Shiitakes als WMD

Anscheinend gibt es in der Gegend ein Virus, das in Deutschland lebenden und Food-Blog schreibenden Französinnen befällt. Seit gestern Abend fühle ich mich nicht besonders gut, und bin nur dank Erkältungsbäder, Erkältungstees und klassischer fiebersenkenden Pillen über den Tag gekommen.

Wenn es mir so geht, habe ich verständlich weniger Hunger, aber ich habe meistens Lust auf bestimmte Gerichte. (Ja, ich weiss, ich bin, was Essen angeht, nicht leicht runterzukriegen). Darunter fällt Wok-Gemüse vom Chinesen, die ich dann mit viel scharfer Sauce esse. Und auch Pilze, weil sie Leicht sind, und besonders gesund sein sollen, wie der Shii-take. Laut diesem Buch, ist Shii-take schon seit 2000 Jahre bekannt, seit 1000 Jahre wird es aktiv angebaut, und es wird seit ebenso lange in der chinesischen Medizin angewendet, gegen z.B. Erkältungen. Es beinhaltet viel Zink, und wenn ich die Wahl habe, zwischen Zink als Pille, als teurer Pilzextrakt oder Zink als Pilze in einem leckeren Gericht einzunehmen, wähle ich die dritte Lösung. Shii-take sind mittlerweile leicht im Supermarkt zu finden, entweder getrocknet oder frisch, aus Holland zum Beispiel. Aus diesem Grund gab es heute Abend bei mir

Shii-take Suppe/Eintopf

Für 1-2 Personen

125g frische Shii-take
2 Kartoffeln
1 große Möhre
2 EL Tamari-Soße

Reis als Beilage

Wasser in einem Topf zum kochen bringen, genug, um die Zutaten bedecken zu können.
Während das Wasser erhitzt wird, zuerst die Kartoffeln schälen und klein schneiden (ca. 2x2 cm Stücke), in den Topf geben, zusammen mit der Soße. Möhre schälen, klein schneiden, ungefähr so groß wie die Kartoffeln, in den Topf geben, und anschließend die Shii-take kurz spülen, die größeren vierteln, die Stiele nur entfernen, wenn sie zu hart sind, ansonsten werden sie klein geschnitten, und auch in den Topf gegeben. Während alle Zutaten köcheln, Reis vorbereiten. Ich benutze dafür meinen einfachen chinesischen Reiskocher.
Sobald Reis und Shii-take gekocht sind – bei mir ist es soweit, wenn der Reis gekocht ist – in zwei Schale pro Person servieren, und essen, solange es heiß ist. Das soll auch helfen, die bösen Angreifer zu bekämpfen.

Was mir aufgefallen ist:
Das Rezept lässt sich auch mit getrockneten Shii-takes vorbereiten. Sie müssen zuerst eingeweicht werden, und das Wasser wird beim kochen benutzt.
Statt Tamari-Soße kann man Soja-Soße benutzen, auf Wunsch mit ein bisschen Mirin.
Statt Kartoffeln und Möhre am Anfang, kann man gegen Ende der Kochzeit China-Kohl hinzufügen. Die Kochzeit wird dadurch reduziert, und es ist auch sehr lecker!

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