Quenelles Maman

Die Quenelles Maman – Knödel Mama - sind eine Beilage, die unglaublich einfach vorzubereiten sind, und die sich auch nach Wunsch einfrieren lassen. Ich vermute, dass sie außerhalb der Familie meiner Mutter anders heißen: Es ist aber typisch etwas, das man zu Hause isst, und nicht im Restaurant, deshalb kenne ich nur die aus meiner Familie. Anders sind die Quenelles aus Lyon (Natur, mit Morcheln, oder klassisch mit Hecht): Weil viel feiner, werden sie als Vor- oder Hauptspeise serviert. Für mich sind sie etwas, das man im Restaurant isst oder beim „Traiteur“ kauft (Bei Reynon in Lyon, oder bei Giraudet jetzt auch in Paris). Die Quenelles lyonnaises lassen sich auch einige Wochen einfrieren, was gut ist, denn ich habe noch nie welche in Deutschland gesehen. Noch ein Tipp: Serviert werden sie mit der Sauce Nantua, die man gleich mitkaufen sollte: Wenn man Quenelles in einem Geschäft findet, ist in der Regel die Sauce nicht weit.


Quenelles Maman

Für vier Portionen:
1 Glas (ca. 150ml) Wasser
1 Glas Milch
1 Glas Hartweizengrieß
1 Ei
1 Prise Salz
Muskatnuss (optional)


Wasser und Milch mit Salz und nach Wunsch Muskatnuss aufkochen. Grieß hinzugeben, und mit auf dem Herd rühren, bis die Masse zu einen großen Kloß wird, der sich vom Topf löst. Den Topf vom Herd nehmen, und die Masse leicht kühlen lassen. Das Ei hinzufügen, und kräftig rühren, bis die Masse gleichmäßig wird.
In einem Topf Wasser kochen. Die Quenelles in der Hand formen: Dazu muss der Rechtshändler in die linke Hand entweder Wasser oder Butter streichen, damit die Masse nicht klebt. Die Quenelles Maman sind klein, ca. 5cm lang, und 1,5cm dick. Sie werden in das kochende Wasser gegeben, und sobald sie auf der Oberfläche schwimmen, sind sie gar, und können beliebig eingesetzt – oder zunächst eingefroren - werden.

Klassisch werden Sie von meiner Mutter unter Kalbgeschnetzeltes mit Champignons und grüne Oliven gemischt serviert. Ich habe diesmal improvisiert: Rinderhackfleisch und Zwiebeln wurde in Öl gebraten, mit Weißwein abgelöscht, dann Pak Choi (klein geschnitten), und anschließend Brokkoli hinzugefügt. Mit Sichuanpfeffer habe ich das ganze gewürzt, und die Quenelles zusammen mit Sahne in der Fleisch/Gemüse-Mischung aufgewärmt. Mit ein bisschen Parmesan habe ich es serviert. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sie dazu auch gut passen würden.

Kommentare:

Ulrike aka ostwestwind hat gesagt…

Na, das ist doch einmal ein Tipp ;-)
Grießklößchen, kann ich! Wobei bei uns die Herausforderung des Abstechens ohne "Schwänzchen" ist.

Anonym hat gesagt…

Dass ich das Rezept für "Quenelles nature" durch Zufall in einem deutschen Blog finden würde hätte ich mir nie träumen lassen.Ich könnte Sie umarmen denn die aus dem Handel sind "beurrk". Also tausend Dank !!!
Gruss von der "Kastanien - Insel" Korsika Christa

Soze hat gesagt…

Ich möchte an dieser Stelle mal meinen tiefsten Dank hinterlassen. Suche schon seit einiger Zeit nach dem Quenelles "nature" Rezept und bin nun endlich fündig geworden.

Habe die Quenelles vor vielen Jahren in Frankreich gegessen und mich tief in dieses Knödelchen verliebt, nur nie wirklich an ein Rezept gekommen.

Danke nochmals und mich sieht man nun in die Küche rennen und es ausprobieren.

Jutta Inauen hat gesagt…

Ich probier's aus. In der Hoffnung, dass ich nie wieder bis zur nächsten Frankreichreise warten muss, um wieder welche zu essen.
1000 Dank!!! :-)