Paupiettes de veau à l’ail des ours

Es ist endlich geschehen. Ich bin an diesem Wochenende Bärlauch verfallen, und es hat mir sehr gefallen.
Ich hatte natürlich schon Bärlauch gegessen: Wer in Deutschland lebt, kann kaum die Blätter übersehen haben. Aber es hatte mich nicht so umgehauen, dass ich Lust darauf bekommen hatte, selber etwas damit zu machen. Spontan habe ich aber am Freitagabend ein Handvoll gekauft, und zuerst überlegen müssen, was daraus werden könnte. Am selben Wochenende habe ich plötzlich Lust auf Kalbsschnitzelrouladen bekommen, und habe gedacht, dass ich sie mal anders machen könnte. Ich hatte auch Chavroux gekauft, diesen milden Ziegenfrischkäse, und so ist folgendes Rezept entstanden:


Paupiettes de veau à l’ail des ours

Pro Person :
1 Kalbschnitzel
1 EL Ziegenfrischkäse
6-8 Blätter Bärlauch
Salz, Pfeffer
Holzzahnstocher oder Küchenfäden

Für die Sauce (bis 4 Person) :
Saft einer halbe Zitrone
1 Zwiebel, geviertelt
1 Glas Wasser
Butter oder Öl
Optional: Stärke

Ziegenkäse, Salz und Pfeffer verrühren, und auf die Schnitzel streichen.
Bärlauchblätter darüber verteilen.
Schnitzel in Roulade drehen, und mit Zahnstocher oder Küchenfäden „befestigen“.

Im den Schnellkochtopf Butter oder Öl geben. Sobald sie/es heiß wird, Zwiebeln und Rouladen hinzugeben, und die Rouladen auf allen Seiten braun werden lassen. Zitronensaft hinzugeben, die ersten karamellisierten Fleisch- und Zwiebelsäfte in dem Zitronensaft auflösen. Wasser, in dem man auf Wunsch Stärke eingerührt hat, um eine sämige Sauce zu bekommen, addieren. Schnellkochtopf zumachen, und sobald das Ventil anfängt, laut zu werden – für die Modellabhängigen Erklärungen bitte unbedingt diesen Arte Beitrag lesen – fünfzehn Minuten kochen lassen.
Ventil entnehmen, und Topf erst aufmachen, wenn der restliche Dampf nicht mehr herauskommt.

Anrichten und servieren. Dazu habe ich kleine, in Salzbutter geröstete Kartoffeln gemacht.



Was mir aufgefallen ist:
Ich benutze das ursprüngliche, unverwüstliche Modell der Cocotte-Minute. Es ist nicht nur praktisch, aber auch richtig schön, finde ich.
Statt Zitronensaft kann Weißwein benutzt werden (einen halben Glas).
Ehrlich gesagt hat mich den relativ starken Geschmack des Bärlauchs angenehm überrascht: Er darf wieder in meine Küche.

Kommentare:

zorra hat gesagt…

Amüsanter "arte-Artikel". Ich habe natürlich ein deutsches Modell von WMF.

Cascabel hat gesagt…

Das wäre ja direkt was fürs Garten-Koch-Event Bärlauch gewesen!

Véronique hat gesagt…

@ Zorra ...mit dem WMF Modell könnte ich wahrscheinlich nichts anfangen. :-)
@ Cascabel: War wohl zu spät! Es gibt so viel Events, so wenig Zeit, und am Ende weiss ich meistens nicht mehr wann was läuft...