Cake à la banane

Freitag Abend habe ich beim Surfen erfahren, dass das von seinen vielen Fans lang ersehnte, neueste Buch von Leonard Cohen, Book of Longing, schon im Mai erscheinen soll. „Was hat das mit kochen und essen zu tun?“, fragt sich jetzt der aufmerksame Leser, „Hier soll es sich eindeutig um einen Food-Blog handeln, das steht sogar in dem Titel!“ Moment, Moment! Ich bin wohl nicht die Einzige, die Bananen mit Leonard Cohen verbindet, oder?
(Bild von Speaking Cohen)

Und so war es, nachdem ich die leichte Enttäuschung überstanden hatte, die signierte Version des Buchs schon verpasst zu haben, dass ich mich also daran erinnert habe, dass ich drei Bananen in der Küche hatte, die ich vor zwei Wochen gekauft hatte. Und sofort nahm ich mir vor, am nächsten Tag ein Banana Bread zu backen, zum ersten Mal in meinem Leben.

Banana Bread habe ich das erste Mal in den USA gegessen, und ich hatte es auf Anhieb gemocht. Einer der Hauptgründe, warum ich es selber nie gebacken hatte, war das lästige Konvertieren von Amerikanischen Rezepte. Aber am Freitag habe ich sofort gewusst, wo ich ein Rezept finden könnte, die ich leicht nachbacken könnte. Pascale von C’est moi qui l’ai fait hat auf ihrem Blog viele englische und amerikanische Rezepte übersetzt und konvertiert, darunter ein „Cake à la banane“. Der Begriff „Cake“ wird der nicht Franzose vermutlich verwirren, aber die Erklärung ist einfach: Ein „Cake“, es wird „Käk“ ausgesprochen, ist in Frankreich ein Kastenkuchen, egal welcher Sorte, herzhaft oder süss.

Cake à la Banane

200 g Mehl
½ Tüte Backpulver
150 g Zucker
100 g Butter, bei Zimmertemperatur
2 geschlagene Eier
3 reife Bananen
Salz
Vanille

Backofen auf 200°C vorheizen.
Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, die Vanille hinzufügen, zur Seite stellen.
In einer großen Schüssel, die weiche Butter und die Zucker vermischen.
Die Eier hinzufügen, und erneut rühren.
Mehl, Salz und Backpulver hinzufügen, rühren.
Zerdrückten Bananen hinzufügen, rühren.
In eine gebutterte Kastenform geben und 40 Minuten lang backen.
Mit der Klinge eines Messers prüfen, dass der Kuchen gebacken ist.


Was mir aufgefallen ist:
Es schmeckt ausgezeichnet, saftig, und sieht gut aus. Manche Banana Breads sind mir zu grau, aber durch die Eier und die Butter ist es hier nicht der Fall.
Es wird bestimmt beim Lesen von Book of Longing besonders gut schmecken.
Ich habe die Samen von ca. 5cm von einer Vanilleschote benutzt. Die aufgeschlitzte, leere Schote kommt in einen Glas voller Zucker.
Ich habe braune Rohrzucker benutzt, es gibt immer ein bisschen extra Würze, finde ich.
Wie man sieht, habe ich die Eier nicht separat geschlagen, aber über den Teig vermischt, bevor ich angefangen habe, das ganze zusammen zu verrühren.
In meinem Backofen war der Kuchen nach genau 40 Minuten perfekt gebacken, es kann je nach Backofen leicht anders sein.

Beim Surfen habe ich auch erfahren, dass am 2. April in Düsseldorf einen Dokumentarfilm über Leonard Cohen gezeigt wird. Was das mit kochen und essen zu tun hat, fragt schon wieder der aufmerksame, leicht genervte Leser. In dem Film wird Leonard Cohen beim Kochen gezeigt, da es eine seiner Aufgaben in dem Zen Zentrum war, in dem er gelebt hat. Also nichts wie hin, oder?

Kommentare:

zorra hat gesagt…

Ist wirklich schön gelb und mal anders ohne Walnüsse.

Ich mag Tassen-Rezepte auch nicht. ;-)

Strandi hat gesagt…

Cake! Das sagen wir hier in der Schweiz auch. Gewöhnt an Betty Bossi, die dieses Wort schon seit über zwanzig Jahren benutzt und das im kleinen Schweizerlande Gang und Gebe ist, war ich wirklich verwirrt, dass in Deutschland das niemand kennt. Bei uns ist eine Kastenform auch eine Cakeform!
Wollte eigentlich nur sagen, dass ich Nichtfranzose und trotzdem nicht verwirrt bin^^

Lg, S

Petra hat gesagt…

Hallo! Ich habe den Kuchen nachgebacken und er hat uns sehr gut geschmeckt, obwohl er bei mir leider nicht so locker sondern "speckig" wurde, wie man hier sehen kann.Grüße

Véronique hat gesagt…

Zorra, die Rezepte von Pascale finde ich ziemlich ideal, weil sie alles schon umgerechnet hat, und meistens keine für Franzosen unmöglichen Zutaten benutzt.

Strandi, bisher dachte ich, dass ich gar kein Schweizer Deutsch sprechen kann ;-).

Petra, ich folge deine Versuche mit grossem Interesse. Vielleicht hatte ich so was wie Beginner's Luck mit meinem Cake...

Anonym hat gesagt…

Also auch der zweite Backversuch wurde nicht so wie dein Exemplar. Geschmacklich gut, geht beim Backen gut auf, "setzt" sich dann aber immer beim Abkühlen und wird speckig. Uns schmeckt er trotzdem. Ich werde wohl immer mal wieder Versuche machen, da ich öfter mal ältere Bananen habe.Vielen Dank nochmals für deinen weiteren Hinweis.