Grüne Linsen mit zweimal Senf

Dieses Linsengericht habe ich vor kurzem gekocht, und ich finde es an kalten Tagen ideal. Es ist abgeleitet von den Lentilles à la Dijonnaise, die meine Mutter regelmäßig in Winter kocht. Ich finde mittlerweile, dass ich gut auf die mit Mehl gebundene Sauce verzichten kann, aber nicht auf den Senf, und dass mehr Gemüse nicht schadet. Übrigens, die grüne Du Puy Linsen, die benutzt werden, waren lange die einzige Linsen, die ich kannte. Tellerlinsen habe ich zuerst sehr exotisch gefunden...

Grüne Linsen mit zweimal Senf

Für 4-6 Personen

300g grüne Linsen, am Besten Lentilles Vertes du Puy
2 Zwiebeln
1 Paprika, grün oder rot
1 gehäufter Teelöffel scharfer Senf (Dijon oder Düsseldorf)
1-2 geräucherte Cabanossi-Würstchen/Person,
Salz
Senfsprossen
Olivenöl

Ein Löffel Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die grob geschnittene Zwiebel und den in 1x1cm geschnittenen Paprika hinzufügen, und leicht anbraten. Den Löffelsenf hinzufügen, und eine Minute lang zusammen mit dem Gemüse rühren. Die gespülten Linsen hinzufügen, mit ca. 3x dem Volumen an Wasser. 20 Minuten in dem leicht kochenden Wasser kochen. Salzen (aber nicht zu viele, da die Würstchen noch kommen…). Ab und zu prüfen, dass genug Flüssigkeit vorhanden ist, bei Bedarf wieder ein bisschen Wasser hinzufügen. Nach 20 Minuten die Würstchen hinzufügen, und noch 10 Minuten kochen, oder bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Schmecken und bei Bedarf erneut salzen. In Schalen oder Suppenteller anrichten mit geschnittenen Senfsprossen drauf.

Was mir aufgefallen ist und was ich schon lange gewusst habe:
Grüne Linsen zerfallen nicht wie Tellerlinsen, also nicht unnötig lange kochen: Es wird nicht sämig!
Grüne Linsen müssen nicht eingeweicht werden, und eignen sich dafür sehr gut für spontanes Kochen.
Verbrannte Linsen schmecken überhaupt nicht: Ein bisschen Flüssigkeit muss auch am Ende der Kochzeit vorhanden sein.
Karotten passen auch sehr gut hinzu, vielleicht ist der Geschmack dann „winterlicher“. Die Paprikavariante ist ein Tick frischer.
Wenn ich meine Packung richtig gelesen habe, gibt es 10g Eiweiß/35g Linsen!
Ich habe zufällig in dem Bio-Supermarkt, in dem ich ab und zu einkaufe, kleine Truthahn-Cabanossi Würstchen gefunden, die einen sehr guten Rauchgeschmack an das ganze Gericht gegeben haben. (Und ganz nebenbei enthalten sie kein Nitritpökelsalz oder andere Pülverchen, was ich sehr begrüße.)
Die Senfsprossen sehen nicht nur gut aus, sie geben wirklich extra Würze, und machen aus den traditionellen Dijon-Linsen etwas Pikantes und Frisches.
"Das Auge isst mit." ist ein deutsches Sprichwort, kein französisches...
Ich finde es nach Jahren immer noch lustig, dass eine Gemeinde „Plat de lentilles“ heisst, auch wenn der Name mit diesem Gericht vermutlich nichts zu tun hat.

Kommentare:

Cascabel hat gesagt…

Mmh, Puy-Linsen liebe ich sehr! Die Senf-Variante kannte ich noch gar nicht, sieht aber sehr gut aus :-)

ostwestwind hat gesagt…

Farbwechsel?

Michael hat gesagt…

Hi Véronique, stelle gerade fest, daß Du in der gleichen Bio-Supermarktkette einkaufst wie ich auch. Den gibt's nämlich auch in Essen :-) Viele Grüße! - Michael

Véronique hat gesagt…

Cascabel: Ich finde es immer wieder interessant, dass was für die einen eine eine selbstverständliche Kombination, für die anderen völlig neu ist.

Ostwestwind: Ich freue mich sehr, dass Dir die grüne Farbe aufgefallen ist. ;-)

Michael: Dann kannst gleich auch nachkochen! Gefällt Dir ein Rezept besonders bisher?