Thunfisch nach Baskischer Art

Vorgestern war für kurze Zeit Frühling, und so hatte ich auf einmal Lust auf etwas voller Sonne. Meine Wahl fiel schnell auf Thunfisch mit Paprika, da ich wusste, irgendwo ein Rezept zu haben, und außerdem habe ich Piment d’Espelette, eine Chilisorte aus dem Baskenland, als Pulver.

Das Rezept fand ich in einem Kochbuch über Baskenland, das ich vor Jahren über eBay von jemanden, der ein Herz für Chilis hat, erworben habe. Ich habe sie gekocht… und war enttäuscht über das Ergebnis. Obwohl ich ein Teelöffel Chilipulver pro Portion – Piment d’Espelette ist nicht sehr scharf - hinzugefügt hatte, war es ziemlich fade. Also beschloss ich, es wieder zu kochen, heute, mit einiger Änderungen, und ich finde es heute bloggingswert.

Frühling vorm Balkon


Thunfisch nach Baskischer Art (nach Thon Kaskarote aus Connaitre la Cuisine Basque)

Pro Person

1 Thunfischsteak
Mehl
200-300 geschälte Tomaten
1-1,5 Paprika, rot, gelb, eventuell grün, in Streifen geschnitten
2 Chilis, mild (Ich habe frische Peperonis benutzt)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzeh
Petersilie, Thymian, Lorbeer (ich hatte kein Petersilie)
Salz, Pfeffer, scharfe Chilipulver

Klein geschnittener Zwiebel, Knoblauch, Streifen Paprika und Tomaten in einen Topf mit Olivenöl geben. Petersilie, Thymian und Lorbeer hinzugeben, so wie Salz, Pfeffer und Chilipulver. 25 Minuten lang köcheln lassen.
Thunfischsteaks in Mehl schwenken, und in einer Pfanne in ausreichend Öl langsam garen, auf beiden Seiten, insgesamt 15 bis 20 Minuten.
Sobald der Thunfisch gar ist, die Scheiben zu der Sauce geben, und noch eine Viertelstunde kochen. Sofort servieren.



Was mir aufgefallen ist:
Ich ziehe immer Dosentomaten zu wässrigen Tomaten vor. Also habe ich heute Dosentomaten benutzt.
Ich habe auf das Mehl verzichtet, und glaube nicht, dass es viel bringt. Es ist aber wichtig, den Thunfisch separat zu backen, da es durch das leichte anbraten mehr Geschmack entwickelt. Ich habe die faule Variante auch versucht, also Thunfisch in die Sauce gegeben, ohne Vorbraten, und es war bei weitem nicht so gut.
Hier konnte ich wieder testen, wie wichtig die Grundzutaten sind. Teurer, aber vermutlich zu lange gelagerter Chilipulver schmeckt bei weitem nicht so gut wie frische, günstige Peperonis. Richtig gelagerte Piments d’Espelette sind aber ein Traum, nicht nur für die Augen!
Auf Chilipulver habe ich beim zweiten Mal verzichtet, und es hat mir nicht gefehlt, da die Peperonis gut waren.
Eigentlich ist das Rezept auch beim schlechten Wetter gut, da man zumindest während man auf seinen Teller guckt, den Eindruck hat, die Sonne zu sehen.

Wer gerne über Geschichte liest, und gleichzeitig über Essen, wird vermutlich Spaß beim Lesen von Die Basken. Eine kleine Weltgeschichte. und Kabeljau. Der Fisch, der die Welt veränderte. haben, beide von Mark Kurlansky, beide über Baskenland.

Kommentare:

Strandi hat gesagt…

Auf welcher Stufe hast du den Fisch gegart? Ziemlich tief, denke ich mal... (Hab mit sowas echt wenig Erfahrung, weil ich kein Fleisch esse und frischen Fisch noch nicht gerade oft zubereitet habe...)

Véronique hat gesagt…

Hallo Strandi. Bei so was bleibe ich gerne am Herd, und gucke häufig, ob es aussieht wie es auszusehen hat, und ändere die Temperatur entsprechend. Ich habe bei 2 (von 3) gestartet, und dann auf 1,5 reduziert. Mir war wichtig, dass es ziemlich schnell leicht braun wird, damit es nicht austrocknet, aber ob es wissenschaftlich stimmt weiss ich nicht.