Sommer Curry

Ich kaufe nur sehr sporadisch Koch-Zeitschriften, meistens auf Reise im Ausland, und dann mehrere auf einmal, aber ich lese seit 2001 Woche für Woche die Rezepte von Nigel Slater in The Observer. Ich mag seine Küche, die auf die Saison achtet, und die großzügige Art, die er im Umgang mit den Zutaten hat. Die Fotos, wie in seinen Büchern auch, sind ganzseitig, und das Gericht, nicht der Teller oder die Dekoration, hat Vorrang. Die Zutaten, die er bevorzugt, sind frisch, seine Küche nicht selten Italien angehaucht, aber als Engländer kann er auch Curries vorbereiten. Vor Jahren habe ich im Winter einen sehr leckeren Kürbis-Kichererbsen Curry mit Kokosmilch nachgekocht, und habe danach das Rezept leider verloren. Und vor einem Jahr habe ich ein Rezept aufgehoben, das ich erst vor ein paar Wochen, an einem sehr heißen Sonntag, nachgekocht habe. Und es hat wieder sehr gut geschmeckt, und war das richtige bei dem Wetter.


Auberginen und Tomaten mit Senfkörner und Ingwer, nach Nigel Slater

Für die Gewürzmischung:
3 Knoblauchzehen
8 Kardamomkapseln
1 TL Senfkörner
2 TL Kurkuma
2 TL Kümmel
2 kleine rote Chilis

Für den Curry:
500g kleine „Finger“ Auberginen, oder größeren
3 mittlere Zwiebeln
1 großes Stück Ingwer (Daumengross)
600g Tomaten
500ml Wasser oder Gemüsebrühe
3 EL Öl
Koriandergrün eines kleinen Bundes


Drei Esslöffel Olivenöl in eine Pfanne geben, die bei mittlerer Hitze erhitzt wird. Die Auberginen halbiert, oder in großen Stücke geschnitten in der Pfanne kochen, bis sie
Farbe nehmen, und leicht weich werden. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
In der Zwischenzeit die Zwiebel pellen, halbieren, und in große Segmente schneiden. In die Pfanne geben, in der die Auberginen gekocht wurden, bis sie, auch auf mittlere Hitze, leicht goldfarben und glasig sind.
Um die Gewürzpaste zu machen, die Knoblauchzehen pellen, und mit ein wenig Meeressalz in einem Mörser und zerdrücken. Die Kardamomkapseln öffnen, und die Samen hinzufügen. Gut zusammen zerdrücken, und dann Senfkörner, Kurkuma, Chili und Kümmel hinzufügen. Weiter zerdrücken, bis es eine Paste bildet. Sie muss nicht gleichmäßig sein.
Der Ingwer sehr kleine schneiden. In den Zwiebeln gen. Die Paste hinzugeben, und einige Minuten lang kochen. Die Tomaten vierteln und hinzufügen, dann die Auberginen wieder geben. Die Brühe oder das Wasser hinzufügen, und zum Kochen bringen. Die Hitze runterdrehen, damit der Curry leicht köchelt. So lange kochen, bis die Tomaten ein bisschen zerfallen, die Auberginen zart sind, aber noch viel Flüssigkeit vorhanden ist. Es ist kein dickflüssiger Curry. Das Koriandergrün grob hacken, auf den Curry geben, und mit Reis servieren.


(Fotografiert, nachdem eine Portion aus dem Schüssel entnommen wurde, daher wenig appetitlich, aber ich schwöre: es hat geschmeckt!)

Was Ihr wissen solltet:
Nigel Slater hat vergessen, den Ingwer und die Chilischoten in dem Rezept zu erwähnen: Ich habe sie aber wie oben beschrieben hinzugemischt.
Dazu habe ich Kardamomreis serviert, also Basmati mit Kardamom und einen gebrochenen Zimtstab gekocht. Vorsicht: Zimtstab brechen kann schmerzen, wenn man die Kraft seines Daumen überschätzt…
Dazu auch serviert, ein Hähnchen Curry mit Lime und Kokosmilch, von Delia Smith. Es war gut, aber nicht so ausgezeichnet, wie ich es erwartet hatte.
Das Gericht ist leicht: An kühleren Tagen sollte man mehr Beilagen servieren. Bei hoher Hitze ist es genau richtig, auch was die Würze angeht.
The Observer hat auch einen Food Monthly Zeitschrift, in Deutschland nur über das Internet erhältlich. In diesem Monat gibt es Rezepte von Sternköche für Kinder.

1 Kommentar:

Clairechen hat gesagt…

mmmmmm qu'est-ce que ça a l'air bon...!!! Un vrai délice! tout ce que j'aime!!!