Chinesisch für Anfänger - Teil 3: Nachtisch

Der aufmerksame Leser wird hier erneut feststellen können, dass dieser Blog von einer Französin geschrieben wird. Der Franzose hat häufig eine ziemliche feste Vorstellung davon, was zu einem Essen gehört. In der Regel muss wenigstens eine Vorspeise, eine Hauptspeise, Käse und/oder Nachtisch dabei sein. Und man darf bloß nicht zuviel Gerichte auf einmal auf dem Tisch haben, sonst ist der Franzose leicht überfordert. Er wird aber frustriert, wenn er zu einem Essen eingeladen wird, das aus einem einzigen Gericht besteht, auch wenn er es nicht zeigt. Also, wenn der ahnungslose Franzose etwas "Chinesisches" kocht, dann macht er auch einen Nachtisch.

Und so habe ich es gemacht, als ich das Essen um die Sui Mai herum überlegt habe.

Ich war in einem asiatischen Supermarkt, und habe da eine Art Nachtisch gefunden: Mango-Tofu, gesüßt, in Singapur hergestellt, wenn ich mich richtig erinnere. Später im selben Geschäft habe ich getrocknete Mango-Würfel entdeckt, mit einer schönen Farbe, OK, auch schön geschwefelt, aber dass ist definitiv nicht etwas, was ich in grossen Menge esse. Ich würde ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich keinen hausgemachten Nachtisch anbieten würde, wenn ich selber koche. (Eine Ausnahme mache ich für einige Produkte dieser Marke, die man bei Kaufhof findet.) Was ich vorbereitet habe ist bestimmt nichts chinesisches, aber eine leichte asiatische Note hat es bestimmt. Ich hatte zu Hause 200ml Kokosnussmilch, aus der ich folgendes gemacht habe:

Kokosnussmilch Panna Cotta mit Mango-Tofu und Mango Stücke

Für 3/4 Personen

1 Packung Mango Tofu
Einige getrocknete Mango-Würfel
150ml Kokosnussmilch
100ml Kuhmilch
1 EL brauner Zucker
5 g Gelatine

Wie für die Orangenwein Panna Cotta habe ich die Flüssigkeit erhitzt, die Zucker dazu gegeben, und das ganze ca. 10 Minuten lang köcheln gelassen. In der Zwischenzeit habe ich die Gelatine in kaltem Wasser eingeweicht, anschließend mit meinen Händen gepresst, und zu der Milch/Milch-Mischung gegeben, und gerührt, bis alles aufgelöst wurde. Das ganze habe ich in eine einzige Form gegeben, weil ich daraus nach dem Kühlen - ca. zwei Stunden im Kühlschrank - Würfel geschnitten habe. Das selbe habe ich aus dem Mango Tofu gemacht, und darüber habe ich Mango Würfel verteilt.


Was mir aufgefallen ist:
Mango-Tofu schmeckt nach wasser-verdünnte Mango. Nicht furchtbar, aber auch nicht sehr aufregend. Dafür waren die Kokos Panna Cotta und die Mangowürfel schmackhaft.
In der neuen Brigitte gibt es mehrere asiatische Rezepte, darunter eine Lychee-Sirup/Kokosnussmilch Gelee, die in diese Richtung geht.

Kommentare:

Cascabel hat gesagt…

Du erwähnst Faisselle - ich bin auch ein absoluter Fan! Jedesmal, wenn ich in München bin, nehme ich einen Topf aus dem Kaufhof mit. Erinnert mich an Campingurlaube in Frankreich, Frühstück mit den Füßen im Sand...

Michael hat gesagt…

Hi Véronique, Du hattest mal erwähnt Du magst Pfefferminztee. Wenn Du mal wieder bei Basic bist, versuche doch mal den losen Pfefferminztee in der gelb-grünen Verpackung (von www.lebensbaum.de) ... Das ist ein ganz edles Kraut, wie ich finde - mit dem üblichem Beutel-Kräutertee nicht zu vergleichen. Viel Spaß und schöne Grüße!

Véronique hat gesagt…

Cascabel, ich werde irgendwann etwas zu den Faisselle schreiben. Es ist wirklich etwas besonderes, und früher habe ich mein eigenes hergestellt, als es noch Rohmilch in den deutschen Supermärkte gab.

Michael, beim nächsten Mal werde ich danach suchen. Ich habe immer Pfefferminztee zu Hause, aber am Liebsten habe ich die frische Sorte, die in Deutschland fast in jedem Café zu finden ist, und in Frankreich nirgendwo...