Poireaux Vinaigrette

Die Notwendigkeit, einen Rezept für Lauch in Vinaigrette zu posten mag nicht offensichtlich sein, aber es ist das Beste, dass ich in den letzten Tagen gegessen habe, und nicht nur das, es hat mir sehr gut geschmeckt.
In Frankreich kannte ich poireaux vinaigrette als eine häufige Vorspeise zu Hause, immer (lau)warm serviert, mit einer schlichten, sämigen Vinaigrette, und nichts anderes. Obwohl der Lauch in der Regel ein bisschen zu sehr gekocht war – mmm schreiben wir das dem Einsatz des Schnellkochtopfs zu - habe ich dieses Gericht immer sehr gerne gegessen. Als nach mehrere Jahre Lauch Vinaigrette Abstinenz ein Freund beschrieb, wie er welche gemacht hatte – und zwar serviert mit Avocado und Kürbiskerne – habe ich Lust darauf bekommen, und jetzt mit den schönen Lauche umgesetzt, die in meiner Gemüse-Tüte waren.

Zwei Variationen habe ich gemacht, die Erste nachdem ich den Inhalt meines Kühlschranks gesehen haben, und die zweite nachdem der schon erwähnte Freund mir ein paar Tipps gegeben hat.

Ja, der Teller...


Poireaux Vinaigrette

Für zwei bis drei Portionen

3 Lauche
Salz

3 EL Olivenöl
1 EL Rotweinessig
½ EL scharfer Senf
Pfeffer

Für die Paprikaversion, pro Portion:
1 eingelegter Paprika
1 EL gemischte Samen

Für die Pflaumenversion, pro Portion:
2 Reine-Claudes (oder andere Pflaumen)
1 EL gemischte Samen

Lauch putzen, und in zwei gleiche Teile schneiden. Ich esse auch einen Teil des Grünes. In kochendem, gesalzenem Wasser geben, und ca. 20 Minuten kochen, bis es gar ist, aber schmelzend und leicht bissfest zugleich. Gut abtropfen lassen.

Die Vinaigrette vorbereiten: Zuerst Essig, Senf und eventuell Salz mischen, dann Öl hinzufügen und leicht schlagen, bis die Sauce sämig wird. Mit Pfeffer abschmecken.

Die Samen in eine heiße Pfanne geben, und leicht toasten. In der Zwischenzeit die Teller mit Lauch und Vinaigrette anrichten, je nach Version Reine-Claudes oder Paprika positionieren, und anschließend die warmen Samen verteilen. Sofort servieren.


Was mir aufgefallen ist:
Natürlich kann man es kalt essen. Ich habe es aber lieber lauwarm, und nicht durchmariniert.
Beide Versionen waren sehr lecker, auch wenn ich bei der Paprika-Version nicht gedacht hatte, die Samen zu toasten…
Ich glaube schon, dass es noch besser wäre, wenn man bei der Pflaumen-Version Pflaumenfleisch in die Vinaigrette hinzufügen würde. Wie bekomme ich aber Pflaumenfleisch aus einer Pflaume, möglichst ohne viel Aufwand? Tipps sind willkommen.

Keine Kommentare: