwort: Unglaublich¨und fast beängstigend leicht… Das Rezept habe ich bei Tasca de Elvira, ein Kochblog aus Portugal aber in Französisch, abgeguckt, und ohne viele Änderungen nachgekocht:

Rôti de Porc aux Pruneaux (nach dem Rezept von Elvira)

Für 4 Pers. :
800g Schweinefilet (Mein Stück hieß sogar Schweinelachsfilet!)
200g Backpflaumen, ohne Steine
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 EL Butter
2 EL Tomatenkonzentrat (oder im Sommer zwei frische Tomaten)
2dl Weißwein
Petersilie
Salz und Pfeffer

Beilage:
250g Räucherreis
1 EL Butter
Petersilie

Backofen bei 180°C vorheizen.
Mit Hilfe eines Kochlöffels ein Loch durch das Filet bohren. Wenn zu eng, mit den Fingern dehnen. Die Pflaumen in das Loch stopfen. Braten salzen und pfeffern.
Die Butter in eine Pfanne schmelzen. Braten auf alle Seiten bräunen.
Den Braten in einen Ofenfeste Form geben. In der Pfanne die gehackte Zwiebel zusammen mit dem Knoblauch und die gehackte Petersilie dünsten. Tomatenkonzentrat und Wein hinzufügen, und zum kochen bringen. Mit dem Stabmixer fein pürieren und auf dem Braten verteilen.
Den Braten in den Ofen schieben, und 30 Minuten lang kochen.
In der Zwischenzeit die Butter in einen Topf schmelzen. Das Volumen des Reises prüfen. Den Reis in den Topf geben und mit der Butter vermengen. an Wasser messen: 1,5 Mal das Volumen des Reises. Das Wasser in den Topf geben, salzen, und zum kochen bringen. Wenn Löcher in den Reis erscheinen, den Herd ausmachen, und den Reis decken. Nach Geschmack Petersilie hacken und mit dem Reis vermengen.

Braten nach Ablauf der 30 Minuten aus dem Ofen nehmen, in Scheibe schneiden, und mir der Sauce und dem Reis anrichten und sofort servieren.


Was mir aufgefallen ist:
Das Stopfen mit Pflaumen sieht gut aus, aber beim nächsten Mal werde ich zusätzlich Pflaumen in die Sauce hinfügen, erst nach dem Pürieren, aber bevor das ganze in den Ofen kommt, und dafür weniger Tomatenkonzentrat benutzen. Mir haben ein bisschen die karamellisierten Fleischsäfte gefehlt.

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