Soupe de poivrons rouges à la Fourme d’Ambert

Diejenigen, die französischen Kochblogs lesen, haben bestimmt dieses Rezept bei Epices & Compagnie… entdeckt, da Aude, Ex-Adoptiv-Kölnerin, die wieder Lyonerin geworden ist, es letzte Woche publiziert hat, nachdem sie es für Besucher des Europäischen Festes des Geschmacks in Aurillac gekocht hat. Bei Aude will ich mich bei dieser Gelegenheit unter Anderem für ihre schönen und guten Rezepte bedanken, und auch dafür, dass ich diese Woche eine französische Bloggerin aus Düsseldorf kennen gelernt habe, die ich mit Sicherheit wieder treffen werde!

Das Rezept habe ich am Montag nachgekocht. Seitdem habe ich weder Backofen noch Herd benutzt... aber ich würde noch davon essen, hätte ich noch etwas im Kühlschrank, denn es ist eine kalte Suppe.


Soupe de poivrons rouges à la Fourme d’Ambert, nach Aude

Für ca. 2 Portionen
2 rote Paprikas, mittelgroß bis richtig groß
80 gr Fourme d’Ambert (französischer Blaukäse aus der Auvergne, ein milder als der Roquefort)
1 gute Prise Salz
1 TL Kümmel + für die Dekoration
Pulver von Piment d’Espelette


Die Paprikas spülen, und in heißem Ofen, auf der höchste Stufe oder unter dem Grill… grillen, bis die Haut Blasen bildet, und teilweise dunkler wird. Es setzt leider im Voraus, dass man vor dem Ofen bleibt, es sei denn, ihr habt das Glück einen Backofen zu haben, der Düfte in die ganze Wohnung verbreitet. Wenn der Duft im Wohnzimmer ankommt, sind die Paprikas gar.
Beide Paprikas in eine Plastiktüte legen, oder in einen Schüssel, der mit Folie dicht geschlossen wird. Nach einige Minuten lassen sich die Paprikas mühelos enthäuten, und müssen nur noch von ihren Samen und ihren Stiel befreit werden. Der so gewonnenen Paprikafleisch in den Becher des Stabmixers geben, zusammen mit dem Käse, dem Salz, dem Chilipulver und dem Kümmel. So lange mixen, bis die Konsistenz gefällt: Persönlich habe ich nichts dagegen, kleine Paprikastücke wieder zu erkennen, aber es ist Geschmackssache.
In schönen Glasgefäße füllen, und mindestens für eine Stunde kalt stellen, bevor es serviert wird, entweder als Vorspeise, oder als Kleinigkeit bei einem Aperitif oder ein Büffet.


Ein paar Tipps:
Die Fourme d’Ambert habe ich bei „Jean-Luc“ auf dem Carlsplatz in Dûsseldorf gekauft.
Der Piment d’Espelette, eine milde Chilisorte, habe ich mal bei Manufactum/Brot & Butter gesehen.
Und eine Erfahrung: Ich habe am Dienstag diese Suppe in einem Park gegessen, und hatte gleichzeiteig Melonen in Würfel. Zu meinem Entsetzen sind Wespe zu mir gekommen, haben aber zuerst die Suppe probiert: Es scheint, dass sie Käse nicht mögen, und ruckzuck waren sie weg.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wenn ich an dieser Stelle eine Bitte äußern darf: Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Deutsch "mangelhaft" bleibt. Ich liebe Ihr Deutsch.

Das Tolle daran, Fremdsprachen zu können, ist meiner Meinung u.a. in der Lage zu sein, sich an den unauslöschlichen Spuren der Muttersprache des jeweiligen Sprechers zu erfreuen. Leider kann ich nur Spanisch, Deutsch, Englisch und un petit peu Französisch. Aber ich hoffe, dass noch besser zu lernen. Jedenfalls ist einfach lustig zu merken, woher die Probleme stammen, die beispielsweise Engländer mit der spanischen (kastilischen) Sprache haben. Engländer können meist nicht den Laut des spanischen "j" bilden. Als Deutscher hat man es da einfacher. Wer "Dach" sagen kann, schafft auch "Jerez". Ich habe erst als ich Spanisch gelernt habe, begriffen, warum die Engländer aus "Jerez" "Sherry" gemacht haben.

Um auf das Französische zurückzukommen: Ich habe noch nie einen Franzosen getroffen, der akzentfrei deutsch sprach. Meine Schwester hatte mal einen sehr germanophilen Freund aus der Bretagne, der hätte es fast gekonnt. Komischerweise konnte er aber nie "Goethe" aussprechen, er sagte immer "Göth".

Angeblich können viele Deutsche beispielsweise auch deshalb nie gut Spanisch sprechen, weil sie das "r" nicht rollen können.Bei mir klappt das gut. Man muss halt die Zungespitze am Gaumen vibrieren lassen.



Französisch ist meines Erachtens grammmatikalisch ähnlich kompliziert wie deutsch. Daraus ergeben sich diverse Fehlerquellen gerade beim Geschlecht und den Artikeln, was vice versa gilt.

Abgesehen von der Grammatik und Wortwahl bezieht das von Franzosen gesprochene Deutsch seinen Reiz für mich aber vor allem aus der Phonetik, dem Klang der Sprache. Besonders toll finde ich die Satzmelodie und die "Liaison", also das Zusammenzieher Worten und nicht das Binden einer Sauce.

Könnten Sie nicht mal "was zum Hören" in Ihrem Blog veröffentlichen?

Was mir übrigens noch zum Thema einfällt: So wie Italienisch die Sprache der (klassischen) Musik ist, ist die Küchensprache ja Französisch. Die meisten fachspezifischen deutschen Verben wie "blanchieren, sautieren, nappieren, glacieren usw." sind alle aus dem Französischen eingedeutscht. Für die "cloches", also die Hauben aus Metall mit denen man beim Servieren die Teller bedeckt, kenne ich noch nicht mal ein deutsches Wort. Noch im letzten Jahrhundert gab es in Deutschland diverse Restaurants der gehobenen Kategorie, deren Speisekarten nur auf Französisch waren.

Selbst in England war das ähnlich, und angeblich stammt beispielsweise das urbritisch scheinende "Pudding" von "boudin".

Von daher finde ich es klasse, dass Sie auf deutsch bloggen.

Verzeihen Sie meine Langatmigkeit, wie viele Freunde der Sprache kann ich mich schlecht kurz fassen, obwohl das u.a. ein Merkmal für wirkliche sprachliche Kompetenz ist.

Deshalb verbleibe ich mit den besten Wünschen.

Frank Michael Decher

Clairechen hat gesagt…

ooohhh Véronique, du sprichst von mir!! Danke schön! Endlich macht einer Werbung für mich!! ;-)
Die Suppe, von der du mir während unseren Mittagessen erzählt hast, finde ich klasse .... trotz du weiß schon was!!