Clafoutis aux pêches et à la menthe

Ich weiß, ich habe bereits erklärt, dass ein Clafoutis eigentlich nur mit Kirschen gemacht werden darf, da es ansonsten eine Flaugnarde ist. Leider wissen die wenigsten Franzosen, dass es so ist, und so sind ganze Kochbücher mit Kuchenrezepte wo der Teig aus Eier, Milch und Mehl besteht, die unter den Sammelbegriff Clafoutis erschienen sind. Wichtig ist aber, dass sich unter diesen Rezepte einige gute Verwandlungen verstecken, wie diese kürzlich nachgebackene Version eines Clafoutis mit Pfirsiche und Minze.

Eigentlich kommt in dem Originalrezept auch Eisenkraut vor, aber ich hatte kein Eisenkraut zur Hand an dem Tag, und habe weißer Tee benutzt, der aber nicht zu schmecken war. Dafür gab es frische Minze.


Clafoutis aux pêches à la menthe (nach einem Rezept aus Les clafoutis de Christophe )

Für 4-6 Pers.

Für die Form
30g Butter
50g Zucker

45cl Milch
5cl flüssige Sahne
25gr Butter
1 Ei + 3 Eigelb
120gr Zucker
25gr Mandelpulver
25gr Mehl
2 Minzezweige
(1 Tüte Eisenkraut)
6 reife Pfirsiche (am besten weiße)

Den Backofen bei 200°C vorheizen.
2 Liter Wasser zum Kochen bringen. Die Pfirsiche eine Minute lang in dem kochenden Wasser pochieren, dann in kaltes Wasser stellen, und schälen.
In einem Topf die Milch zum kochen bringen. Minze (und Eisenkraut wenn zur Hand) zehn Minuten ziehen lassen. Durch einen Sieb filtern.
Sahne, Ei, Eidotter, Butter, Zucker, Mandelpulver, Mehl in einem Schüssel gut durchmischen, die Milch hinzufügen, und mit dem Stabmixer pürieren um eventuelle Klumpen zu vernichten.
Die Pfirsiche in 6 teilen, und in die gebutterte und gezuckerte Form (26 x 18) geben. Den Clafoutisteig hinzugeben, und für 25 bis 30 Minuten backen. Lauwarm essen.



Was man wissen sollte:
Beim lesen des Rezepts habe ich mich gewundert, dass bei so wenig Mehl in dem Teig eine hohe Backtemperatur für den Ofen gewählt wird: Es wird fast wie ein Crème Caramel vorbereitet, und man weiß, ich sowieso, was passiert, wenn man so was ohne Wasserbad bäckt. Erwartungsgemäß war der Clafoutis nicht ganz fest (der Teig hatte sich leicht zersetzt), obwohl durchgebacken, aber es hat sehr lecker geschmeckt. Ich denke, es würde sich lohnen, den Kuchen im Wasserbad zu backen, oder die Menge an Mehl zu verdreifachen, oder direkt Portionen in kleinen Formen zu backen.
Ich finde den Schritt mit dem Stabmixer völlig überflüssig: Man braucht nur die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Mandelpulver) zuerst zu vermengen, und erst dann mit den flüssigen zu mischen, und so hat man keine Klumpen.
Die Idee mit der Infusion finde ich wiederum sehr gut!

1 Kommentar:

pièce rapportée hat gesagt…

Un merveilleux souvenir, j'y étais et j'ai eu le privilège de déguster l'Oeuvre !! ;)