Weitere Adressen in Brüssel

Nachdem ich bereits einiges über meinen Besuch in Brüssel erzählt habe, möchte ich noch einige Adressen – natürlich Essen bezogen – die mir besonders gefallen haben.

Aber zuerst ein paar Tipps:
- Gut zu wissen ist, dass die Hotelpreise in Brüssel am Wochenenden teilweise drastisch reduziert werden: Die Eurokraten sind dann weg. Es lohnt sich zu vergleichen, und auch direkt bei den Hotels zu fragen.
- Von Köln aus gibt es den Thalys. Es gibt regelmäßig günstige Angebote entweder direkt bei der Deutschen Bahn, oder über die Webseite.
- Am Wochenenden gilt das Jump-Tagesticket (Bus, U-Bahn und Strassenbahn) für zwei Personen: Einfach zweimal entwerten, jedes Mal wenn man neu einsteigt.

Und jetzt die Adressen:
- Zum Frühstücken oder für den kleinen Hunger: Natural Café, Avenue Louise 196 – Es ist ein Café-Bar, sehr modern. Die kalte Gerichte (Pasta-Salate, diverse Sandwiches, Kuchen, aber auch Obst und viele Säfte) sind in Regale, und sehen wirklich sehr gut aus. Ich hätte am Liebsten alles gleich probiert. Es gibt einen sehr großen Tisch mit hohen Stühlen, praktisch für größere Gruppen aber noch mehr um die Zeitung zu lesen, und Tische am Fenster entlang, wenn man die Passanten beobachten will. Die Preise sind vernünftig, besonders für die Gegend. Der Kaffee ist von Illy – diese Marke ist in Brüssel stark vertreten, zum Beispiel auch in der Galerie Saint-Hubert, in Verbindung mit Haagen-Dazs.
- Mittagessen unkompliziert aber gut, in angenehmer Atmosphere: Au Soleil, rue du marché au Charbon 86 – Klar, in der Nähe der Grand Place gibt es Unmengen an Restaurants, aber ich bin ziemlich skeptisch, wenn ich auf einer einzigen Karte Paella, Cassoulet und Choucroute Alsacienne sehe… Also kamen die Restaurants auf der hübschen Rue des Bouchers für mich nicht in Frage. Nur zufällig haben wir diesen Café-Bar entdeckt, und wir haben es nicht bereut. Die Kunden waren hauptsächlich Brüsseler, Studenten, auch Paare, unterschiedlicher Alter. Die Karte besteht aus klassischen Gerichten - Quiches, Suppen, Pasta – die lecker sind. Ich hatte einen Chicoree-Gratin bestellt, der mir zuerst riesig vorgekommen ist, aber den habe ich prompt aufgegessen. Meine Begleitung hatte eine Karottensuppe – richtig gewürzt – und eine Quiche: Am Ende waren unsere Teller leer.
- Abendessen nach Brüsseler-Art: Ich wollte unbedingt mal Carbonnades essen. Es ist ein Fleischeintopf deren Besonderheit daran liegt, dass am Boden des Topfes eine Scheibe Lebkuchen mit Senf bestrichen gelegt wird, und dass die Flüssigkeit belgisches Bier – Gueuze – ist. Ich hatte im Usenet und im Internet gesucht, und war so auf t’Kelderke, Grand Place 15 gestoßen. Genau was ich suchte: Bürgerlich aber locker, mit klassischer Küche – Carbonnades, Stoemp, Muscheln – Stammgäste die mit den Kellnern witzeln, und Kellnern, die den Kunden – Stammkunden oder nicht – auffordern, Ihr Teller leer zu essen… Ich hatte Carbonnades mit Stoemp – gestampften Kartoffeln mit Stückchen von Gemüse und Speckwürfel – und ein Riesenstück Hervé-Käse mit Lütticher Sirup. Meine Begleitung hat sich für Muscheln entschieden, und ein Sorbet aus Kriek, also Kirschbier-Sorbet, der vor allem nach Kirsche geschmeckt hat, und sehr gut war. Das Essen und die Stimmung waren perfekt. Reservierungen gibt es nur für 12 Uhr oder 18 Uhr. Ansonsten muss man an der Bar warten – ca. 10 Minuten in unserem Fall – bis Plätze frei werden. Dadurch wird vermutlich verhindert, dass große Touristengruppen da essen gehen.
- Und das darf ich nicht vergessen: Wer in Brüssel Speculaas kaufen will, sollte unbedingt Richtung Rue au Beurre gehen, in die alte Dandoy Boutique. Ich habe komischerweise mein erster Dandoy Kuchen in Bourges gehabt. Das war ein „Cake“ mit kandierten Orangenschalen, der mir so stark in Erinnerung geblieben war, dass ich ihn sofort wieder erkannt habe, als ich einige Jahre später das Geschäft in Brüssel entdeckt habe. Das Geschäft liegt in der Butterstrasse, und die Kuchen schmecken entsprechend buttrig-lecker. Dafür kann man sie auch in kleinen Größen kaufen, also ohne schlechtes Gewissen. Ein Kochbuch in Französisch wird da verkauft, sollte man nachbacken wollen.
- Eine für mich neue internationalen Kette: Le Palais des Thés, 45 place de la Vieille Halle aux Blés. Auch Sonntags geöffnet. Viele Teesorten, darunter Sorten, die noch nicht so stark verbreitet sind. Sehr praktische wieder verschließbare Verpackung für die losen Tees. Warum machen das nicht anderen Hersteller? Zwei Tees werden auch zum Probieren angeboten. Auch viel Zubehör.

Diese Reise war zwar nicht meine erste Reise nach Brüssel, aber ich habe einiges entdeckt, und bin mir sicher, dass es noch viel mehr gibt, das ich nicht gesehen habe, oder das ich gesehen, aber nicht getestet habe.

Kommentare:

N hat gesagt…

Dandoy est effectivement incontournable !!!
Bravo pour ce blog très agréable!
Un francais de D'dorf

Véronique hat gesagt…

Merci! C'est bien pour moi de savoir qui me lit, et si ça plait. N'hésite pas à commenter!

Anonym hat gesagt…

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