Kirsch-Schokoladenkuchen, beschwipst

Letzte Woche habe ich auf teatime-blog ein Rezept für einen Kirsch-Schokoladenkuchen gefunden, der mir auf Anhieb gefallen hat. Es wird mit Sauerkirschen aus dem Glas gemacht, und nach dem Backen mit Orangensaft getränkt. Ich hatte in meinem Schrank ein Glas Kirschen aus dem Garten meiner Eltern, in „Eau-de-Vie“ eingelegt, und so habe ich mich versprochen, eine beschwipste Version dieses Kuchens zu backen. Und ausnahmsweise habe ich dieses Versprechen schnell umgesetzt. (So viele Blogs, so wenig Mahlzeiten, um alles nachzukochen.)

(Bild aus www.clozzet.com)


Wie bei den Kommentaren auf Mines Blog zu sehen ist, habe ich mich gewundert, dass unter den Zutaten eine Tüte Puddingpulver vorkommt, die mit den ganzen anderen Zutaten gemischt wird. Für diejenigen, die mich da bereits gelesen haben, wird es eventuell langweilig, aber ich muss hier wiederholen, dass man um Pudding zu machen, in meiner Erfahrung, Mehl, Eier, Zucker, Milch, und Aroma (Vanille, Kakao, etc…) benötigt, mehr nichts. Ich habe auch noch nie ein Kuchenrezept in Frankreich gesehen, in dem „Puddingpulver“ vorkommt. Puddingpulver ist da nicht so populär: Ich kann mich zwar an „Flan Alsa“ erinnern, den habe ich aber noch nie gekostet. Die Diskussion fand ich aber sehr interessant: Ich hatte bis dahin vermutet, dass der Pulver erfunden worden war, weil viele in Deutschland ungern kochen, und wusste nicht, dass es ursprünglich als günstiger und nahrhafter Ersatz eingeführt worden war, da Eier und Milch für manche zu teuer waren. Eine Freundin, mit der ich mich darüber unterhalten habe, meinte, dass der Puddingpulver eventuell einen schöneren und „industrielleren“ Geschmack und Aussehen verleihen könnte, den manche schätzen.


Das möchte ich aber nicht unbedingt testen, und so habe ich den Kuchen nach Anleitungen von Mine gemacht, also genauso wie sie die Menge Butter reduziert, aber den Puddingpulver habe ich nach Rat von Ulrike und weitere Überlegungen gegen 20g Mehl und 10g Kakao ersetzt. Nach dem Backen habe ich den Kuchen mit dem Branntwein, in dem die Kirschen eingelegt waren, getränkt, mit Wasser vermischt, damit es genug Flüssigkeit gibt. Der Kuchen ist ziemlich trocken, also ist das Tränken absolut unentbehrlich, und ergibt eine sehr angenehme Konsistenz.

(Ich habe endlich das Fotografieren unter dem Tageslicht entdeckt!)


Und bevor ihr denkt, dass ich stets alles koche, was ich esse, will ich das sofort widerlegen:



(Mein Dank geht an Bonne Maman und Rians)

Kommentare:

mine hat gesagt…

Hallo Véronique, die Puddingpulverfrage hatte ich auch auf meiner türkischen Seite gestellt. Die Leser meinten, sie könnte evtl. als Speisestärke dienen. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob sie wirklich besondere Funktionen hat, oder nur eine Konsumfalle ist :)

Véronique hat gesagt…

Speisestärke hatte auch Ulrike empfohlen, das sollte ich mal versuchen, aber ich benutze so gut wie nie Speisestärke. Nur bei Käsefondue... Ich tendiere auch zu der Idee, dass es eine Konsumfalle ist.

Strandi hat gesagt…

Hallo Véronique. Ich habe den Kuchen am Wochenende gebacken und getrost auf Dr. Oetker verzichtet. Allerdings habe ich das Puddingpulver von der Migros verwendet.... Das nächste Mal, werde ich es wohl wie du machen^^