Leichte Ratatouille Niçoise

Ratatouille liebe ich. Es ist kein Gericht, das ich seit meiner frühen Kindheit kenne. Außer in der tiefen Provence war es bis in den 80er Jahre nicht sehr verbreitet. Auberginen und Zucchini aßen wir häufig, aber anders zubereitet. Irgendwann fingen an überall Rezepte publiziert zu werden, aber vor allem hat mich die Ratatouille, wie sie von Michel Oliver im Fernsehen gezeigt wurde, beeindruckt, und mit meiner Mutter haben wir sie kurz darauf mit Erfolg nachgemacht Am besten schmeckt sie mir heute noch, wie er sie gemacht hat: Es ist die aufwändige Version davon, und wird vorbereitet vorbereitet, in dem man die einzelnen Zutaten würfelt, separat in Olivenöl brät, bis sie leicht goldfarben werden, und anschließend im Backofen in einer geschlossenen Cocotte schmort. Gut schmeckt mir auch die schnellere Version, in der die Zutaten fast zeitgleich in eine tiefe Pfanne gegeben, und in genügend Olivenöl köcheln gelassen werden. Sehr leicht ist das Gericht nicht, und bisher dachte ich, es sei unmöglich, Auberginen ohne Fett schmackhaft und schmelzend hinzukriegen.

Das hat sich aber jetzt geändert! Ich habe ein Rezept gelesen, in dem die Ratatouille im Schnellkochtopf gedämpft wird. Ich war skeptisch, aber ich bin auch neugierig, und habe es versucht. Und es hat mir sehr gut geschmeckt.


Leichte Ratatouille Niçoise
Für 2 Pers.:
1 schöne Aubergine
1 Zucchini
1 halbe Paprika
2 Tomaten
1 große Zwiebel
Knoblauchzehen, je nach Geschmack
Salz, Pfeffer
Kräuter

Das Gemüse gleichmäßig würfeln, und in den Dampfkorb geben. Salz, Pfeffer, und reichlich Kräuter geben. Rosmarin am besten, aber ich habe Oregano benutzt.
Drei Finger Wasser in den Schnellkochtopf geben. Korb setzen, und Topf schließen. Auf den Herd bei zunächst hohe Stufe das Wasser zum kochen bringen. Sobald Druck entsteht, die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren, und 20 Minuten kochen lassen. Vom Herd nehmen, und sobald kein Druck mehr vorhanden ist, die Ratatouille aus dem Korb nehmen, mischen, abschmecken, und sofort servieren.
Ich habe dazu Humus serviert, und ein Feta-Hacksteack aus Tatar vom Rinde, Feta und Kräuter.


Was mir aufgefallen ist:Die Kräuter und Gewürze machen es!
Diese Ratatouille hat mir sehr gut geschmeckt, aber die Version mit Olivenöl ist weiterhin geschmacklich die Beste, keine Frage.
Michel Oliver hat viele Kochbücher geschrieben, und viele Franzosen haben sein Bestseller „La cuisine est un jeu d'enfants“ (Die Küche ist ein Kinderspiel), mit Vorwort von Jean Cocteau!, als erstes Kochbuch gehabt. Das Buch ist immer noch erhältlich, und ich weiß, dass die nächste Generation in meiner Familie sein Jambalaya mit Cocktail-Würstchen, Kalbschnitzelstreifen, Zwiebel, Reis, Currypulver und Tomaten genauso gerne hat, wie wir es hatten. Sein Quatre-Quart, der französische Pfundkuchen, war eine meiner frühen Spezialitäten.

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